Ein Reisebericht von:

Sabine

 

Donnerstag, 26. Mai
Treffpunkt: 14.00 Uhr am Schweinfurter Hauptbahnhof. Mit uns wollen heute 14 Abenteuerlustige nach Windhuk fliegen. Im Zug geht es entspannt zu. Auch beim Check-in in Frankfurt im Terminal 2 ist alles ganz entspannt. Wir fliegen um 20.10 Uhr mit Air Namibia in knapp 10 h in die Hauptstadt Namibias.

Freitag, 27. Mai
Wir landen recht früh in Windhuk, stellen die Uhren eine Stunde zurück und werden von unserer Reiseleitung Birgit und unserem Fahrer Jamaica in Empfang genommen. Wir haben über DERTOUR unsere 4. Soft-Adventure-Tour mit einem Allradpanoramatruck gebucht. Zunächst fahren wir ca. 45 min gen Innenstadt. Wir besichtigen die berühmte Kirche der Stadt und unternehmen einen kleinen Spaziergang zum Reiterdenkmal. Die Temperaturen sind von früh 6 Grad auf angenehme 20 Grad gestiegen. Im SPAR-Markt kaufen wir Vorräte für die Tour ein und fahren die ersten 300 km gen Kalahari, vorbei an Rehoboth und Kalkrand. Am Straßenrand sehen wir schon die ersten Böckchen, Strauße und Esel. Wir biegen von der Hauptstraße ab und fahren in Richtung unserer ersten Lodge, der Suricate Tented Lodge inmitten der Kalahari. Alle Stunde überqueren wir eine querlaufende Sanddüne. Unter einem Akazienbaum genießen wir unser 1. Picknick unter freiem Himmel. Es gibt leckeren Salat und zum Probieren das Nationalgetränk Amarula.

Unsere Lodge ist traumhaft in den Dünen gelegen. Zelt Nummer 11 hat Blick aufs Wasserloch und ist für 2 Nächte unser Zuhause. Der erste Oryx wird gesichtet. Außerdem sind Gnus und Böckchen abwechselnd am Wasserloch. Zum Abendessen wird es schnell kühl. Es gibt Erbsensuppe, das erste Oryxsteak und Brotpudding, sehr lecker. Ein Savannah Cider dazu und mit einem unglaublichen Sternenhimmel beschließen wir den Abend.

Samstag, 28. Mai
7.30 Uhr Frühstück, 8.30 Uhr Spaziergang mit den San (das sind Buschmänner) durchs Gelände. Sie sprechen in ihrer unverwechselbaren Klicksprache und zeigen uns wie sie jagen und Medizin herstellen etc.. Wir sehen ein Webervogelnest und die ersten Rosenköpfchen - grüne Papageien mit rosa Hals. Nach etwas Freizeit und chillen steht eine Sundownerfahrt mit offenen Jeeps auf dem Programm. Aufgeteilt auf 2 Fahrzeuge erleben wir die Tiere der Kalahari hautnah. Wir können Springböcke sehen, Gnus, Strauße, sogar ein verlassenes Straußennest mit Eiern. Auf den Kämmen der roten Sanddünen wirken die Tiere besonders imposant, bevor sie hinter der nächsten Sanddüne verschwinden. Auch eine Löwin gibt es in einem extra eingezäunten Gelände. Sie posiert auch im Sonnenlicht auf ihrer Düne. Zum Sonnenuntergang gibt es Gin Tonic und eine sagenhaften Sternenhimmel. Ein phantastisches Abendessen rundet den Tag ab.

Sonntag, 29. Mai
8.00 Uhr Abfahrt, einmal quer durch gen Maltahöhe. Picknick in der Savanne. Dann besuchen wir die Hammerstein Lodge mit ihrer African Cat Foundation. Zuerst dürfen wir ins Gelände der Luchse. Die nehmen wenig Notiz von uns. Eine Leopardin dürfen wir von außen betrachten. Ein schönes Tier. Fotogen präsentiert sie sich auf ihrem Lieblingsbaum. Für einige von uns ist sicherlich einer der Höhepunkt der Reise, dass wir ins Gehege zu 2 Geparden dürfen und diese auch streicheln dürfen. Sie schnurren ganz laut und räkeln sich unter den Streicheleinheiten. Das Ablecken der Hand fühlt sich an wie Schmiergelpapier. Schon ein tolles Erlebnis! Zum Glück gibt es ein paar handaufgezogene Geparden in der Obhut des Menschen, denn in freier Wildbahn haben sie es schwer.

Unser Tagesziel für 2 Nächte ist die Mirage Desert Lodge. Ein 5-Sterne-Burgschloss in der Wüste auf dem Weg nach Sossusvlei. Zum Sonnenuntergang beziehen wir unsere riesigen Zimmer in dem steinernen Gemäuer. Hier ist es abends schon viel wärmer als in der Kalahari. Am Wasserloch trinken ein paar Oryxe. Wir genießen ein 5-Gänge-Menü vom Feinsten und probieren Rock Shandy.

Montag, 30. Mai
Ausgiebiges Frühstück mit Oryx am Wasserloch in der Wüste. Tolle Anlage. In den Mauern ist die Wärme des Tages gespeichert. Um 9.30 Uhr brechen wir auf Richtung Sesriem Canyon. Wir unternehmen eine einstündige Wanderung über Geröll und Steine in einen ausgewaschenen Canyon hinein. Der Weg selbst ist meist unproblematisch. Am Ende angekommen muss man den gleichen Weg wieder zurück. Wir sehen spektakuläre Felsen und Felsbogen. Dann fahren wir Richtung Sossusvlei und picknicken bei Düne 45. Einige kraxeln ein paar Meter die Düne hoch, die anderen genießen die Aussicht und lassen den feinen roten Sand durch die Füße rinnen. Es gibt Kartoffelsalat und heiße Würstchen.

Gut gestärkt setzen wir unsere Fahrt durch die roten Dünen fort. Am Ende der geteerten Straße müssen wir in 2 Allradjeeps umsteigen. Nach einer 15-minütigen Fahrt erreichen wir Dead Vlei. 1,5 h wandern wir die Düne rauf, sausen wie Surfer den Sand hinunter und schießen noch ein paar Fotos im Dead Vlei. Die Jeeps sammeln uns wieder ein und fahren uns noch zur Big Mama Düne. Zum Sonnenuntergang erstrahlen die Dünen mit tollen Schatten ... eine Augenweide! Wir müssen vor Sonnenuntergang (aktuell 17.20 Uhr) wieder das Gelände verlassen, also 60 km retour. Mit dem letzten Sonnenlicht erreichen wir wieder die Mirage Lodge. Ein zweites wunderbares 5-Gänge-Menü wird serviert, mit afrikanischer Showeinlage von den Angestellten. Jetzt waren sogar mal Zebras am Wasserloch. Und wieder ein unglaublicher Sternenhimmel mit dem Kreuz des Südens.

Dienstag, 31. Mai
Mit Werner unternehmen noch 3 von uns gleich früh eine Ballonfahrt am Rande der Wüste, mit Luxusfrühstück, für 300,00 Euro. Ein nicht ganz günstiges Spektakel, aber sie sind begeistert. Wir starten um 10.00 Uhr Richtung Solitaire. Solitaire besteht aus einer berühmten Bäckerei in der es Apfelkuchen gibt und einen kleinen Laden. Nicht zu vergessen die Oldtimer am Straßenrand umrahmt von Kakteen. In den Bäumen hören wir Rosenköpfchenpapageien und im Gelände treiben Erdhörnchen ihr Unwesen. Neben der Straße entdecken wir Oryxe, Strauße und Böckchen und endlich auch mal Zebras. Um 15.00 Uhr erreichen wir unsere nächste Lodge - Rostock Ritz. Ein Traum! Hier waren wir schon einmal. Ein Pool mit fantastischem Blick über die Wüste und ein total super eingezäuntes Gehege für Erdmännchen. Ich könnte den pusierlichen Tierchen stundenlang beim Graben zuschauen. Die Zimmer sind Iglus aus Schiefer und Stein. Der Sonnenuntergang um 17.20 Uhr ist wieder phänomenal und es glüht nach am Himmel. Um 19.00 Uhr, nach einer Chillrunde am Pool, treffen wir uns wieder zum Dinner. Fish oder Game Drive? Das ist heute die Frage. In der Nacht habe ich einmal das Gefühl ein Oryx steht direkt vor der Tür.

Mittwoch, 1. Juni
Gigantischer Sonnenaufgang im Nichts. Selbst die Erdmännchen peilen die ersten Sonnenstrahlen an und Zebras nähern sich dem Wasserloch. Alle Iglus haben Blick zum Wasserloch. Bei der Ausfahrt früh um 8.00 Uhr können wir ein paar gigantische Zebrabilder schießen. Wir passieren erst den Gaub Canyon, dann den viel größeren Kuiseb Canyon. Dort sehen wir immer wieder tolle Steinformationen. Außerdem sehen wir immer mal wieder im gefühlten Nichts Strauße, Oryxe oder Zebras. Gegen Mittag erreichen wir Walvis Bay.

Um 12.30 Uhr unternehmen wir eine Bootstour mit der "Blue Sera". Das Meer in der Lagune ist spiegelglatt und der Wind kommt vom Land. Beste Bedingungen! Eine Robbe sitzt schon im Boot, verschlingt ein paar Fische und lässt sich fotografieren. Nach 20 min sehen wir vereinzelt Seehunde. Dann erreichen wir eine Sandbank mit unzähligen Robben, sowohl zu Wasser, als auch an Land. Man hört sie und sie spielen im Wasser. Sensationell! Vor unserem Katamaran schwimmen dann auch noch Delfine. Es ist der Wahnsinn! Wie im Meereskindergarten. Seehunde springen und Delfine erfreuen sich daran vor dem Katamaran her zu surfen. Ein paar rote Quallen gibt es auch noch. Ab und zu ein paar Kormorane und Möwen. Außerdem fahren wir an Austernbänken vorbei und dürfen diese natürlich auch probieren. Getränke und Snacks sind inklusive, ein toller Ausflug. Exclusiv für unsere Gruppe.

Um 15.00 Uhr kommen wir zurück und besuchen noch den Flamingostrand in Walvis Bay. Es sind gefühlte hunderte, ein unglaubliches Szenario. Ich könnte stundenlang hier sitzen. Wir fahren zur nächsten Unterkunft, dem Sand Hotel in Swakopmund, dicht am Meer. Von dort ist man zu Fuß in 15 min im Zentrum von Swakopmund. Allerdings sind um 17.00 Uhr die Gehsteige nahezu hoch geklappt. Abendessen gibt es heute im Szenerestaurant "The Tig", 10 min von uns weg, direkt am Meer, vor dem Pier. Es ist ein altes Schiffswrack zum Restaurant umgebaut. Tolle Location, lecker Essen!!!

Donnerstag, 2. Juni
Heute folgt nach einem leckeren Essen mein persönliches Highlight. Tommy holt uns um 8.00 Uhr mit 2 geschlossenen Jeeps ab. Wir fahren in die Dünen von Swakopmund und erleben die Living Desert Tour auf der Suche nach den small five animals. Tommy ist der Urvater dieser Wüstentour, also ein echtes Original. Zunächst lässt er die Luft aus den Reifen und dann kann die Suche los gehen. Nach einem kurzen Stück halten wir an und er zeigt uns eine Stelle im Sand und meint: "Hier seht ihr die Augen der Schlange". Natürlich sehen wir sie erst einmal nicht, aber dann greift er sie mit einem speziellen Stock und tatsächlich ... sie schlängelt sich dann über den Sand ... eine ca. 30 cm kleine Sandviper. Sehr beeindruckend! Beim nächsten Stopp gräbt Tommy einen total schönen durchsichtig bunten Gekko aus dem Sand. Es ist der Wahnsinn. Er hat's echt drauf. Als nächstes entdecken wir ein Chamäleon beim Sonnenbaden. Es folgt ein Babychamäleon und noch ein weiteres größeres Exemplar. Einen anderen Gekko greift er ab, als er die Dünen hinaufrennt. Eine kleine Blindschleiche muss auch noch ihr Sonnenbad unterbrechen und immer wieder sehen wir gigantische Sanddünen, mal mit dunklen Stellen oben drauf, mal mit weißem Gips. Mit einem großen Magneten zieht Tommy die schwarzen Eisenstückchen an. Der hat vielleicht Ideen ...! Auf einen Pfennigstrauch gießt er auf eine trockene Blüte Wasser und die Blüte faltet sich zusammen. Wir düsen die Dünen rauf und runter und dürfen auch mal rutschen. Beim Rutschen entstehen seltsame Geräusche. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Um 13.30 Uhr sind wir wieder am Jeep.

Danach macht Jamaica mit uns eine kleine Stadtrundfahrt. Danach haben wir 1 h Freizeit zum Shoppen. 130 km müssen wir noch gen Cape Cross fahren. An einem alten Schiffswrack machen wir noch einmal einen Fotostopp, bevor uns die ausgezeichnete Salzstraße entlang der Wüste nach Cape Cross bringt. In der gleichnamigen Lodge verbringen wir eine Nacht. Alle Zimmer haben Meerblick. Die Dünung und die Wellen zum Sonnenuntergang sind gigantisch. Essen ist lecker ... Ochsenschwanz oder Fisch.

Freitag, 3. Juni
Um 8.00 Uhr geht es wieder los. Ein paar Minuten von der Cape Cross Lodge entfernt lebt eine gigantische Kolonie Seerobben. Ca. 150.000 Tiere liegen hautnah vor uns und müffeln vor sich hin. Der Geruch ist ätzend. Die Robben haben schon fast den ganzen Besuchersteg erklommen. Eigentlich sollen die Besucher über einen Holzsteg durch die Kolonie hindurch laufen. Die Robben haben aber auch schon die andere Seite des Stegs erklommen und liegen überall herum. Selbst die eine Seite des Stegs haben sie in Beschlag genommen. Robben wohin das Auge reicht. An Land, zu Wasser, schlafend, säugend, hüpfend, dösend, eine ziemliche Unruhe herrscht vor. So nah kommt man sonst nicht an Robben ran.

Unsere Fahrt führt weiter durch den Skeleton Coast National Park gen Palmwag. Verschiedene Wüsten wechseln sich ab. Mal Sanddünen, mal komplett trostlos. Viele bizarre Steine liegen herum, oft wie kleine Sandrosen. Gen Landesinnern wird die Umgebung wieder spannender. Rote Berge, unzählige rote Steine. Das letzte Stück Straße ist nervig und schlecht. Die Salzstraße an der Küste entlang war dagegen voll entspannend. Am Straßenrand können wir 2 Giraffen entdecken, bevor wir kurz vor Sonnenuntergang Palmwag erreichen. Die Lodge ist uns von unserer ersten Namibiafahrt noch in guter Erinnerung. Die Palmenoase ist der Hit! Das Essen bekommen wir im Freien serviert und wir können bei angenehmen Nachttemperaturen gut schlafen. Werner entdeckt in der Nacht vor dem Restaurant im Schilf 2 Stachelschweine.

Samstag, 4. Juni
6.00 Uhr aufstehen. Eine bunte Vogelschar erfreut uns beim Frühstück. Rosenköpfchen schwirren lautstark durch die Palmen. Glanzstare präsentieren sich und allerlei Vogelstimmen sind zu hören. Um 7.00 Uhr starten wir in 2 offenen Jeeps unseren Game Drive. Zuerst sehen wir nur rote Steine und giftige Büsche (Wolfsmilchgewächse), die man noch nicht einmal berühren sollte. Die erste Stunde sehen wir nur tolle Landschaft, aber keine wilden Tiere. Dann wird es zunehmend lebhafter ... 2 Strauße, 3 Oryxe, ein paar Zebras, Böckchen, ein Erdhörnchen und zu unser aller Glück 3 Wüstenelefanten ganz nah. Gegen 12.30 Uhr sind wir zurück und können den "Hauselefanten" kurz sehen. Es sind immer noch ganz viele Vögel um die Lodge herum unterwegs und Gekkos mit gelben Köpfen. Auch ein Erdhörnchen und ein kleiner Squirrel treiben ihr Unwesen. Um 16.00 Uhr unternehmen wir eine kleine Wanderung den Hügel hinauf und sehen von Weitem den Papa unseres Hauselefanten. Tolle Aussicht! Zum Sonnenuntergang steht er dann 100 m vom Restaurant entfernt und grast friedlich. Es gibt wieder leckeres Essen im Restaurant, im Freien und Malawi Cocktail (Ginger Ale, Tonic und Angostura Bitter). Auch an Rock Shandy haben wir uns gewöhnt ... (Sprite, Wasser und ein paar Tropfen Angostura Bitter).

Sonntag, 5. Juni
Um 8.00 Uhr verlassen wir Palmwag. Am frühen Morgen waren wieder richtig viele Vögel zu sehen und Werner hat in der Nacht eine Ginsterkatze über den Rasen huschen sehen. Wir fahren Richtung Kamanjab. Ab und zu ist links und rechts der Straße Wildwechsel zu sehen. Wir brauchen, obwohl wir zügig die schlechte Straße entlang fahren, bis 11.00 Uhr bis wir am Himbadorf ankommen. Jaco Burger hat eine Himba geheiratet und er 2 Himbafamilien auf seinem Farmgelände den Aufenthalt. Diese 2 Familien kann man besuchen und sehen wie sie traditionell leben. Die Himbas wohnen in Lehmhütten, daneben ist ein Kraal mit Ziegen. Die Frauen pudern sich die Haut rot und haben lange Haare die mit Lehm verklebt sind. Sehr strange für uns. Wir kriegen ein paar Sachen erklärt und können ein paar Souvenirs erstehen.

Nach einem kurzen Picknick und nochmals 1 h Weiterfahrt erreichen wir im unbekannten Westen des Etosha National Parks das Galton Gate. Zunächst sehen wir nur ein paar Böckchen und viele Zebras. Mal eine Giraffe, mal Oryx. Erst um 16.30 Uhr erreichen wir das Dolomite Camp. Es liegt genial auf einem Hügel im Park. Wir lassen unsere Koffer im Truck und haben für eine Nacht nur das Nötigste im Handgepäck. Mit einem Geländewagen werden wir den Berg hoch gefahren. Es gibt keine Zäune. Die verschiedenen Zelte sind gefühlte 100 m auseinander. Wir haben Nummer 6 mit tollem Sonnenuntergangsblick. Auf halbem Weg zum Wasserloch - Ausblick bei Zelt Nummer 13. Leider haben sie noch keine vernünftige Aussichtsplattform zum Wasserloch hin. Über spitze Steine kann man einen Blick erhaschen. Die Aussicht ist mega. Man sieht von oben Elefantenherden, Giraffen, sogar Oryxe. Aber trotz dass die Anlage neu und staatlich ist, ist nicht alles gut in Schuss. Es gibt aber sogar einen Infinitypool. Das Abendessen ist gut ... Oryx und scharfe Bohnensuppe. Der Sternenhimmel ist natürlich wieder fantastisch.

Montag, 6. Juni
Um 7.30 Uhr verlassen wir nach dem Frühstück das Camp. Am Morgen schlafen noch alle Klippschliefer, die wir tags zuvor auf dem Weg zum Wasserlochausblick gesichtet haben. Unser Wasserloch ist gut besucht. Wolfgang hat von der Lodge aus Löwen in der Ferne jagen gesehen. Unser Fahrer Jamaica hat ein Nashorn passieren sehen. Am Wasserloch sind Zebras, Oryxe und Gnus ... die üblichen Verdächtigen. Eigentlich immer, auch an den nächsten Wasserlöchern, gut besuchte Szenerien. Viele verschiedene Tierarten zusammen. Am letzten Wasserloch vor Okaukuejo trinken Warzenschweine, Giraffen, Oryxe, Perlhühner, unzählige Zebras und 1 Elefant. Die Straße ist leider unglaublich rüttelig, so dass wir ziemlich fertig sind, bis wir in Okaukuejo ankommen. Es gibt nur einen öffentlichen Toilettenstopp bis dorthin. Wir bekommen dankenswerter Weise Waterhole Bungalows im Okaukuejo Camp. Wir haben die Nummer 10 und auch Bungalow Nummer 9 ist grandios. Um ein großes künstliches Wasserloch gibt es Bänke und man kann von dort aus ungestört die Tiere beobachten. Als wir gegen 17.00 Uhr ankommen tut sich erst einmal gar nichts. Dann kommen 3 Elefanten, danach Zebras.

Um 19.00 Uhr gibt es Buffet, ganz leckerer Springbock. Als wir um 20.30 Uhr zurück laufen, trifft uns fast der Schlag ... 25 Elefanten, 5 Nashörner und 5 Giraffen sind am Wasserloch. Bis 23.00 Uhr beobachten wir die Tiere. Es ist magisch!

Dienstag, 7. Juni
Wir verlassen unsere Lodge um 7.00 Uhr früh. Es ist nur 1 Elefant am Wasserloch. Wir fahren die Salzpfanne entlang von Okaukuejo Richtung Okondeka. Hier liegen 2 Löwen - Männlein und Weiblein. Nach unzähligen, kleinen, trockenen Büschen, ca. 1 km vom Okondeka Wasserloch entdecken, entdecken wir ihre Majestät "The Lion King" mustergültig auf einer Anhöhe in der Sonne. Der Wind bläst durch seine Mähne und er blickt auf sein Land. Wir beobachten ihn wie er über die Ebene schreitet, bestimmt 2 km lang, bis er sich wieder würdevoll auf einer neuen Anhöhe bettet.

Heute ist es bewölkt und die Luft ist sandig. Ungewöhnlich viele Wolken. Die Sicht ist durch den vielen Staub mäßig. Also machen wir einen Pippistopp in Okaukuejo und schauen noch einmal an das Wasserloch dort. Mittags ist Böckchen-Badetag. Dann grasen wir noch ein paar Wasserlöcher um Okaukuejo ab. Nebrownii istganz nett. Am Olifantsbad erleben wir eine Überraschung ... eigentlich sind wir schon über die Herde Kudus, die wir hier sehen, beglückt und außerdem entdecken wir einen Schlangenkopfadler am Ufer. Dann kommt wie aus dem Nichts der erste Elefant, der zweite, der dritte ... insgesamt erscheinen 9 Riesen. Wir beobachten das muntere Treiben, wie sie genüsslich Wasser saufen und sich mit Wasser bespritzen. Unglaublicherweise kommt dann die nächste Herde mit einem Babyelefanten. Während die erste Herde davon trottet, fangen die nächsten zu baden an. Der Kleine ist zum Knutschen. Er planscht und rutscht aus, dann rennt er 100 m auf seinen großen Bruder zu. Wir haben viel Spaß.

Dann machen wir unsere letzte Pause, wieder am Okaukuejo Wasserloch. Wir können die letzten beiden badenden Elefanten beobachten. Im Gelände am Pool dürfen wir noch Erdhörnchen bestaunen und ein Wiedehopf hüpft auch auf dem grünen Rasen herum. Außerdem können wir den Rotbauchwürger in voller Sonne ablichten. Das Rot ist ultra. Auf der nun geteerten Straße verlassen wir Okaukuejo Richtung Anderson Gate. Einen Leopard haben wir leider nicht gefunden, aber es war trotzdem magisch.

Um 17.00 Uhr erreichen wir die Toshari Lodge, die 25 km vom Tor entfernt liegt. Eine traumhafte, sehr gepflegte Anlage. Tolle Steine, tolle große Zimmer. Zeit zum Chillen. Das Abendessen vom Buffet ist ohne Worte. Der Koch grillt à la minute Steaks vom Zebra, Oryx oder Springbock. Es gibt Süßkartoffeln, lecker Salat, ein Traum! Gut dass wir das Mittagessen gestrichen haben. Als krönenden Abschluss singen die Bediensteten der Lodge noch für uns und alle haben mächtig Spaß dabei. Sie haben außerdem 2 Feuerkörbe und wir sitzen zum ersten Mal ums Feuer. Seit 4 Wochen füttern die Lodgebesitzer Stachelschweine. Bis 22.00 Uhr habe ich gewartet. Dann ging in der Anlage schlagartig das Licht aus und um 22.30 Uhr kam tatsächlich das erste Stachelschwein. Aber ohne Mondlicht keine Chance! Die Betten waren groß und kuschelig.

Mittwoch, 8. Juni
Früh habe ich eine leere Amarula Gold Flasche mit unterschiedlichen Sandproben gefüllt. Aufbruch ist heute erst um 10.00 Uhr, so dass wir in aller Ruhe frühstücken und die tolle Atmosphäre genießen können. Über der Rezeption hängt ein gigantisches "Zebraherde am Wasserloch" - Bild. Genau mein Ding! Die Toilettentüren tragen ein Löwinnen- und ein Löwenmännchenbild. Der Speisesaal ist zum ersten Mal hell. Meistens sieht man in vielen Lodges nicht was man isst. Zu meiner Freude kann ich dann noch einen Rüppelspapagei im Baum entdecken. Klaus-Dieter verfolgt ihn und schießt ein super Bild. Echt cool! Wir fahren ca. 1 h bis Outjo. Am Straßenrand tauchen immer wieder gigantische Termitenhügel auf. Outjo ist einen Stopp wert. Die Bäckerei ist inzwischen neu gebaut und hat neben leckeren Kuchen auch günstiges, gutes Biltong. Gegenüber ist ein "Beer Garden", auch ganz nett. Es gibt einen interessanten "Gems"-Shop: Steine, Schmuck und T-Shirts. Außerdem befindet sich auf der Straßenseite der Bäckerei, ca. 200 m entfernt, ein toller Souvenirshop. Bei einem Zebrashirt kann ich nicht wiederstehen. Das Beste ist, sie verpacken alles liebevoll in mit afrikanischen Tiermotiven bedruckten Papiertüten und verschließen diese mit einem Stachelschweindorn! Gegenüber gibt es Leder und typisch afrikanische Kleidung.

Wir fahren Otjiwarongo bis zur Otjiwa Lodge. Hier dürfen wir unsere letzte Nacht verbringen. Die Lodge ist jetzt viel gefälliger als früher. Die ganzen Jagdtrophäen sind verschwunden, dafür hallt es sehr im Speiseraum. Das Essen ist mäßig. Warm gehaltenes Steak, anstatt frisch serviert. Die Zimmer sind dafür sehr schön. Wir haben Nummer 5 mit Ausblick auf 2 große Wasserlöcher mit vielen Vögeln. Ein absolutes Muss ist der Game Drive für 300 Namibische Dollars. 15.00 - 17.30 Uhr. Auf dem Gelände der Lodge gibt es aktuell 16 Nashörner, von denen wir sage und schreibe 7 gesehen haben, 3 davon, eine Familie, vor der untergehenden Sonne, wieder ein magischer Moment. Giraffen präsentieren sich im perfekten Licht. Und hier gibt es nach wie vor in einem Hochsicherheitstrakt Rappen und Pferdeantilopen, ganz edle Tiere, die gerne von Scheichs gekauft werden. 2 h, die einen gelungenen Abschluss der Reise bilden. Da stört dann auch das traurige Ambiente zum Abendessen nicht mehr. Aber die Crew singt wieder ganz tolle afrikanische Lieder für uns. Amarula, Amarula ...

Donnerstag, 9. Juni
Game over! Begleitet vom Rotbauchwürger und dem türkisfarbenen Spatz frühstücken wir im Freien und können die Vögel beim Trinken am Wasserloch beobachten. Um 8.30 Uhr starten wir Richtung Windhuk. Am Holzschnitzermarkt in Okahandja bestaunen wir die geschnitzten Kunstwerke aus Holz. Die letzten Namibdollars investieren wir dann am Craft Market in Windhuk. Von den Meteoritensteinen in der City bis Craft Market gehen wir ca. 20 min zu Fuß. Dort gibt es alles, Kunsthandwerk, T-Shirts etc., alles was Namibia zu bieten hat. In Joe's Beer House, einer Institution in Windhuk, verzehren wir genüsslich unser letztes Kudusteak. Klaus-Dieter und Heike liefern wir noch im Tule Hotel ab. Dann heißt es bye bye Africa. Der Flughafen ist übersichtlich, wir sind der letzte und einzige Flug abends um 20.30 Uhr. Es gibt ein paar nette Souvenirshops vor und nach dem Handypick. Es geht pünktlich los. Zum Glück ist die Maschine nicht voll.

Afrika i'll come back!

Thanks to Jamaica and Birgit for the great journey!