Ein Reisebericht von:

Sabine

 

Windhuk-Otjiwarongo
9 h 15 min liegen hinter uns in der LTU dann betreten wir afrikanischen Boden.
Nach Kenia und Südafrika wollen wir endlich wieder Tiere gucken und sind heiß auf Wüste. Nach der Landung um 07.30 Uhr (keinerlei Zeitverschiebung) bis zum Mietwagen einschließlich Gepäck abholen, Geld tauschen, Briefmarken erstehen, gehen wir schon nach sensationellen 60 min auf die Piste mit unserem roten Flitzer. Wir haben uns für ein normales Auto entschieden, einen Nissan TIDA, keinen Geländewagen. Draußen scheint die Sonne und es herrschen gefühlte 20 Grad, Herz was willst Du mehr. Der Flughafen befindet sich 30 km östlich von Windhuk, der Hauptstadt. Die wollen wir uns mal kurz anschauen und vor allem etwas Nahrung und Getränke einkaufen. Die Landschaft empfinden wir als sehr trocken und staubig.

Aber jetzt Ende September befinden wir uns auch am Ende der Trockenzeit. In Windhuk entdecken wir einen großen SPAR-Markt. Der Parkplatz wird von mehreren netten Afrikanern bewacht. Also lassen wir unser vollbepacktes Auto ruhigen Gewissens stehen und schauen mal was Namibia kulinarisches zu bieten hat. Es ist erstaunlich von der Leberwurst über Laugenbrezeln bis zum Nutella, es gibt alles. Wir entscheiden uns für 10 verschiedene Brötchen, welche einen Bruchteil kosten wie bei uns zuhause. Erdnussbutter, Aniszwieback und natürlich Wasser und Bier. Unsere erste Meinungsverschiedenheit haben wir als ich Servietten mit afrikanischen Motiven entdecke, hergestellt in Berlin und natürlich günstiger als bei uns. Sie landen im Wagen und Werner schüttelt nur den Kopf ...

Dann geht's endlich weiter Richtung Okahandja. Bei Wilhemstal verlassen wir die geteerte Straße und fahren nun Piste bis Omaruru. Werner hat gelesen, dass es hier "Dinosaur Footprints", Fußspuren im Fels von Dinosauriern, gibt. Also entrichten wir unseren Obulus von 20 Namib Dollar (2 Euro) und suchen die Spuren. Naja vom Hocker reißt es mich jetzt nicht. Auf der Fahrt jetzt am späten Nachmittag sehen wir immer zu Warzenschweine auf Nahrungssuche und lachen uns schlapp, wenn Sie mit hochaufgestelltem Schwanz davoneilen. Es geht weiter zur Otjibamba Lodge 3 km außerhalb von Otjiwarombo. Ich schließe Bungalow Nr. 19 (15-20 super) auf und bin sofort entzückt. Durch unser Panoramafenster entdecke ich draußen an der Wasserstelle Zebras, Giraffen und Gnus. Sofort gehe ich auf Erkundung. Die Tiere können sich auf dem Gelände der Lodge frei bewegen. Werner übt schon mal fotografieren.

Otjiwarongo-Etoscha
Sonnenaufgang 6.37 Uhr. Als Tierfreak heißt es früh aus den Federn, dafür gehen wir auch früh zu Bett. Draußen viel Vogelgezwitscher, blaue Stare und Webervögel. Außerdem trinken 4 Strauße am Wasserloch. Wir genießen unser erstes Frühstück. Nachdem wir noch einen Stecker für Namibia (auch wieder im SPAR-Markt) erstanden haben geht's weiter zum Hobameteoriten. Ein Stein aus Metall (Eisen, Nickel, Kobalt), der vom Himmel fiel. Angeblich der größte der Welt. Nun kann man ihn auf einem Farmgelände besichtigen. Die Vögel mit den hellblauen Federn, die herumschwirrten beeindrucken mich mehr, aber ich bin halt der Tierfreak. Hier gibt es einen kleinen Souvenirladen mit günstigen gekühlten Getränken.

Ein weiterer sehenswerter Stop auf dem Weg zum Etoscha Nationalpark ist der Lake Otjikoto.
Es ist der zweiteinzigste natürliche See Namibias, ein runder Kratersee. Natürlich kostet es etwas Eintritt. Die Farbe des Wassers ist genial. Wir können sogar die Maulbrüter entdecken.
In meinem Namibia Naturführer steht es gibt hier tolle Fische, die Ihre Brut im Maul haben, Maulbrüter eben. Im Krieg wurden Kanonen im See versenkt. Um den See herum tolle Vegetation mit schönen Bäumen und Kakteen und unzähligen Vögeln. Wir entdecken die ersten Tokos, die Tukane Afrikas. Ein kleiner Tierpark ist ebenso auf dem Gelände, aber wir wollen die ja alle in Freiheit im Etoscha entdecken, also weiter.

Nach weiteren 80 km biegen wir zur Mokuti Lodge ab, direkt am Eingang des Von Lindquist Tores. Zimmer Nr. 4, eine Familiensuite mit 5 Betten ist unser zuhause für die nächsten 3 Nächte. Auch einen Kühlschrank gibt's und Wasserkocher. Wir haben Pool- und Kuhantilopenblick. Das Rasenmähen besorgen hier hübsche Tiere, die zwischen den Gästen friedlich ihr Gras fressen.

Mir gefällts! Außerdem springen jede Menge Erdhörnchen, ähnlich unserer Eichhörnchen, über den Rasen. In den Bäumen wimmelt es von Vögeln, Tokos, sowohl mit gelben als auch roten Schnäbeln, Rotbauchwürger, Trauerdrongos und Webervögeln. Aber das meiste Spektakel veranstalten die Graulärmvögel. Werner nimmt ein Bad im Pool und ich gehe auf Fotopirsch. Wir vespern vor unserem Bungalow im Freien. Die Temperaturen sind sehr angenehm. Zum Glück von Moskitos kaum eine Spur. Wir bummeln durch die Anlage erspähen noch einen Perlkauz, Dik Diks (die kleinsten Böcke) und gehen mit einer Giraffe spazieren. Alles sehr aufregend, so habe ich mir das vorgestellt. Im Laden der Lodge kaufen wir einen Plan vom Etoschapark. Hier sind alle Wasserstellen gelistet und natürlich alle Tiere abgebildet mit Namen. Ein Muss für Parkbesucher.

1. Oktober Etosha Nationalpark
Am Ziel meiner Träume, definitiv ja. Wir gönnen uns ein kurzes Frühstück um 6.00 Uhr. Sonnenaufgang ist um 6.30 Uhr. Es ist erlaubt den Park von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu befahren, also los. Wir passieren die Eingangskontrolle. Nach 12 km erreichen wir das Fort Namutoni, eine von 3 Lodges im Park. Hier kann man auch übernachten bzw. Pause machen. Wir kaufen uns die Lizenz für 4 Tage und zahlen 530 Namib Dollar. 53 Euro finde ich erstaunlich günstig. Als erstes wollen wir das Adoni Wasserloch im Norden erkunden. Es ist erlaubt langsam auf der Piste zu fahren, aussteigen geht nicht oder nur einmal. Die Straßen sind alle geschottert und mehr oder weniger gut.
Jetzt am Ende der Trockenzeit soll die beste Zeit sein Tiere zu beobachten, da sie gezwungen sind die wenigen Wasserstellen aufzusuchen. Die Landschaft ist dürr und karg, kaum grün.
Wir entdecken die ersten Böckchen, eine Hyäne kreuzt die Straße und Giraffen. Unser erstes Wasserloch! Wir sind entzückt, Adoni befindet sich mitten in einer trockenen Pfanne mit spärlich Gras. Am Wasser, welches kaum zu sehen ist, herrscht reges Leben. Gnus, Zebras, Oryxantilopen, Strauße, Steinböcke (laut Etoshaführer heißen die hier auch so) Warzenschweine, alle wild verstreut um das Wasser. Hier können wir die Tiere super gut beobachten. Man kann sich das so vorstellen, wir sitzen im Auto quasi Käfig und die Tiere topsen ohne Scheu um uns herum. Aus der Ferne entdecken wir 10 Giraffen auf Ihrem Weg über die Ebene zum Wasserloch. Die Größe ist beeindruckend. Es ist einfach anders Tiere in Freiheit beobachten zu können. Wir fahren um die Fishers Pan, welche momentan ausgetrocknet ist, herum und entdecken Elefanten, natürlich auf dem Weg zum Twee Palms Wasserloch. Also rumdrehen und warten. Es ist herrlich mitanzusehen, wie sie da im Schlamm rummatschen. Unter einem Baum entdecken wir dösende Schakale. Ein Kiebitz, ein großer Laufvogel kreuzt den Weg. Gegen Mittag kehren wir zur Lodge zurück und halten erstmal Siesta. Werner erhält die Lektion, warum man sein Auto nicht unter einem Baum im Schatten parkt. Es ist nämlich absolut zugeschi.... Ein echter Tierfan begibt sich natürlich trotzdem am Nachmittag nochmals auf die Pirsch.

Koinachas und Chudop Wasserlöcher mit Elefanten und Zebras. Bei Kalkheuvel, dem Spot für Elefanten, sehen wir rein nichts außer den Hinterlassenschaften der Dickhäuter, was zumindest beweist, dass es sie gibt. Die Hauptstraße Richtung Halali erweist sich als sehr staubige Angelegenheit. Erst Springbokfontein und Bahia mitten in der Ebene sind besucht von vielen Tieren. In der Ferne erspähe ich eine Nashornmama mit Ihrem Nachwuchs. Wir fahren so, dass sie vor unseren Augen die Straße kreuzen. Atemberaubend und selten genug dieser Anblick. Da ist der Sekretär nur noch Nebensache. Den Toilettenstop an den eingezäunten Flächen sollte man sich besser verkneifen, aber es soll auch hier mächtig renoviert werden. Vor allem gefallen mir die vielen Oryxe = Spießböcke mit ihrem tollen Muster, aber auch die Kudus sind imposant. Alles in allem ein sehr aufregender Tag.

Wieder Etosha (oder wie aus einem Zebratag ein Leopardentag wurde)
Ich brauche nicht zu erwähnen, wann unser Tag begann, aber wenn man sich gegen 21.00 Uhr zur Ruhe bettet, kann man auch gegen 6.00 Uhr aufstehen. Wir entscheiden uns für die Fishers Pan in anderer Richtung. Dort haben andere Gäste tags zuvor Früh Löwen beobachtet.
Wir werden von unzähligen Oryxen und dann Zebras begrüßt. Unglaublich diese Streifen und doch bei jedem Tier anders. Sie grasen einfach neben uns ungestört. Also nix mit Löwe hier.
Klein Okevi, gestern noch verwaist, heute sensationell. Am Wasserloch herrscht hier Ordnung.
Erst trinken die Böcke, dann die Oryxe, anschließend taucht eine Herde Zebras auf. Eins nach dem anderen und es trinken alle paralell. Ein Bild für die Götter, ich dachte immer nur dass ist getürkt, aber es ist real. Genauso schnell wie sie angetrabt sind, sind sie auch wieder verschwunden. Wir schauen uns Namutoni mal näher an, die Toiletten hier sind nagelneu und alles hier ist super hergerichtet. Wir besteigen die Burg und schauen zum Wasserloch. Es gibt auch einen anderen Ausguck. Hier kann man toll im Park übernachten und immer mal wieder Tiere gucken. Dann ein highlight, aus der Ferne entdecke ich einen Löwen bei Klein Namutoni. Einer von hundert hätte den gesehen, aber das ist mein Resort. Das Wasserloch war voller Kudus, Impalas etc. Diese stoben wild auseinander als die Löwin nahte und trank.
Dann schritt sie wieder gemächlich von dannen. Hier waren sehr viele Tiere zum Wasserloch am Morgen unterwegs. Break am Mittag. Wir haben uns den Reptilienpark an der Lodge angeschaut. Für Schlangenlover ganz nett, tolle Gehege. Einen trail gibt es auch, der lohnt sicher auch am Morgen zu Fuß erkundet zu werden. Jetzt am Nachmittag war das Gelände wie leergefegt. Also lieber wieder in den Park. Aber auch im Park ist es am Nachmittag ruhiger.
Wir amüsieren uns über eine Schar Perlhühner, die sind auch voll lustig. Auch Giraffen schauen immer wieder mal aus dem Gebüsch. Werner gibt nicht auf. Kurz vor Sonnenuntergang schleicht ein Leopard über die Straße bei Klein Namutoni. Wem da das Herz nicht aufgeht, dem ist nicht zu helfen. So ein schönes Tier und dann live vor uns, was für ein Tag. Zur Feier des Tages haben wir uns in der Lodge das Buffet unter freiem Himmel gegönnt. Aber ich schaue mir das Fleisch lieber lebend an, als dass ich es esse.

Etosha, Löwen- und Elefantentag
Wen die Tiergeschichten langweilen gehe weiter zu Vingerklip...
Aber wir machen weiter, Werner wünscht sich einen männlichen Löwen, ich habe ja bisher nur eine Löwin präsentiert.. Vor lauter Löwen am Wasserloch Klein Namutoni hätten wir sie beinahe nicht gesehen... Es ist halt noch früh. Wir fahren zu unserem Lieblingswasserloch und sehen nichts. Nicht ein Tier, wo tags zuvor ganze Herden unterwegs waren. Das hätte uns gleich verdächtig vorkommen müssen. Also wir stehen da 10 m vor der Wasserstelle, und da liegen sie mit einem erlegten Elefanten. Mindestens 6 erwachsene Tiere und so Teenagerjunge noch dazu und haben so um ihre Beute rumgelümmelt und einer hat am Wasser getrunken. Was wieder beweist, dass man immer in Ruhe die Umgebung mit dem Fernglas taxieren muss, um sich ein Bild zu verschaffen von der Lage. 1,5 h haben wir das Treiben beobachtet. Ewig viele Tiere standen in sicherem Abstand am Wasserloch und warteten, dass die Löwen abziehen. Wir unterbrechen unser Beobachten und fahren zurück.
Frühstück mal in Ruhe. Danach fahren wir vollbepackt weiter. Unser nächstes Ziel ist das Halalicamp im Etosha Park. Also wieder rein, natürlich bei den Löwen vorbei, die waren immer noch da, zogen sich aber abwechselnd unter die Bäume zurück. Immer noch kein männlicher Löwe, aber wir wollen nicht klagen. Wir checken im Zebrazimmer in Halali ein. Hier gibt es auch Kühlschrank und Wasserkocher, Zimmer ganz neu hergerichtet. Natürlich auch mit Moskitonetz. Nach kurzer Pause gehen wir zum hauseigenen Wasserloch, auf einer Art Steintribüne freie Sicht zum Wasserloch. Unglaublich! Ich zähle, sage und schreibe 28 badende Elefanten. Törö! Was für ein Glückstag heute. Man kann sie riechen und hören. Unvergesslich. Auch jede Menge anderer Tiere planschten mit. Nach einer Stunde traben sie gemütlich davon. Wir fahren zum Etosha Outlook. Eine riesige salzige trockene Ebene, vergleichbar mit Death Valley. Sonnenuntergang am Camp am Wasserloch, gänzlich ohne Tiere. Die anderen Besucher wollen nicht glauben, dass genau hier vor 3 h alles voller Elefanten und Tiere war. Das ist halt Glück oder Pech, es gibt keinen Stundenplan. Voller Stolz Zebra T-Shirt mit Stickerei 100 Jahre Etosha (die Feier war am 28.09.) erstanden.
Abends Kekse. Werner war in der Nacht nochmal am Wasser und hat zwei Honigdachse entdeckt.

Etoscha-Vingerklip
Aufbruch aus Etosha Richtung Okauejo Camp. Am hauseigenen Wasserloch war auch früh tote Hose. Rhino Drive war nur staubig, aber ohne Nashorn, Charitsaub trocken, Salvadora und Sueda ganz nett. Über Aus nach Olifantsbad, wohl nicht die richtige Tageszeit...Richtig was los ist bei Gemsbokvlate mit 4 Elefanten und Honigdachsen. Stop in Okauejo, sehr nette Unterkünfte W34 und W35 mit Blick aus 1. Stock des Bungalows zum Wasserloch. Hier viel Platz zum Gucken mit netten Sitzen und einer Tribüne. Zum Abschluss 16 Elefanten, Oryxe und Zebras. Hautnah und mit viel Törö... Leider habe ich hier keine Nacht gebucht. Aber bestimmt beim nächsten Mal. Auch ein toller Platz um Webervögel zu beobachten, die hier ein Nest für unzählige Vögel gebaut haben. Ein sehr ereignisreicher Abschluss, ciao Etosha.
Für Tierfreaks einzigartig. Spannend und unvergleichlich. Sicher leichter mit dem Entdecken der Tiere als im Krüger Park in Südafrika...
Unsere Fahrt geht weiter Richtung Outjo, dort Stop bei ausgezeichnetem Bäcker. Wir zweigen von der geteerten Straße ab Richtung Vingerklip. Imposant, Landschaft wie im Monument Valley. Tolle freistehende Bergmassive. Der berühmteste davon eben der Vingerklip, ein massiver freistehender Felsen. Wir schlafen eine Nacht in der Vingerklip Lodge. Sensationell gebaut, afrikanischer Stil in Perfektion mit Blick zum Klip. Wir kriegen das 3 a Elefantenzimmer. Blick zu kleiner Wassertränke inkl. und in die Weite des Landes.
Auf einem Felsen sind die Zimmer verteilt mit 2 Pools und netter Bar und Spa, der Wahnsinn.
Über Treppen steigen wir hinauf auf den Berg, hier gibt es noch ein schnuckeliges Restaurant.
Ich entdecke Rosenköpfchen, also freifliegende Papageien von der Terrasse aus und wir lassen uns unsere Knoblauchbrötchen gut schmecken. Nachts toll zum Sterne gucken.

Vingerklip-Palmvag
Zimmer 2 a und 2 b sind auch super, die haben einen tollen Baum vor dem Zimmer mit den Rosenköpfchen, die sich hier früh versammeln. Nach dem Sonnenaufgang hören wir etliche Vögel. Wir sind früh bei angenehmen Temperaturen die 1,3 km zum Vingerklip gelaufen. Der Weg dorthin ist sehr spannend, da der Stein immer näher kommt und spektakulärer wird. Die Fingerklippe ist ungefähr 35 m hoch und der Rest eines Tafelberges. Wir kraxeln bis zum Fuß des Felsens und freuen uns dann aufs Frühstück.
An der Tränke sind kurz vor unserer Abfahrt Paviane zu finden. Gegen 10.30 Uhr fahren wir weiter Richtung Khorixas über Schotterpisten und durch Farmgelände. Erster Stop beim Petrified Forest. Ein freundlicher Afrikaner deutet auf unseren platten Hinterreifen. Wir haben wohl bei dem Gerüttel irgendwo das Ventil verloren. Aber flugs kommen 2 Afrikaner zu Hilfe und helfen Werner beim Wechseln. Einer davon zeigt uns auf dem Rundgang die versteinerten Bäume. Das Gelände ist ca. 60 ha groß. Hier liegen roundabout 50 fossile Stämme. Gut lassen sich noch die Rinde und die Jahresringe erkennen. Die uralten Bäume sollen bei einer Flut entwurzelt und auf dieses Gelände gespült worden sein. Bedeckt mit Sand und Schlamm konnten sie nicht vermodern. Die Erosion führte dazu, dass sie nun versteinert sichtbar wurden. Auch können wir einige Welwitschias entdecken. Außerdem sonnt sich eine schöne Agame auf einem Stamm.
Weiter geht es zu einer Formation, die Orgelpfeifen genannt werden über eine holprige Straße. In einer Schlucht stehen hunderte von Basaltsäulen nebeneinander. Aus Zeitgründen fahren wir an den Felszeichnungen von Twyfelfontein vorbei. Wir haben kein Reserverad und die schlimmste Piste zur Palmvag Lodge noch vor uns. Die tolle Landschaft des Damaralandes entschädigt für das Geschaukel. Endlich an der Lodge werden wir von zwei Wüstenelefanten begrüßt, die direkt vor unserem Bungalow (Nr.8) genüsslich fressen. Auf dem riesigen Gelände der Lodge gibt es einige, der seltenen Elefanten und wir haben das Glück, sie hier hautnah erleben zu dürfen. Auch ein Wasserloch gibt es umrahmt von einzigartigen Palmen. Wir müssen unterschreiben, dass wir uns auf eigenes Risiko auf dem Gelände bewegen. Es gibt hier freilaufende Elefanten, wie wahr. Zum Abendessen gibt es ein Menü und ich genieße super lecker Fisch. In der Nacht kann ich kaum ein Auge zudrücken, ein Elefant mampft doch tatsächlich schmatzend sein Gras am Nachbarbungalow.

Palmvag
Ohne Zweifel, ich hatte keine Wahnvorstellungen die Hinterlassenschaft des Elefanten liegt ganz frisch vor der Tür des Nachbarbungalows. Wir genießen heute in aller Ruhe die Lodge und unser geräumiges helles Zimmer mit Elefantenhupe. Mit Blick zum Wasserloch schreibe ich meine 49 Postkarten. Es gibt superschöne Eidechsen, die Werner erspäht hat. Werner hat den Reifen reparieren lassen und wir unternehmen eine kurze Ausfahrt in die Berge. Wir erspähen Hartmann Bergzebras. Diese sind natürlich auch gestreift, aber haben mehr davon und auch die Füße sind gestreift. Zurück an der Lodge sind wir zum Wanderweg "trail" aufgebrochen. 8 km Rundweg. Wenn man sich gleich rechts hält kommt man zu einem Flusslauf (river walk). Es gibt hier auch Kudus, Oryxe und ganz nah auch die Zebras, aber scheuer als in Etosha. Man merkt, dass die Tiere früher gejagt worden sind. Nach dem Abendessen ist die Stimmung gespenstisch. Überall sind Tiere zu hören um das Wasserloch herum, aber sehen können wir sie nicht.

Palmvag-Swakopmund
Aufbruch am Morgen. Nochmals können wir Zebras neben der Straße beobachten. Tolle Bergformationen säumen unseren Weg. Dann erreichen wir den Skeleton National Park, zahlen unseren Obulus (170 Namiba Dollar) und sind in der Wüste. Was für tolle Farbenspiele von Sand! Auch Strauße sind hier daheim. Die Straße fordert Werners ganze Konzentration, da ab und zu Sandverwehungen die Piste unberechenbar machen. Einmal entdecken wir nahe am Meer einen Vogelschwarm mit tausenden von im Sand brütenden Seeschwalben. Wir stoppen und beim Nähern fliegen sie alle in den Himmel. Atemberaubend, so viele. Dann wechseln wir in den National West Coast Recreation Park. Bei der Ausfahrt wird notiert, dass wir den Park verlassen haben. Bessere Straße, aber die Umgebung ist nun karg und öde. Für umgerechnet 9 Euro dürfen wir uns am Cape Cross die Seelöwenkolonie anschauen, oder besser gesagt beschnuppern. Es sind Tausende, dazwischen ab und zu ein Schakal. Es stinkt nach altem Fisch, windet sehr und es herrscht rege Aufregung bei den Meeresbewohnern. 7 km vor Swakopmund erreichen wir das Beach Hotel. Ich bestehe auf ein Zimmer im ersten Stock mit Meerblick und uns verschlägt es fast den Atem, als wir das Southern Cross Zimmer betreten. Ein völlig geniales riesiges rundes Fenster erhellt den Raum, natürlich mit Blick vom Bett zum Meer. Im Bad stellen wir fest, dass wir die Luxussuite erhalten haben mit Panoramafenster über der Badewanne. Voll stylish, TV, Musikanlage, Kühlschrank. Bei heißem Kakao ein blubberndes Vollbad mit irrem Blick nach draußen...

Swakopmund, Welwitschia Drive
Nach dem besten Frühstück im ganzen Urlaub bestaunen wir unser Hotel von außen. Der Hotelier hat alles in Schiffsform gebaut. Überall mit diesen tollen runden Fenstern als Bullaugen. Auch das Frühstücksbuffet ist mit Schiffswracks dekoriert. Aber wir sind ja nicht zum faulenzen hier... Von der Stadt Swakopmund sind wir ebenso positiv überrascht. Mit seinen ca. 22.000 Einwohnern erhebt sich die Stadt wie eine Fata Morgana aus dem Sand der Namibwüste. Alles im Ort ist sehr gepflegt. Es gibt nette Lädchen, einen Leuchtturm und eine schöne Fußgängerzone. Wir besorgen uns unser Permit für den Welwitschia Drive (90 Namib Dollar) und versorgen uns in der SPAR mit frischen Lebensmitteln. Werner hasst Städte, also fahren wir wie geplant zur Mondlandschaft. Eine Piste hinterlässt wirklich den Eindruck man befindet sich auf einem anderen Planeten. Wir setzen die Fahrt fort bis zur berühmtesten Welwitschia. Diese Sukkulente ist ein botanisches Kuriosum, da sie in diesem Nichts überleben kann. Angeblich ist sie über 2.000 Jahre alt. Nach 4 h Wüstenfahrt fegt zum Glück für uns erst jetzt ein Sandsturm durch die Prärie. Zum Glück dürfen wir ja nochmal eine Nacht in unserem tollem Hotel genießen.

Swakopmund-Namib
Aufbruch Richtung Walvis Bay, dort sind wir ans Meer gefahren Richtung Naturschutzgebiet. Viele Flamingos tummeln sich hier im seichten Meer. Bei Plaatjes erleben wir farbenfrohe Salzpfannen. Supertolle Verspiegelungen der Sonne im Salz und ein pinker See. Garniert mit weißen Flamingos und schönen großen Möven. Nun geht's weiter Richtung Sossusvlei. Wir fahren wieder Schotterpiste. Neben der Strecke wird's steinig. Ab und zu ein Oryx oder Strauße. Der Kuiseb Canyon ist ganz nett. Je weiter wir fahren, desto mehr verwandelt sich die Umgebung. Es wird sandiger. Aus einem Kamel wird es bei näherem Betrachten zu einer Gruppe von 15 Dromedaren. Bei Solitaire an der Tankstelle fotografieren wir süße Erdmännchen. Wir verbringen die Nacht in der Namib Desert Lodge. Zum Glück habe ich alles vorgebucht. Hier gibt es zwar viele Zimmer, aber auch etliche Gruppen. Wir laufen bis zu den versteinerten Sandbergen an der Lodge. Toller roter leuchtender Sand, tolles Gras, viele Vögel. Wir begnügen uns mit Brot und Erdnussbutter. Das Restaurant ist zu voll mit Touris...

Namib-Sossusvlei
Beim Frühstück, die Auswahl ist für die Anzahl der Gäste mäßig, kann ich wieder Rosenköpfchen im Baum erspähen. Unser altes Brot auf dem Rasen hat eine Mäusefamilie angelockt, die die Nahrung hurtig in Ihrem Bau verstaut. Wir haben nur 60 km bis zur Sossusvlei Lodge. Preislich das edelste was ich uns gegönnt habe, also wollen wir mal früher anreisen. Unsere Edellodge befindet sich am Eingang der Namib. Also haben wir uns wieder ein permit (170 Namib Dollar) geholt. Die sollten hier wirklich mal einen Pass einführen für die ganzen Sehenswürdigkeiten. Wie angenehm, die 60 km Straße durch die Dünen ist geteert. Erst sind sie noch weiter weg und dann kommen Sie immer näher. Links und rechts der Straße leuchtend rote Sanddünen. Bei Düne 45 überkommt Werner der Bergsteigkoller und er beschließt um 11.00 Uhr Mittag hinaufzusteigen. Barfuß kämpfen wir uns hinauf, der Wind bläst abartig, Sand überall, 30 cm steigst du hoch und 20 rutschst du wieder hinunter. Blaue Käfer wetzen über den Sand. Warum auch immer, die der Wind nicht wegbläst?? Geil, muss man erlebt haben. Werner geht weiter und weiter, ich bin da eher faul... Wir fahren noch bis zum Ende der Teerstraße. Die letzten 5 km sind nur mit dem Allrad zu bewältigen, aber es gibt einen shuttle bis hinter. Wir beglücken eine Schar Vögel mit 10 Liter Wasser aus unserem Kanister und fahren erstmal zur Lodge. Das letzte Zelt ist unser. Wir duschen erstmal den Sand aus unseren Ohren, kurze Siesta und zum Sonnenuntergang wieder in den Park. Die Dünen sehen tatsächlich am Morgen oder Abend viel spektakulärer aus. Ein Shuttlebus bringt uns für umgerechnet 10 Euro p.P. bis ans Ende der Dünen. Toller roter Sand, super Licht, kein Wind mehr, Oryxe, aber auch entsprechend hot. Vor Sonnenuntergang müssen alle das Gelände wieder verlassen haben. Wir treffen einen VW Bus mit österreichischem Kennzeichen. Dann hatte ich einen Durchhänger. Das Abendessen war legendär. Ein Buffet vom Feinsten, Kerzenschein, alles im Freien. Der Patissier unglaublich. Nur die schweren Stühle knirschten zu sehr auf den Steinen. Und mir war nur elend... In der Nacht sorgt der Wind dafür, dass wir im Luxuszelt nicht zur Ruhe kommen.

Sossusvlei-Lüderitz, oder wir fliegen
Um 7.30 Uhr starten wir zu unserem 40 minütigen Rundflug mit einer Cessna über die Dünen. Das Licht ist perfekt. Kein Wind. Die Aussicht legendär. Dünen voller Licht und Schatten. Nur Werner und ich, und unser Pilot. Ich glaube Werner hat nur fotografiert. Dies ist auf jeden Fall sein Geld wert. Das Frühstück finde ich in der hochgerühmten Lodge nicht so berauschend. Wir düsen weiter Richtung Aus. 320 km Piste liegen vor uns. Ich posiere mit meinem Zebratuch und Zebrabrille natürlich vor einem Zebraschild. Werner hält den VW Bus an. Wir sind sicherlich manchmal verrückt, aber dann doch wieder total normal.
0 Das junge Pärchen ist in Wien gestartet und 3,5 Monate unterwegs quer durch Afrika im VW Bus ohne Allrad bis nach Kapstadt. Also, wenn die mit dem Bus den Sudan durchqueren, dann werden wir ja wohl die paar läppischen Kilometer Piste schaffen.
Das highlight von Aus ist ein neues Infocenter. Noch 110 km bis Lüderitz, aber jetzt mal wieder geteert. Trostlos. Mangels Fotomotiven macht Werner ein Dutzend Aufnahmen von einem eingefallenen Haus. 20 km vor Lüderitz links und rechts Diamantensperrgebiet. Wieder fühlen wir uns wie auf dem Mond. Für zwei Nächte buchen wir uns im Nest Hotel ein. Unser Zimmer (322) hat Blick auf die Felsenkirche. Sonst 08/15. Wir gönnen uns eine Sauna und beobachten Delfine.

Lüderitz, oder meine erste Schlange
Im Pinguin Restaurant erhalten wir ein ausgezeichnetes Frühstück. Gestärkt machen wir uns auf um die highlights von Lüderitz mit seinen ungefähr 9.000 Einwohnern zu erkunden. Ein paar bunte Häuser, hervorzuheben ist das Goerke Haus, eine nette übersichtliche waterfront, nichts aufregendes. Der Reiseführer empfiehlt Agate Beach, einen Achat Strand. Den muss ich mir natürlich anschauen und eintüten. Nette runde Sandkügelchen gespickt mit prächtigen lila Muscheln. Anschließend erkunden wir die Lüderitzbucht. Von der Griffith Bay aus schießt Werner tolle Bilder mit Flamingos und Stadt. Auch den Diaz Point mit dem Leuchtturm erreichen wir, aber der Wind haut uns fast um. Mit dem Fernglas erspähen wir Seelöwen am gegenüberliegenden Felsen. Am Halifax Point dann Blick auf eben Halifax. Dort lebt eine Pinguinkolonie. Wahnsinns Muscheln überall, meterhoch. Viel in lila. Und dann ist sie da!
Wir stapfen da um die Felsen herum bei orkanartigen Windböen und ich betrachte diese faszinierenden Muscheln, da fegt sie zwischen Werner und mir durch. Eine Schlange von vielleicht 40 cm Länge, lebendig und böse aus dem Gras schauend. In angemessener Entfernung fotografiert Werner die Hornviper. Mein Tierführer liegt ja weit weg im Auto und keiner weiß, ob giftig oder nicht...

Lüderitz-Fish River Canyon
Früh begrüßt uns die Sonne, kein Nebel oder Wind. Wir müssen zurück nach Aus. Auf der Teerstraße handeln wir uns den nächsten Platten ein. Der in Khorixas aufgezogene Reservereifen ist erledigt. Also wieder den reparierten Reifen drauf. In Aus besorgen wir uns ein Ersatzrad. Bei Seeheim biegen wir ab zum Fish River Canyon. Gute Sandstraße, aber sehr staubig. Unsere Wiener haben wir auch mehrfach wieder getroffen. Hier gibt es wieder Böckchen und Zebras zu entdecken neben der Straße. Am urigen Canyon Roadhouse tanken wir, und ein Plüschoryx findet neue Eltern... Wir checken in der Canyon Lodge ein. Malerisch gelegen zwischen großen weitverstreuten Felsmurmeln. Zimmer 27 ist unser, ganz am Ende der Anlage toll integriert in die Landschaft. In den Felsen tummeln sich Klippschliefer. Wir fahren zum Fish River View, nachdem wir den 24 h permit holen, natürlich... Werner ist nicht zufrieden mit dem Nachmittagslicht, aber der Blick in den Canyon ist o.k.. Wir nehmen am Sonnenuntergangswalk teil auf die Felsen rauf und genießen Savannah light (cidre aus Südafrika), und die untergehende Sonne. Zimmer Nr. 1 empfehle ich Pferdeliebhabern.

Fish River Canyon-Keetmanshoop
Nettes Frühstück. Klippschliefer heißen wohl so, weil sie auf den Felsen übernachten. Nochmal zum Lookout vom Fish River Canyon. Der Canyon ist bis zu 550 m tief aber manchmal bis zu 27 km breit. Er gilt als der zweitgrößte der Welt, nach dem Grand Canyon. Herr Mattenheimer ist nun mit dem Licht zufrieden. Wir fahren bis nach Ai-Ais durch eine landschaftlich ganz nette Strecke. Ai-Ais muss man meiner Meinung nach nicht gesehen haben.
Aber wer in den Thermalquellen baden möchte... Über Grünau geht's zurück. Nächstes Ziel: Keetmanshoop. Wir schmeißen unsere Sachen im Canyon Hotel raus und fahren weiter. Am Farmhouse holen wir uns die Genehmigung für den Giants Playground und den Köcherbaumwald. Ein gekennzeichneter Rundweg führt durch wilde Steinformationen, die aufeinander, nebeneinander, buntgemischt liegen. Zurück zum Köcherbaumwald, hier findet der Besucher nicht nur einen, sondern ca. 250 Bäume, die verstreut zwischen Granitbrocken stehen. Der Köcherbaum ist das Wahrzeichen Namibias. Eigentlich handelt es sich um eine Aloenart, die nur in Namibia vorkommt. Der Stamm leuchtet silbrig und golden. Im Juni blühen die älteren Bäume, aber auch so faszinieren uns diese eigenartigen Gewächse. Um 17.00 Uhr findet dann am angrenzenden Farmhaus die Fütterung der Raubtiere statt. Der Farmer hat momentan 4 Geparden, die er mit Klippschliefern füttert. Es ist sogar erlaubt, einen zu streicheln beim Fressen. In Freiheit werden die Geparden leider oft von Farmern gejagt, weil sie Schafe reißen. Lustiger finde ich aber die Kolonie Erdmännchen auf dem Farmgelände, die uns munter beobachten. Beim nächsten Mal werden wir hier in den Bungalows der Farm übernachten.

Keetmanshoop-Kalahari
Das Canyonhotel läd nicht zu längerem Verweilen ein. Frühstück und los. Keetmanshoop selbst muss auch nicht unbedingt besichtigt werden. Wir prügeln auf einer breiten Teerstraße Richtung Mariental. Abenteuerlustig wie wir sind machen wir einen Abstecher zum Finger Gottes, einem 1984 eingestürzten Vingerklip. Ganz nett, aber halt nicht mehr vorhanden.
Der Ort ist ganz hübsch. Wir wollen noch zum Hardap Dam. Wieder Eintritt, aber saumäßige Straßen. Vögel sind nicht viele da und der wild drive ist eigentlich nur für Allradfahrzeuge.
Wir finden leider keine Nashörner, nur das übliche. Die Schilder sind kaum lesbar und wir sind froh, als wir wieder zurück gefunden haben. Die nächste Lodge ruft. 56 km von Mariental auf einer guten Piste erreichen wir die Ausläufer der Kalahari. Nachdem wir das Eingangstor passiert haben, meint der nette Afrikaner nur "drive as fast as you can". Die letzten Kilometer zur Lodge sind Sandpiste. Für Werner kein Problem. Wir fliegen ein und kriegen wieder einen deluxe Bungalow. Hier wollen wir 3 Tage die Seele baumeln lassen.
Jeder Bungalow steht für sich im roten leuchtendem Kalaharisand. Unsere Lounge hat zwei dicke Sessel, ein edles Bett und alles voll afrikanisch. Mir gefällts. Licht und Platz. Traumhafter Sonnenuntergang. Es gibt im Rahmen unserer Halbpension ein 3-Gänge-Menü. Wir beobachten das Wasserloch und genießen mit zwei frisch angekommenen Deutschen das Abendessen. Die Getränke sind so günstig, dass das Savannah noch besser schmeckt. Nach wie vor können wir uns nicht sattsehen an den verschiedenen Böckchen an der Tränke. Auch zum Sternegucken ist es hier ideal.

Intu Africa Game Lodge
Die Sonne geht hinter uns auf. Natürlich stehen wir wieder zum Sonnenaufgang auf. Wir frühstücken in aller Gemütlichkeit und schauen in die Weite der Kalahari. Zum Programm gehört hier ein walk mit den bushmen. 2 Buschmänner, jeder einen Kopf kleiner als ich Zwerg, begleiten uns duch die Botanik. Wir erhalten diverse Erklärungen zu Bäumen und Sträuchern. Ein Mann vom Hotel übersetzt, die für uns sehr spannend klingende Sprache. Die Außentemperatur nähert sich gegen Mittag den 40 Grad und wir entspannen. Nachmittags kündigen die ersten Wolken das Ende der Trockenzeit an, aber der Himmel grollt nur ein wenig. Wir wandern etwas an den Dünenkämmen entlang. Es gibt viele Spuren im roten Sand. Außerdem hat Werner eine neue Aufgabe. Im Baum vor uns brütet ein ich denke Rotbauchwürger, mit leuchtend rotem Hals, den Zappelphilipp muss Werner fotografieren. Beim Abendessen gute Unterhaltung mit 4 neuen Gästen aus München. Sogar eine Giraffe kommt zum Trinken.

Intu Africa Game Lodge
Wir befinden uns auf ehemaligem Farmgelände. Nur die einheimischen Tiere werden nicht mehr gejagt und es gibt keine Rinder und Schafe mehr. Nach dem Frühstück unternehmen wir einen sogenannten Game Drive. Mit dem offenen Allradjeep fahren wir durch die Dünen und sichten mal, was auf dem Farmgelände alles kreucht und fleucht. Zebras, Oryxe, Giraffen, jede Menge Böckchen, eine Straußenfamilie mit chicks, noch etwas scheu, aber nett anzusehen.

Wir passieren ein extra eingezäuntes Gelände und hier kriegt Werner endlich seinen männlichen Löwen mit seinen Weibchen. Aber ist halt nicht so aufregend wie selbst entdecken. Ebenso zeigt uns der guide einen Leoparden auf seinem Schlafbaum, auch hoch eingezäunt. Unser Fahrer meint ganz lässig, die Partnerin sei ausgebüchst und über den Zaun gesprungen, na denn... Allerdings dürfen wir ein außerplanmäßiges highlight erleben. Beim Beobachten eines Nestes mit Webervögeln kam eine gelbe Schlange, eine Viper den Baum hinuntergehuscht. Das war fett! Die Landschaft ist faszinierend! Der rote Sand mit den typischen Grasbüschen. In der Salzpfanne treiben sich Gnus herum. Wir begutachten kurz das Suricat Camp mit seinen edlen Zelten, auch mit spektakulärem Pool. So langsam erholen wir uns richtig. Abends lecker Fisch und nicht mehr ganz so heiß...

Intu Africa Game Lodge-Windhuk
Ein Hornoryx verabschiedet uns vor Bungalow Nr. 11, wir hatten die 14. Auch diesmal haben wir die Sandpiste bis zum gate gemeistert. Dies Stück Afrika kann ich absolut empfehlen.
Noch kurze Schotterpiste, dann folgt eine sehenswerte gute Straße bis Kalkrand. Wir durchqueren alle paar hundert Meter die roten unberührten Sanddünen. Teils orange, teils rot schimmernd. Bis Windhuk ist es dann kein Problem mehr. Im Safari Hotel erleben wir dann leider zum Abschluss, dass Service nicht überall mehr angeboten wird. Wir erhalten das am weitesten vom Aufzug entfernte Zimmer, wollen wechseln und obwohl alle anderen Gäste noch nicht angereist sind geht das nicht. Der Kühlschrank geht auch erst nach nachfragen. Die Fernbedienung kommt nach Anrufen. Gut das Zimmer ist groß und sauber, aber 08/15. Am Wasserhahn verbrüht man sich, so heiß und heftig kommt das Wasser geschossen. Nach all der Weite und dem Licht nun ein Zimmer mit Fenster, ohne Balkon etc. Na ja wir erkunden mal Windhuk. Wir düsen die Independance Avenue herunter, macht einen ganz netten Eindruck. Die anderen Gäste, die wir in Intu kennengelernt hatten, hatten alle in der Villa Verdi gewohnt. Die schauen wir uns an. Hier wollte ich ja auch wohnen, war aber ausgebucht.
Hier könnte man es auch in Windhuk super aushalten. Parkplätze vor der Tür. Super grüner Garten mit liebevollen afrikanischen Details. Kleiner Pool, essen outside, wildromantisch. Wir kommen ja vielleicht wieder. Dann die Robert Mugave Avenue gefahren zur Christuskirche.
Diese leuchtet schön in der Abendsonne. Daneben steht das Reiterdenkmal.
Wieder eine voll warme Nacht, obwohl Werner Bedenken hatte wegen der hohen Lage Windhuks.

Windhuk
Wir stehlen unser Frühstück nach draußen, da wir nicht klimatisiert speisen möchten. Hier entdecken wir auch den Pool mit Blick oder Geräuschkulisse von der Straße. Auf zum shoppen. Wir bummeln die Independance Avenue entlang. Es gibt nette afrikanische Souvenirs, aber auch nicht ganz billig. Auch die Fußgängerzone ist sehr schön. Es gibt afrikanische Händler auch draußen, aber man wird nicht belästigt. Eine Holzperlhuhnfamilie habe ich mir in den Kopf gesetzt, ich finde nicht das Optimum, aber auch ganz o.k.. Ein Besuch am Bahnhof lohnt auch. Hier stehen lustige Lokomotiven. Nach einer kurzen Überlandfahrt kehren wir zum Hotel zurück. Es hilft nichts wir müssen packen.

Windhuk-München
Wir fahren mit dem Auto zum Flughafen. Ein toller Regenbogen verabschiedet uns bei Sonnenaufgang. Wir geben das Auto ab, checken ein und zum Glück reicht die Zeit nach der Kontrolle gerade noch für 2 Plüschtiere. Hier habe ich sie gefunden. Mein Zebra und mein Erdmännchen, born in africa.