Ein Reisebericht von:

Sabine

 

7.11. - 23.11.

Treffpunkt 13.45 Uhr, Gleis 6!

Zum 1. Mal funktioniert der Aufzug in Schweinfurt am Hauptbahnhof. Natürlich wird erstmal 10 min Verspätung angezeigt. Aber wir fahren ohne Umsteigen nach Frankfurt zum Hauptbahnhof, da der RE mehr Platz hat für Koffer als der ICE! Vom Hauptbahnhof sind wir 14 an der Zahl dann schnell am Flughafen. Vorher rufe ich am Hauptbahnhof unsere 2 "Neigschmeckten" an und frage ganz trocken wo sie sind! Dann kommt von Kurt schmerzfrei zurück "am South African Schalter ganz vorne: Der Flug ist gecancelt." Daraufhin ich " für Scherze habe ich jetzt keine Zeit, wir kommen gleich." Dann stand unsere Maschine tatsächlich nicht auf der Abflugtafel. Kein Scherz! Technisches Problem. Für Gruppen sollen wir an einen separaten Schalter! Eine wirklich dankenswerterweise ganz nette Dame von South African schaffte es nach zähen Verhandlungen uns auf die Äthiopien Airlines am selben Abend umzubuchen! So stiegen wir also nach 7 h in Addis Abeba um und alle waren zum 1. Mal auf äthiopischem Boden.

In Johannesburg hatten wir dann 2,5 h Zeit zum Umsteigen! Am Nachmittag um 15.00 Uhr landen wir glücklich in East London, haben 10 min später unsere Koffer und werden von Frauke unserem weiblichen Tourguide von Absolut herzlich empfangen!

Afrika es kann losgehen.

Nach circa 45 min bringt uns der Fahrer Chris mit unserem Panoramatruck zur Crawford Lodge am Meer bei East London. Nach einem leckeren Abendessen schlafen wir wie die Murmeltiere begleitet vom Meeresrauschen.


Am nächsten Tag geht die Sonne bereits um 05.30 Uhr auf. Wir genießen einen morgendlichen Strandspaziergang, schauen den Webervögeln beim Nestbau zu und starten gegen 11.30 Uhr unsere Tour gen Mpongo Game Reserve. Nach 30 min erreichen wir aber zuerst das Inkwerkwezi Game Reserve. Dort begrüßt uns ein zahmer Graupapagei.

Ein Sandwich, ein Drink und los geht's auf die 1. Pirschfahrt auf dem privaten Gelände der Lodge. Aufgeteilt auf 2 offene Safarifahrzeuge sehen wir erstmal nur grüne Büsche. Dann folgen die ersten Giraffen, Warzenschweine, ein paar Böckchen und es gelingt uns zwischen den ähnlich aussehenden Termitenhügel 2 Nashörner aufzuspüren. Aber ein besonderer Höhepunkt der Lodge sind 12 Löwen, darunter auch weiße! Diese sind auf dem Gelände großflächig eingezäunt und werden gefüttert. Wir können ganz nah ran fahren! Sie liegen ganz entspannt und wohlgenährt rum und spielen mit ihren Jungen. Herzklopfen!

Im Anschluss haben wir noch 1 h Fahrt nach Mpongo. Die Lodge hat am Eingang zur Linken Hasen und Ziegen, zur rechten Löwen eingezäunt. Allerdings haben diese Löwen hier ein überschaubares Gelände.

Die Zimmer sind im neuen Gebäude der Lodge. Wer auch immer das geplant hat, es ist alles ganz neu, gehört eingesperrt. Ein Quadrat. Bau im Nix, wie ein Gefängnis. Wir nennen es Fort Knox. Zum Abendessen werden wir ins gemütliche Haupthaus gefahren und erleben unser 1. Brei - Grillabend!


Am nächsten Morgen laufen wir zu Fuß übers Gelände zum Frühstück ins Freie an einen See. Etliche Strauße schwirren um uns rum und 3 Nyala Böckchen trinken am See.

Frauke und ich haben den Hotelmanager "Cosmos" beschwatzt, und so dürfen wir um 11.00 Uhr umziehen in die African Style Lodge auf den Berg. Auf der Fahrt dorthin in den landestypischen offenen Geländewagen erleben wir schon Giraffen hautnah auf dem Weg. Die Lodge ist ein Traum ... so muss Afrika sein! Geräumig, afrikanischer Stil. Warzenschweine kommen zum Grasen vor die Zimmer. Am Fluss daneben eifriges Vogelgezwitscher. Wir können einen Eisvogel in seiner vollen Federpracht (metallicblau glänzend) beim Fischen beobachten.
Die abendliche Pirschfahrt entschädigt uns wieder für alles. Wir sehen jede Menge Böckchen und Zebras, und bekommen einen leckeren Sundowner auf dem Berg. Die Löwen sind zwar nicht vorteilhaft eingesperrt, aber man versichert uns, dass auch hier das Gelände erweitert werden soll.

Das Abendessen ist wieder hervorragend. Und der Himmel spielt mit und wir können beim Lagerfeuer Sterne sehen.


Tags darauf geht es wieder den Berg runter zum Frühstück. Tschüß ihr Löwen.

Heute haben wir 350 km Fahrt bis zum Addo Elephant Park. Gegen 14.00 Uhr erreichen wir den Park und können 2 Elefanten am Wasserloch beobachten, während wir picknicken. Dann starten wir mit unserem Truck auf Pirschfahrt. Hier zeigt sich, dass unser Truck die richtige Wahl ist. Nichts als grüne Büsche weit und breit. Aber wir können locker drüberschauen und unsere Panoramafenster voll auskosten! Hier und da sehen wir mal ein Warzenschwein, ein paar Kudus, dann 2-3 Elefanten am Wasserloch. Und eine lebensmüde Schildkröte, die hinter den Elefanten am Wasserloch rumschleicht. Dann immer mal ein paar Elefantenärsche.

Als Höhepunkt der Pirschfahrt sind plötzlich ungefähr 10 Elefanten um den Truck herum, inklusive Baby. Ein Elefant war zum Greifen nah und wir konnten locker über alle Autos und Sprinter drüber schauen. Das war wieder einmal unvergesslich.

Die Zimmer im Addo Rest Camp sind wie Appartements, mit Kühlschrank, Eisschrank und Küchenzeile. Es gibt am Restaurant einen sehr guten Shop mit Souvenirs. Und wieder lecker Essen, sowohl abends als auch früh.


Frühmorgens machen wir unsere 2. Pirschfahrt im Addo, zum Glück im eigenen Fahrzeug. Erstens wegen der Sicht, zweitens ist es wärmer, wenn man nur bei Bedarf die Fenster aufreißt. Die Pirschfahrt dauert 2 h. Diesmal geht die Runde um Cards Rest (rechts auf der Karte) mit mehr Grasland. Wir sehen also mehr Zebras, Warzenschweine und sogar mal Erdmännchen! Der Höhepunkt der Tour, aber leider etwas weiter weg ... Büffel die Elanantilopen weggescheucht haben. Außerdem sehen wir 2 leere Schildkrötenpanzer und eine Harpyie (Greif).

Um 09.00 Uhr Aufbruch gen Tsitsikamma Nationalpark. Vorab legen wir einen Stopp an der Brücke über den Storms River ein. Dort an der Tankstelle gibt es übrigens Container zum Sortieren von Glas und Metall! Wir machen einen Rundgang über die Brücke und haben einen schönen Blick auf die Schlucht. Dort ist auch Biltongladen und und ein Souvenirshop und WCs.

Dann geht es weiter zum Tsitsikamma Nationalpark. Wir machen ein Picknick am Meer an den vorhandenen Picknickplätzen, wo es auch WCs gibt. Danach machen wir eine ca. 35-minütige Wanderung zu den 3 berühmten Hängebrücken. Wir laufen auf gut befestigten Wegen durch Primärwald, fast wie Urwald mit vielen Lianen. Zuerst geht man über eine große Hängebrücke, dann folgen 2 Kleine. Der Hin- und Rückweg ist in gut 1,5 h laufbar. Dort entdecken wir auch den 1. Klippschliefer entdeckt. Auch ein Souvenirshop darf hier nicht fehlen.

Wir fahren noch ca. 1 h die sogenannte Gardenroute entlang nach Plettenberg Bay. In der Schule hätte man uns eine 5 gegeben für Thema verfehlt. Es gibt keine Gärten, nur Wald! Und auch noch viel Schwarz und verbrannt von Waldbränden.


In Plett legen wir einen Fotostopp ein. Dann geht es weiter zur Waterfront nach Knysna. Wir verbringen 2 Nächte im Protea by Mariott Knysna direkt an der Waterfront. Super Lage, super Zimmer. Wir haben alle Meerblick auf die Yachten. Das Pool hat 30°. Unmittelbar nebenan fußläufig erreichbar Restaurants, Shops, Promenade, Bootsableger mit Ausflügen.

Zum Abendessen gehen wir in das Restaurant nebenan. Hier hängen lauter Geldscheine an den Wänden. Die Steaks und der Cheesecake sind sehr lecker, auch die Fischplatte!


Heute haben wir einen Tag Freizeit zum Bummeln. Es sind 10 min Fußweg in eine kleine Fußgängerzone. Es gibt ein paar authentische Händler mit Kunsthandwerk, Bildern und Schnitzereien in der Stadt. Super lecker Eiscafe und tolles (buntes) Ambiente ..., nicht zu verfehlen, da die Treppenstufen bunt angemalt sind. An der Waterfront befinden sich ca. 20 Souvenirshops, Bekleidungsläden und Läden für Schnickschnack ... absolut unproblematisch zu erreichen ... vom Pool raus ist Frau schon da.

Werner hat eine Bootsfahrt in die Lagune gemacht, die ganz nett war.

Das Abendessen genießen wir im Scirocco, 10 min Fahrt mit dem Truck. Sehr zu empfehlen zum Sonnenuntergang.


Die Weiterfahrt früh um 8.00 Uhr nach Oudtshoorn in die Kleine Karoo ist zunächst wenig spektakulär. Es gab viele Waldbrände entlang der Garden Route. Spektakulär, von der Fahrt her, war es meines Erachtens erst wieder über den Outeniqua Pass! Sagenhafte Gesteinsformationen!

Um 10.30 Uhr erreichen wir Oudtshoorn. Zunächst besichtigen wir die Cango Caves, Tropfsteinhöhlen. Erscheint wie Massentourismus. Wenn man seine Besichtigungstour nicht vorgebucht hat, muss man mit Wartezeiten rechnen. Im Besucherzentrum gibt es eine ausgezeichnete Touristeninfo mit zahlreichen Landkarten und Tipps für Unterkünfte und Unternehmungen. Außerdem gibt es einen großen Raum mit Erklärungen zu den Höhlen, einen Souvenirshop und ein Restaurant. Aber auch gefühlte 1.000 Gäste! Die einstündige Führung ist ganz nett und die Höhlen sind sehenswert.

Im Anschluss machen wir einen kleinen Stadtrundgang im gemütlichen Oudtshoorn. Die Jacarandabäume blühen in voller lila Pracht. Oudtshoorn ist wüstenähnlich und bietet ideale Bedingungen zur Straußenzucht. In der Umgebung gibt es Strauße jeglicher Größe im Freien auf den Farmen zu sehen. Auch Knoblauch wird angebaut.

Nach unserer Mittagspause fahren wir zu einer Straußenfarm und bekommen ein paar Informationen zur Straußenzucht. Wir sehen alle Altersstufen an Tieren und decken uns natürlich im Souvenirsshop mit Straußenfedernstaubwedel ein, die es in zahlreicher Auswahl gibt. Im Rasen der Farm tummeln sich zahlreiche Vögel, darunter auch ein Wiedehopf.

Dann geht's weiter zur nächsten Unterkunft, der "De Denn" Guestfarm auf ,natürlich, einer Straußenfarm. Individuelle, gemütliche Zimmer, mit Pferdestalltüren, laden für 2 Nächte zum Verweilen ein. Von unseren Fenstern aus ist ein umherstolzierendes Straußenpaar gut zu beobachten. Im Wasserbehälter der Straußee lassen sich auch gut Webervogel und orangene Vertreter der Vogelwelt beobachten. Man kann auch einen Spaziergang durch das Gelände der Farm zu den Straußen Unternehmen.

Zum Abendessen gibt's Straußensteak, sehr lecker!


Früh um 04.45 Uhr brechen wir mit unserem Truck auf zu einer neuen Erfahrung ... Erdmännchenbeobachtung! Für 38,00 Euro pro Person nicht ganz billig, aber wir wagen das Experiment. Leider ist der Himmel etwas bedeckt, so dass wir das Kreuz des Südens nicht gleich auch noch beobachten können.

Chris bringt uns mit dem Truck zum Treffpunkt, von dort fahren wir in die Wüste und stoppen im Nirgendwo. Nach einem Kaffee ruft der Sonnenaufgang und wir spazieren bei Dämmerung 500 m in dem Busch. Dort positionieren wir uns im Halbkreis auf unseren Klappstühlen um einen Erdmännchenbau.

Unser Guide erklärt uns, dass die Suricats, so heißen die Erdmännchen auf Englisch, in Familienverbänden in verschiedenen Baus im Gelände verteilt sind. Abends müssen die Führer schauen in welchen Bau sich die Erdmännchen zurückziehen, damit sie ihre Gäste am richtigen Bau positionieren, wenn sie früh aus dem Bau kommen.

Es kann 5 min oder 3 h dauern bis sie früh rauskommen und auf Futtersuche gehen. Also harren wir der Dinge. Nur der Guide spricht, alle Gäste sind angewiesen zu schweigen, vor allen Dingen, wenn die Erdmännchen rauskommen. Klingt total verrückt! Ist es auch. Nach 40 min haben wir Glück und ein Vorposten prüft kurz die Temperatur, Sonnenstand etc. und verschwindet wieder. 10 min später kommt er wieder. Dann ein zweites Männchen. Stretchen, dehnen, schauen. Wir haben Glück: Durch den bedeckten Himmel lassen sie Suricats den Tag gemütlich angehen. Wahrscheinlich sind sie nicht zu hungrig in den Bau, denn so können wir die Bande von insgesamt 8 eine 1/2 h beobachten, bis es dann den Appell zum Aufbruch gibt, und sie mit erhobenem Schwanz von dannen ziehen ... in den neuen Tag mit Futtersuche ... Morgenyoga, so ganz ohne Handy und Wifi!

Im Anschluss gibt es ein leckeres Frühstück im Freien. Dann brechen wir auf in den Cango Wildlife Park. Für gute 10,00 Euro Eintritt ist es zwar ein Zoo, aber sie haben ein tolles Katzengelände und schützen einige Tierarten. So haben sie bereits 58 Geparden großgezogen und wieder entlassen, teils in Freiheit. Für weitere 12,00 Euro darf man nach Wunsch Geparden, Servale oder Lemuren streicheln. Das Gelände ist auf jeden Fall nett, und ich finde die Lösung gut auf Holzwegen über das Katzengelände zu gelangen.

Im Anschluss fahren wir gen De Rust, ein toller Wüstenort, und erleben den absolut spektakulären Meiringspoort Pass. Tolle Felsschlucht, eine Must-to-do Durchfahrt.

Wir unternehmen eine ca. 15-minütige Wanderung zum Wasserfall. Dort kann man auch gut ins Wasser springen und baden. Beim Picknick dort beobachten uns Dassies, zum Glück keine Paviane. Auf 650 m Höhe ein super Stopp.

Wir fahren zurück Richtung Oudtshoorn und widmen den späten Nachmittag noch etwas der Straußenbeobachtung.

Heute Abend haben wir eine schöne Tafel im Freien und genießen den Sternenhimmel.


Am nächsten Morgen klarer Himmel. Um 8.30 Uhr brechen wir Richtung Hermanus auf.

Erst fahren wir Ladismith, passieren Barrydale, den Ort finde ich für einen Stopp lohnenswert. Wir haben aber einen noch schöneren Mittagsstopp in Riviersonderend in der Bäckerei Ou Meul. Dort bekommt man sehr leckeres Brot, Pies, Biltong usw., super um Vorräte an Brot und Gebäck aufzufüllen.

Ab hier gibt es nur noch Weinfelder links und rechts, die bereits geerntet sind. Als Highlight kann man ab und an Kronenkraniche, den Nationalvogel Südafrikas, entdecken.

Gegen 16.00 Uhr erreichen wir das Windsor Hotel in Hermanus. Wir haben alle Meerblickzimmer, und sie sind sauber und nett. Der Blick aufs Meer ist fantastisch.

Gestern Strauße - heute Wale!

Hermannus liegt in der Walker Bay. Eine beliebte Bucht bei Walen um zu chillen! Das Windsor liegt direkt vorne an der langen Promenade. Wir nutzen den Tag und laufen den Küstenwanderweg linksrum Richtung Stadtmitte. Tolle Vegetation am Meer, schöne Blumen und natürlich auch wieder Klippschliefer. Möwen sonnen sich und Kormorane auf einem vorgelagerten Felsen. Es hat gefühlte 25 Grad, blauer Himmel, wenig Wind ... perfekt. Neben den tollen Pflanzen gibt es ein paar nette Skulpturen. Wale können wir in weiter Ferne erspähen. Also sind sie noch da. 2018 soll hier ein Superwaljahr gewesen sein. Eigentlich sollten Sie schon weg sein aber vielleicht haben wir ja Glück. In Hermanus kann man sie einfach beim Spazierengehen in Küstennähe entdecken, und braucht eigentlich keine Bootstour.

Zum Abendessen laufen wir wieder zu Fuß in die City am Ufer entlang. Die Läden schließen um 17.00 Uhr, ab da boomt die Gastronomie. Die Sonne geht gegen 19.30 Uhr unter, also perfekte Abendstimmung.


Am nächsten Morgen, die Sonne geht ja nach wie vor gegen 5.00 Uhr auf, glaubt Werner einen Seeotter zu sehen, und stürmt ans Meer, um sogleich einen Glattwal direkt vor uns in der Bucht zu entdecken. Vorher ist er allerdings, zur Belustigung des Nachtportiers, mit dem Kopf an die Glastür des Hotels geknallt. Die totale Aufregung, die Wale sind also noch da. Wir stürmen die Promenade wieder linksrum und können tatsächlich relativ nahe einige Wale vorbeischwimmen sehen, ohne Flossen nach oben, aber sehr gut zu sehen. Sie schwimmen alle rechtsrum, also nehmen wir dann auch mal den Weg rechts herum vom Hotel Richtung Bootsanleger, und hier sind sie tatsächlich noch näher in der Bucht. Hier liegen auch einige Hotels sehr gut, haben aber keinen so guten Blick aufs Meer wie wir. Außerdem können wir eine Zikade und eine Schildkröte entdecken.

Kurzes Frühstück und gegen 10.30 Uhr Aufbruch nach Kapstadt. Aus jetziger Sicht werden wir gerne eine Nacht länger geblieben, aber wer weiß vorher wie das Wetter und die Sichtung der Wale wird?! Außerdem haben wir ja für heute Morgen auch noch Pläne.

Wir fahren nach Bettys Bay. Hier gibt es am Stoney Point die Möglichkeit Pinguine zu beobachten. Für gerade mal 25 Rand darf man auf sehr schön befestigten Holzwegen über die Pinguine laufen. Und sie sind da! Das ist das schöne an Pinguinen! Jetzt zur Mittagszeit ist es sonnenbrandfreundlich leicht bewölkt und die Meute sitzt rum und döst. Es sind etliche da, keine Ahnung ob 100 oder 200. Die Kinder der Pinguine sind gerade in der Mauser und sehen lustig aus. Auch können wir mehrere schöne Geckos mit blauen Köpfen ausmachen. Am Meer entlang geht es über Gordons Bay und Strand auf der N2 nach Kapstadt.

Um 16.00 Uhr erreichen wir bei schönem Wetter das President Hotel. Wir machen es uns im 5. Stock mit Bergblick gemütlich. Vor dem Abendessen unternehmen wir noch eine 1. Erkundung der Victoria & Alfred Waterfront ... Ein wahnsinnig großes, relativ neues Gebiet mit allem was das Herz begehrt ... Shopping, Souvenirs, Essen, Entertainment ... der Wahnsinn. Wir essen heute lecker Burger oder nach Wunsch im City Grill hier an der Waterfront.


Heute starten wir gleich früh um 8.00 Uhr zum Tafelberg!

Unser Hausberg ist umgeben von blauem Himmel, so dass wir gute Chancen haben vom Tafelberg aus eine gute Sicht zu genießen. An der Seilbahn herrscht schon reger Betrieb, aber nach ca. 35 min Wartezeit bringt uns die Gondel nach oben. Es passen 45 Gäste in eine Gondel. Oben angekommen ist immer noch alles blau, die ersten Wolken nähern sich aber mit großen Schritten. Mindestens 1,5 h sollte man für den Rundweg auf dem Tafelberg einplanen. Auf jeden Fall gute Schuhe und eine Jacke mitnehmen. Auch heute bläst wieder der Wind, und Sonne und Wolken wechseln sich rasant ab. Tolles Schauspiel!

Richtung Kap strahlt der Himmel blau, so dass wir jetzt gleich zum Kap der guten Hoffnung aufbrechen. Wir haben mit Ruben einen neuen Fahrer, der sich allerdings mit dem Truck etwas schwer tut. Chris, unser 1. Fahrer musste nach Johannesburg.

Über Camps Bay , ein sehr sehr schöner Ort, und auch Hout Bay, erreichen wir den Chapmans Peak Drive. Diese Strecke muss man unbedingt fahren! Für die 10 km lange Küstenstraße ist eine kleine Gebühr fällig, aber die Straße ist absolut spektakulär. Wir dürfen mit dem Truck nur Richtung Kap fahren und müssen 189 Rand zahlen, ca. 13,00 Euro€.

Unterwegs machen wir super Fototopps. Hier stehen natürlich auch Händler rum und preisen ihr Kunsthandwerk an. Einen Boxenstopp sollte man unbedingt an der Imhoff Farm einlegen. Hier gibt es tolles Brot und super Kuchen. Man kann ihn entweder dort verspeisen oder auch mitnehmen.

Am Eingang zum Kap müssen wir leider fast 45 min warten, ein sogenannter Zahlstau. Das Kap kostet ca. 25,00 Euro Eintritt pro Person. Egal, die Wanderung zum Leuchtturm oder die Zahnradbahn für 80 Rand führen zum Ausblick auf den südlichsten Punkt Afrikas auf dem Festland. Aber Achtung es hier gibt Paviane! Ein Picknick ist nur unten am Meer möglich, nicht oben!

Die Strecke zurück nach Kapstadt über Boulders Beach, hier gibt es die nächste Pinguinkolonie, ist auch sensationell. Strände wie auf den Seychellen, mit großen runden Steinen und echt weißem Strand. Simon's Town wirkt ebenfalls sehr nett. Und weiter geht's zu den Surfern nach Muizenberg. Da es spät geworden ist kehren wir zum Abendessen in einem In-Lokal ein! Eine umgebaute Autowerkstatt mit Live-Musik, immer ausgebucht!


Heute am Sonntag ... Tag der Ruhe.

Wir schlafen aus, erfreuen uns am üppigen Frühstücksbuffet und lassen den Tag mit einem Strandspaziergang gemütlich angehen. Es gibt eine hochmoderne Pfannkuchenmaschine am Frühstückbuffet(wieder ein Arbeitsplatz weniger) und sogar Scones mit clotted cream aus Great Britain!

Nach dem Frühstück machen zuerst eine Fahrt nach Stellenbosch zum 5 Sterne Weingut Lanzerac. Dort genießen wir 5 Weine mit dazu passender Schokolade, sehr edel. Im Anschluss vertreten wir uns etwas die Beine im gemütlichen Ortskern von Stellenbosch, und erfreuen uns an den Häusern im kapholländischen Stil. Die Jacarandas blühen und ein paar nette Kneipen laden zum Umtrunk ein.

Danach machen wir noch einen Fotostopp an einem Farmgelände mit Säbelantilopen.

Den Nachmittag genießen wir 2 h am Pool. Vor den Abendessen in Camps Bay im Ocean Blue schießen wir noch zahlreiche Fotos, des wohl angesagtesten Strandes von Kapstadt. Der Wind peitscht die Gischt der Wellen in die Luft. Zum Sonnenuntergang gibt es windige Fotomotive. Das Abendessen mit Pizza, Calamari und so allerhand Köstlichkeiten, vor allen Dingen dem Mexican Rush Smoothie mit Mango, Himbeere und Kirsche, gehört zu den Highlights. Tolles Ambiente, toller Geschmack, netter Service. Nebenbei erwähnt ... 2 Häuser weiter ist das Hardrock Cafe. Und wer es sich leisten kann, das Table Hotel hat wohl hier an der Camps Bay 1A-Lage.


Heute ist Kapstadt selbst an der Reihe. Aufbruch ist um 9.00 Uhr mit unserem neuen Bus und Fahrer Georg in den Stadtteil Bo-Kaap, alles im kapmalayischen Stil, auf jeden Fall schöne bunte Häuser.

Von dort geht es zu Fuß weiter in die Fußgängerzone und zum Greenmarket Square. Hier gibt es Kunsthandwerk im Überfluss, alles was das Herz begehrt, zum Handeln.

Am Parlament vorbei kommen wir zu dem echt sehenswerten Company Garden ... Tolle Bäume, viele Nilgänse und Eichhörnchen. Von dort fahren wir mit dem Bus, nach 2 h Spaziergang, weiter zum Kirstenbosch Botanischen Garten. Irre! Ewig großes Gelände, sehr schön, sehr weitläufig. Auf jeden Fall mussten wir mal den Berg hoch laufen zu den derzeit blühenden Proteen. Es hat zwar heute keine Wolke am Himmel und gefühlte 30 Grad, aber es lohnt sich. Wir können eine Perlhuhnfamilie bei der Nahrungssuche beobachten. Ebenso wie Nilgänse mit Nachwuchs. Neben Gate 1 gibt es ein ausgezeichnetes Restaurant mit Sitzgelegenheiten im Freien unter einem Zeltdach. Auch der Souvenirshop lässt alle Frauenherzen höher schlagen. Gute 2 h Aufenthalt waren für uns leider etwas sparsam veranschlagt.

Nach dem botanischen Garten machen wir noch einen Fotostopp am Milnerton Strand um den Tafelberg in seiner ganzen Pracht wolkenlos abzulichten.

Unser heutiges Abendessen nehmen wir im Lily's Restaurant am Meer nahe dem Leuchtturm und der Waterfront ein. Wieder ganz individuell und lecker.

Den letzten Abend lassen wir an der Bar im President Hotel ausklingen. Die Abendstimmung war heute ganz mystisch mit aufkeimenden Seenebel zum Sonnenuntergang


So, heute geht es nach Hause und der Himmel weint. Nicht ganz, aber unser Hausberg ist auf jeden Fall in den Wolken verschwunden. Wir lassen es uns trotzdem beim letzten Frühstück im Freuen gut gehen, drinnen hallt es uns zu sehr. Die Auswahl ist wieder sehr gut. Um 11.00 Uhr starten wir, dürfen noch 1,5 h an der Waterfront spazieren gehen und dann geht's innerhalb einer halben Stunde zum Flughafen. Kurzer check-in. Pünktlich um 15.00 Uhr fliegen wir nach Johannesburg. Shoppingstopp im Out of Africa Laden und diversen anderen netten Shops. 3 h Aufenthalt gehen vorüber wie nix. Auch in Johannesburg startet der Flieger pünktlich, und diesmal fliegen wir wirklich mit South African, in einer alten Maschine. Die Bespaßung funktioniert meist nicht, also werden die 11 h Flug mühsam. Zum Glück haben wir heimwärts einen Bustransfer. Am Vormittag erreichen wir gegen 9.30 Uhr heimatliche Gefilde. Uns empfängt Novemberwetter, aber wird sind zuhause.


Fazit:

Südafrika ist gut,

Namibia gefällt uns besser.