Ein Reisebericht von:

Dunja

 

 

 

19. März

Nach einem 4 stündigen Flug landen wir in Agadir. Hier steigen wir alle noch auf dem Rollfeld aus und begeben uns zur Passkontrolle. Das im Flugzeug ausgeteilte, ausgefüllte Einreiseformular wird im Gebäude genaustens geprüft und mit dem Pass verglichen.

 

Nach nur 25 min mit dem Bus erreichen wir das erste Hotel, das Labranda Les Dunes D´Or. Wir werden mit einer kleinen Show vom Animationsteam herzlich empfangen und Essen zum ersten Mal typisch marokkanisch. Die Gewürze sind für unseren Gaumen recht intensiv – Koriander, Kreuzkümmel und Safran bestimmen das meiste. Natürlich darf als Beilage Couscous nicht fehlen! Die mir etwas zu laute Abendunterhaltung in der Anlage umgehe ich und schaue lieber vor dem zu Bett gehen noch den beleuchteten Schriftzug auf dem Berg an. Es ist der Wahlspruch Marokkos: Gott, Vaterland, König.

 

Die Zimmer sind nett eingerichtet und vom Platz ausreichend. Nur das Bad ist etwas klein und man muss zum Duschen noch in die Badewanne steigen.

 

 

20. März

Nach dem Frühstück fahren wir zum 2015 renovierten RIU Tikidas Dunas und bewundern den schönen grünen Garten mit einer Art Bachlauf und vielen Palmen. Die Poolanlage ist in unterschiedlichen Höhen aufgelockert angelegt und mir gefallen die kleinen eingewachsenen Nischen, in denen sich jeweils ein Paar oder eine Familie etwas zurückziehen kann. Die Zimmer sind sehr groß, vor allem das Bad, und super sauber! Für Tänzer gibt es einen kleinen Tanzclub, der von 10.30 -1.00 Uhr geöffnet hat. Das Mittagessen, das wir dort einnehmen, ist wahnsinnig umfangreich und sehr lecker!

 

Der kurze Ausflug auf den Berg von Agadir zeigt uns ein paar übrig gebliebene Steine der ehemaligen Kasbah, eines der wenigen alten Gebäude in Agadir. Ein Erdbeben hat 1960 leider alles vernichtet. Der Blick dort oben über ganz Agadir mit seiner schönen, langen Bucht, dem kleinen Yachthafen und dem größeren Fischereihafen, in dem auch die Kreuzfahrtschiffe anlegen, ist sehr schön! Natürlich kann man hier, wie fast überall, aufs Kamel steigen oder sich eine Schlange umlegen lassen – wer´s halt mag.

 

Kurz vor dem Abendessen besichtigen wir noch das RIU Tikida Palace, ein 5* Haus. Hier ist es wichtig zu wissen, dass man nicht die Standardzimmer bucht, denn diese gehen alle zur Straße raus! Alle Zimmer sind geschmackvoll eingerichtet und sehr groß, auch der Balkon ist riesig. Das einzige Manko ist, dass man zum Duschen wieder in die Badewanne steigen muss. Super ist, dass es neben dem Hallenbad einen im Winter beheizten Pool gibt. Das Essen ist erwartungsgemäß lecker und die Auswahl gigantisch!

 

 

21. März

Wir fahren Richtung Essaouira und machen nach ca. 60 km einen Stopp im sehr überschaubaren Imi Quaddar um das 7 Jahre alte Hotel Paradis Plage zu besichtigen. Der Name verspricht uns nicht zu viel, ich bin sofort von der absolut chilligen Atmosphäre angetan. Hier möchte ich selbst wieder mal hin!

 

Es gibt unglaublich viele marokkanische Elemente bei der Einrichtung, für die ein eigener Designer zuständig ist. Die geräumigen Zimmer haben alle eine Küche und sind sehr unterschiedlich und liebevoll eingerichtet. Es gibt ein großes Angebot an Yoga und Surfkursen, die Lebensmittel sind alle Bio und sogar Haustiere sind erlaubt. Wer dann doch mal nach Agadir möchte, kann den kostenlosen Shuttleservice nutzen.

 

Kurz vor Essaouira halten wir zum Mittagessen im stylischen Sofitel Essaouira Mogador Golf & Spa. Ein perfektes Haus für Golfer, dass etwas weg vom Strand (20 min zum Laufen), aber dafür mit grandiosem Blick über den Golfplatz, liegt!

 

In der Anlage ist es sehr ruhig, die Poolliegen sind überaus einladend und das Essen vorzüglich.

 

Wir checken im Atlas Essaouira & Spa ein, und im sehr großen Zimmer angekommen, würde ich mich am liebsten erst mal in die genialen Betten schmeißen. Doch wir laufen erst mal 15 min in die Stadt und bummeln ein bisschen am Hafen entlang, wo die Fischer massenweise Netze zwischen den blauen Booten aufgehäufelt haben und die Möwen schreiend über unseren Köpfen kreisen.

 

Am Abend geht es ins Le Crysalis, ein Marokkanisches Fischrestaurant mit lauter Livemusik und Bauchtanzeinlagen. Nach dem leckeren Essen werden die Kalorien sofort wieder abgetanzt.

 

 

22. März

Das reichhaltige Frühstück stärkt uns für einen Rundgang durch die von einer alten Stadtmauer umgebenen Stad mit nicht so überlaufenen Souks wie in Agadir. In der Medina ist die Zeit wohl stehen geblieben.

 

Auf der Fahrt nach Marrakesch halten wir in einer Arganölfabrik und decken uns reichlich mit diesem Wunderöl ein.

 

Im Les Jardins de L’Agdal wird eingecheckt, und wir nehmen ein leckeres Mittagessen zu uns. Die Zimmer sind sauber und geräumig und haben eine extra Toilette. Leider hat man hier immer wieder mit etwas Fluglärm zu kämpfen. Am Abend sind wir im Marokkanischen Restaurant vom Labranda Rose Aqua Parc und genießen die leckeren landestypischen Gerichte.

 

 

23. März

Wir beginnen den Tag mit einem Besuch des Les Jardins Majorelle, ein Garten in dem man Pflanzen aller 5 Kontinente findet. Auch die Asche von Yves Saint Laurent befindet sich dort. Er hatte den Garten im Jahr 1980 gekauft und immer wieder als Rückzugsort genutzt.

 

In der wundervollen Riad La Sultana werden wir wieder einmal in der Zeit zurück versetzt … und das sehr komfortabel! Hier komme ich bestimmt noch mal her, denn allein die Dachterrasse ist es schon wert sich hier einzuquartieren.

 

Auch die Riad Les Jardins de la Medina, ein ehemaliger Besitz eines Prinzen, ist es wert nach Marrakesch zu kommen. Sie besitzt den größten Garten in der Medina!

 

Wir verlassen die Stadt und fahren ca. 10 min bis zum Fairmont Royal Palm ... ein Hotel mit atemberaubendem Blick über den Golfplatz bis hin zum schneebedeckten Atlasgebirge. Hier ist alles sehr nobel! Das Essen ist vorzüglich und wenn man Lust hat, trainiert man es sich im großen Sportbereich beim Squash oder Fitness (dort ist sogar ein eigener Sportpool) wieder ab. Auch der Kinderbereich ist sehr groß, und vor allem sehr liebevoll eingerichtet.

 

Zurück in der Medina machen wir einen Rundgang durch die bunten, reizüberfluteten Souks und bestaunen die Schlangenbeschwörer und Zahnärzte auf dem Gauklerplatz! WAHNSINN wie es da abgeht!

 

Den Abend lassen wir im Le Blokk ausklingen. Beim Hineingehen wusste ich nicht so recht, ob es ein Restaurant oder ein nobler Nachtclub ist ... Türsteher am Eingang, überall sehr schicke Damen, die einen an den Tisch bringen, Kellner, die einen jeden Wunsch von den Augen ablesen … Diverse Künstler liefern dort eine wirklich großartige Show, die den Abend wie im Flug vorbei ziehen lässt. Das Essen selbst war jedoch nur mittelmäßig!

 

 

24. März

Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Gebirge. Wir halten nach ca. 30 km am paradiesischem Garten von Andre Heller – Anima. Sofort nach meinem Eintritt schlägt mich die Atmosphäre in ihren Bann. Umgeben von meterhohen Palmen, rießigen uralten Kakteen und etlichen Bambusbüschen gibt es an jeder Abbiegung eine neue Überraschung ... unterschiedliche Skulpturen, bunt bemalte Stämme, sogar ein Berberzelt auf einem kleinen Hügel gibt es zu entdecken! Da lohnt sich der Eintritt von ca. 10 € wirklich.

 

Weiterfahrt durch das Ourikatal, dort halten wir in einem Dorf an, um ein Berberhaus zu besichtigen. Die primitive aber sinnvolle Einrichtung versetzt uns um Jahre zurück. Das Vieh bewohnt das untere Geschoss, darüber wohnt die Familie mit drei Generationen. Vom begehbaren Dach aus kann man die schneebedeckten Berge des Atlasgebirges sehen. Nach dem Rundgang gießt die Großmutter nach alter Art einen grünen Tee mit Minze (und natürlich ganz viel Zucker) auf und unser Reiseleiter erzählt uns viele interessante Einzelheiten über die Teegewohnheiten und das Leben der Familien in den Bergen.

 

Zu Mittag sind wir im Iberostar Club Palmeraie Marrakesch. Es ist 8 km von Marrakesch entfernt und hat ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis! Alle Zimmer sind renoviert und es hat einen großen Poolbereich mit vielen Sportmöglichkeiten (sogar ein Trapez).

 

Wir fahren weiter, ein ganzes Stück ins Nichts, steigen im Dakka Al Marrakachi aus den Bussen aus und werden von Musikern mit einer unglaublichen Lautstärke begrüßt. In langgezogenen Zelten gibt es wieder einmal Tee, so langsam gewöhnt man sich an die Süße und schlürft genüsslich. Alle bekommen ein Kopftuch und es wird uns fachmännisch gezeigt, wie man sich dieses um den Kopf bindet. So ausgestattet können wir zum Kamelreiten, Quad fahren oder werden mit einem Jeep durch die Wüstenlandschaft kutschiert. Ein großer Spaß, der uns trotz leichtem Regen nicht genommen wird.

 

Nachdem alle ausgepowert sind, lassen wir uns zum Essen nieder. Die Tajines konnten wir schon den ganzen Nachmittag auf den Kohlen stehen sehen. Wieder verleihen die marokkanischen Gewürze wie Ras el Hanout, Harissa und Co den Gerichten unvergleichliche Aromen. Nach dem Essen geben die Musiker wieder ihr bestes, dazu kommen noch 3 Bauchtänzerinnen die sich an den Tischen vorbei schlängeln und sich ein paar Männer schnappen, um mit ihnen zu tanzen, oder besser gesagt, vor ihnen zu tanzen :)

 

 

25. März

Der Tag, an dem wir wieder nach Agadir zurück kommen. Den Mittag verbringen wir in den Souks und handeln wie die Großen. Es gibt niemanden, der nicht mit vollen Taschen im Hotel Royal Atlas eincheckt, um sich in die butterweichen Betten fallen zu lassen. Ein schönes Haus mit super Lage!

 

Von dort aus laufen wir zum Hafen und Essen im Restaurant Casa Mia ein toll arrangiertes, leckeres Menü.

 

 

26. März

Wir stärken uns noch einmal an dem sehr umfangreichen Frühstücksbuffet und machen uns schweren Herzens auf dem Weg zum Flughafen.

 

Ein jeder von uns würde gerne noch ein paar Tage hier verbringen!