Mittwoch, 08. März
Es geht endlich los. Wir fliegen mit Singapore Airlines zunächst nach Singapur. Auf dem sicherlich besten Flughafen der Welt haben wir 3 h Zeit uns die Beine zu vertreten. Wir gehen in den Schmetterlingspark im Flughafenterminal und bestaunen zahlreiche Butterflies. Am Koiteich daneben hat man WIFI und kann sein Handy laden. Oder einfach in einen Massagesessel und die Füße massieren lassen. Wer mehr Zeit hat kann auch die Gelegenheit nutzen für Stadtrundfahrten.

Sydney
Weiter geht es dann mit dem A380 gen Sydney. Wir können einen kurzen Blick von oben auf die Stadt erhaschen, dann haben wir es geschafft. 25 Grad, Sonne und australischen Boden unter den Füßen. Noch am Flughafen kaufe ich fürs Handy eine 30 Dollar Karte von Vodaphone zum Telefonieren etc.. Außerdem kaufen wir jeder eine Opal Karte. Die benötigt man für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Allein die Fahrt vom Flughafen zum Hotel kostet 16 Dollar. Ist dafür aber viel schneller, als mit dem Taxi. Außerdem steigen wir Central aus und von dort ist unser Hotel, das Great Southern, in 5 min zu Fuß zu erreichen, nahezu in Sicht. Es liegt in der George Street. Lage super, Zimmer alt, aber sauber. Immer die George Street entlang erreicht man zu Fuß nach 45 min die Oper. Auf dem Weg passiert man zunächst das Chinesenviertel. Dann kommt von den historischen Gebäuden zuerst die St. Andrews Cathedral und das Rathaus (Town Hall). Gegenüber der Rathaustreppe befindet sich der Woolworth, sozusagen der Edeka Australiens. Im Untergeschoss kriegt man günstig Hähnchenteile, Pommes, Pies etc. zum Mitnehmen, oder Salat und natürlich Getränke. Hier ist auch, als Hoteltipp, das Park Regis Hotel ums Eck, mit Aussichtsbar auf die Stadt, aber nur für Hotelgäste. Geht man über die Kreuzung dann ist da der Eingang vom Queen Victoria Building, einem sehr edlen Kaufhaus. Man beachte die großen Uhren an der Decke. Ein kleines Stückchen weiter, auf der gegenüberliegenden Seite, sind dann die The Strand Arkaden. Auch super schön zum Anschauen; kaufen eher weniger für unseren Geldbeutel. Am Martin Place folgt ein sehr sehenswerter Platz. Immer gerade aus stößt man auf den Circular Quay, den Rossmarkt von Sydney.

Vom Circular Quay aus fahren alle Fähren ab gen Bondi Beach, Manly etc.. Davor sind alle Busterminals. Linkerhand ist das alte Stadtviertel "The Rocks". Am Abend unbedingt einen Besuch wert. Hier gibt es auch ein Hofbräuhaus... Rechterhand ist man in 5 min an der Oper.

Heute liegt die Queen Victoria im Hafen unterhalb der Harbour Bridge. Unser Schiff, die Artania auf die wir morgen gehen, liegt am Cruise Terminal "White Bay" in Balmain. Wir bestaunen die Oper und das muntere Treiben drumherum. Dann wollen wir uns erstmal etwas Fahrtwind um die Nase wehen lassen und fahren mit der Fähre nach Manly. Nach 25 min rasanter Fahrt erreichen wir einen der berühmtesten Strände der Stadt "Manly". Vom Fähranleger sind es 10 min zu Fuß quer durch zahlreiche Ladenpassagen zum Strand. Wieder zurück schlendern wir durch den botanischen Garten, der bis zur Oper geht. Wir können Kakadus bei der Nahrungssuche bewundern und Ibisse. Vom Macquaries Chair hat man den berühmtesten Blick auf die Oper und Harbour Bridge. Zum Sonnenuntergang nehmen wir wieder die Fähre nach Darling Harbour unter der Harbour Bridge hindurch. Heute ist Freitagabend und im Darling Harbour pulsiert das Leben. Tausende von gestylten Jugendlichen sind unterwegs, um sich hier ins Nachtleben zu stürzen. Um 20.00 Uhr findet hier auch eine kleine lightshow mit Musik statt.

Problemlos können wir zum Hotel zurücklaufen. Wir passieren zahlreiche Kneipen und Restaurants, das Sydney Aquarium und das neue Festival Center. Das Hard Rock Cafe ist auf der anderen Uferseite. Nicht ganz billig hier zu speisen, aber kultig.

Am nächsten Morgen gehen wir shoppen im Paddys Market. Hier gibt es alles an Souvenirs, was man sich nur denken kann. Mit dem Taxi fahren wir im Anschluss zum Schiff "ARTANIA" in der White Bay. Wir checken ein und fahren mit dem kostenlosen Shuttlebus zum Balmain Fähranleger. Eigentlich ums Eck, aber der Hafen ist so abgeschottet, dass es zu Fuß nur mit großem Umweg möglich ist, den nahezu historischen Ort Balmain zu erreichen. Mit der Opalkarte können wir problemlos wieder die Fähre zum Circular Quay nutzen. Von dort wechseln wir die Fähre nach Watsons Bay. Die Felsformationen auf der gegenüberliegenden Seite der Fähre sind spektakulär. Von hier aus nimmt man den Bus 380. Die Haltestelle ist unterhalb des Aussichtspunkts. Der Bus bringt uns in 20 min nach Bondi Beach zum berühmten Surfstrand. Samstagmittag ist hier natürlich was geboten. Links und rechts vom Strand gehen Wege am Ufer entlang mit spektakulären Felsformationen. Der Sandstein wurde hier oft sehr bizarr vom Meer ausgewaschen. 6 km kann man an der Küste entlang marschieren bis nach Coogee Beach. Fuer heute haben wir aber genug und fahren mit dem Bus bis Bondi Junction. Sieht man den Apple Store ist man am Ziel. Dort im Ort könnte man lecker was essen, oder halt von hier aus mit der U-Bahn zurück fahren. Wir fahren bis Town Hall und holen uns was zu essen im Woolworth. Dann spazieren wir wieder rüber nach Darling Harbour. Heute am Samstag steppt genauso der Bär, wie den Abend zuvor. 35 Dollar haben wir fürs Taxi zum Schiff zurück bezahlt. Vom Schiff aus fahren auch Shuttlebusse zum Queen Victoria Building für 5 Euro p.P..

Am Sonntag wollen wir nun endlich eine berühmte Wanderung in Angriff nehmen. Wir nehmen wieder die Fähre zum Circular Quay und von dort den Bus 372, 373 oder 374 nach Coogee. Nach 45 min Fahrt quer durch die Stadt erreichen wir Coogee. Das erste Stück der 6 km langen Strecke führt uns nach Clovelly Beach, weiter zum Bronte Beach. Hier könnte man auch wieder mit dem Bus weiterfahren, aber der Weg ist so spektakulär, dass wir einfach weiter marschieren. Ein Stück des Weges wurde weggespült, so dass man mitten durch einen Friedhof laufen muss. Hier haben Tausende einen spektakulären Ruhepunkt gefunden. Bondi Beach sieht man von weitem. Entlang des Weges gibt es immer wieder Wasserzapfsäulen. Heute am Sonntag sind Heerscharen von Menschen unterwegs. Wir fühlen uns etwas wie auf dem Jakobsweg, aber alle Mühe lohnt sich.

Sydney ist und bleibt mit Abstand auch nach dem 6. Besuch meine absolute Lieblingsstadt.

Melbourne
Nach einem Seetag erreichen wir die Hauptstadt Victorias: Melbourne. Der Hafen befindet sich in Port Melbourne, 6 km vom Stadtzentrum entfernt gegenüber dem Fähranleger von der Spirit of Tasmania. Nach 500 m Fußweg erreichen wir die Tram. Alle 20 min fährt die Linie 109 hier heraus. Wir erstehen im Coles Supermarkt am Hafen eine Tageskarte - die myki Card.

Dann fahren wir gen city, steigen am Yarra River aus und gehen ein paar Schritte zum Eureka Skydeck, einer Aussichtsplattform mit Blick auf die Stadt aus 297 m. Wir haben blauen Himmel und früh bereits 29 Grad. Die Sicht ist großartig. Dann schlendern wir am Yarra Fluss entlang wo sich mehrere Skulpturen befinden. Wir erreichen den sehr schönen Flinders Street Bahnhof im Zentrum der Stadt. Hier setzen wir uns in die alte Straßenbahn, die City Circle Tram, und drehen eine Runde gratis durch die Stadt. Am Queen Victoria Market können wir uns mit Obst und australischen Spezialitäten stärken oder Souvenirs shoppen. Nach der Besichtigung der St. Pauls Kathedrale verlassen wir die Innenstadt.

Sehenswert in Melbourne sind auch die zahlreichen Gärten. Wir schlendern etwas durch den botanischen Garten, Eintritt kostenlos, und erfreuen uns an zahlreichen Bäumen und exotischen Pflanzen. Da es sehr heiß ist verzichten wir auf einen weiteren Bummel durch die Innenstadt, und fahren mit der Tram nach St. Kilda, dem Badeort von Melbourne. Der Strand ist ganz nett und belebt. Am späten Nachmittag trifft sich hier die Jugend zum chillen. Auf der Rückfahrt zum Schiff sehen wir rechts und links der Tram sehr schöne kleine Häuschen. Alles in allem ein netter Tag in einer weiteren sehenswerten Metropole Down under. An Sydney reicht aber das Flair Melbournes in meinen Augen nicht ran.

Die Ausfahrt um 20.00 Uhr bei Sonnenuntergang ist durch die den Sonnenuntergang reflektierenden Wolkenkratzer eine Wucht.

Adelaide
Nach einem hervorragenden Dinner mit 3 australischen Gängen erreichen wir nach einem Seetag Adelaide. Bei strahlend blauem Himmel legen wir früh im Outer Harbour an. Für Kreuzfahrtgäste gibt es ein Tagesticket für alle Bahnen für 10 AUD. Mit dem Zug fahren wir 45 min bis ins Zentrum von Adelaide. Am Bahnhof ist ein herrliches Mosaik am Bahnsteig.

Wir verlassen die Central Station Richtung Fluss. Leider sind heute keine schwarzen Schwäne in Sicht, so dass wir uns gleich ins Zentrum stürzen. Wir schlendern die Rundle Mall rauf und runter. Einige nette Straßenkünstler beleben das Szenario. Die Mall endet am botanischen Garten. Da das Wetter super ist wollen wir uns heute mal auf Überlandfahrt begeben. Wir gehen zur Bushaltestelle D1 der Busline 864f in der Curie Street und fahren Richtung Mount Barker. Nach ungefähr 45 min Fahrt durch die schöne Landschaft steigen wir in Hahndorf aus - eine deutsche Siedlung in Australien. Hahndorf ist ein netter kleiner Ort mit einer sehenswerten Hauptstraße mit netten kleinen Läden, und natürlich deutschem Bäcker und deutschem Metzger. Die Fahrt ist in unserem Tagesticket inklusive. Wir genießen die Landschaftsfahrt und fahren nach 2 h bummeln wieder zurück nach Adelaide.

Dort besichtigen wir noch die Town Hall - das Rathaus. Dort sind die Beatles verewigt, die hier am 12.06.1964 auf dem Balkon vor 350.000 begeisterten Australiern gestanden haben. Wir laufen weiter zum Victoria Square und fotografieren die alte Kathedrale und ein paar Denkmäler. Mit der Tram gehts zurück gen Innenstadt. Um 18.00 Uhr schließen fast alle Läden. Hier merkt man, dass Adelaide halt kleiner ist... An der North Terrace schlendern wir am Regierungsviertel entlang gen Bahnhof, und ich kann zu meiner Freude noch ein Pärchen Prachtrosellapapageien in den Bäumen ausmachen. Mit dem Zug könnte man noch gen Glenelg fahren, der Badeort von Adelaide, aber uns reichts für heute.

Am Abend werden wir auf dem Schiff mit australischem Barbecue verwöhnt. Werners Geburtstag begießen wir im Freien mit ausreichend Sekt und lassen den Tag mit Musik ausklingen.

Kangaroo Island
Am nächsten Tag legen wir früh auf Kangaroo Island an. Es ist etwas frischer, aber sonnig. Das Tenderboot der Artania bringt uns in 10 min nach Penneshaw. Penneshaw selbst ist überschaubar mit ungefähr 500 Einwohnern. Von hier aus fahren wir mit dem Mietwagen weiter über die Insel. Gleich nach 10 min sehen wir große Kangurus friedlich neben der Straße grasen. Natürlich ist uns das einen Fotostopp wert. An der Pennington Bay schießen wir Fotos von der sehenswerten Bucht. Auf ungeteerter, aber guter Straße, fahren wir gen Seal Bay. Dort entrichten wir das Eintrittsgeld von 16 AUD und laufen auf gut befestigten Wegen zum Strand runter. Dort können wir Seelöwen bestaunen. Menschen dürfen nicht an den Strand, um die Tiere nicht zu stören. Aber wir können sie sehr gut beim Planschen und Sonnenbaden beobachten.

Dann geht unsere Fahrt weiter Richtung Flinders Chase National Park. Der Straßenrand wird gesäumt von unzähligen Eukalyptusbäumen. An einem River machen wir einen Fotostopp und entdecken zur Freude von allen einen Koala im Baum sitzen. Freundlicherweise guckt er uns auch ein paar Minuten aus sicherer Entfernung an. Bei den Kelly Hill Caves wandern wir auch etwas umher, können aber zur Mittagszeit kein Wildlife entdecken. Am Hanson Bay Sanctuary steuern wir den Koala Walk an, weil es hier sicher Koalas in den Bäumen gibt. Wieder haben wir Glück. Ein Prachtexemplar sitzt nur wenige Meter über unserem Auto im Baum und döst.

Am Flinders Chase Visitor Center entrichten wir den Eintritt für den Nationalpark von 11 AUD und können zu meiner Freude ganz nah einen seltenen Helmkakadu beim Fressen von Eukalyptussamen beobachten und ein Wallaby streicheln. Der Nationalpark hat sich nach dem verheerenden Brand von vor 5 Jahren wieder ganz gut erholt. Die Wälder sind grün und die Flora atemberaubend. Wir stoppen am Remarkable Rock und laufen den guten Weg hin. Der Fels ist einfach gigantisch. Mit dem roten Moos noch auf dem Felsen und dem blauen Himmel einfach überwältigend. Wir fahren noch zum Admirals Arch. Dort können wir die Seelöwen schon riechen, bevor wir sie sehen. Der Felsbogen ist auch sehr sehenswert. Aber uns läuft die Zeit davon, unser letztes Tenderboot geht um 18.30 Uhr, und wir sind grad am anderen Ende der Insel. Die Straßen sind wirklich sehr gut und von vielen Bäumen umgeben. Leider hat man dadurch nicht oft Sicht aufs Land.

Ich war enttäuscht keine Vögel außer Raben und Elstern entdecken zu können. Falsche Tageszeit? Gegen Nachmittag müsste es aber besser sein. Liegt es am Herbst? Ich kenne die Insel nur vom Frühling her, da waren zig Papageien unterwegs und Vögel zu hören. Wir sehen an der gleichen Stelle wie am Morgen wieder unsere Roos, aber sonst leider nur Überfahrene am Straßenrand. Schade, aber es war trotzdem sehr beeindruckend. Werner nimmt noch in Kingscote die Pelikanfütterung mit und pünktlich mit dem letzten Boot gehts zurück auf die Artania.

Die Fähre aufs Festland liegt neben der Artania. Wer also auf die Insel fährt, sollte mindestens 3 Nächte vorbuchen, oder halt den Camper nehmen. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist nunmal nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang, da hier alle nochmal fressen oder sich einen Schlafplatz suchen.
Egal, es war toll, und wir genießen die Ausfahrt und freuen uns auf den kommenden Seetag.

Albany
Bei strahlend blauem Himmel erreichen wir Albany, ein kleines verschlafenes Nest im Westen von Australien. Wir fahren mit dem Shuttle Bus gen City. Hier hat es gerade einmal 30.000 Einwohner, also alles überschaubar. Im Zentrum ist es früh um 08.00 Uhr noch etwas verschlafen. Wir bestaunen erst die schönen Häuschen und bummeln üer den Kunsthandwerkermarkt. Dann unternehmen wir spontan für 50 Dollar von 09.30 bis 12.00 Uhr eine Bustour mit Busy Blue Bus. Die Küste hier ist berühmt für ihre Blowholes und Felsformationen im Torndirrup Nationalpark. Zunächst führt uns die Fahrt zur Natural Bridge. Es wurde ein spektakulärer Weg angelegt um die Naturschauspiele des Meeres gefahrlos beobachten zu können. Für mehrere Millionen Dollar wurde in 37 m Höhe über dem Meer eine 12 m überstehende Plattform aus Edelstahl installiert. Die Brandung sieht auch wirklich sehr gefährlich aus. Wir betrachten das Wasser, das immer wieder unter den einen Felsbogen gedrückt wird, mit Respekt. Alles sehr beeindruckend und professionell. Am Boden der Aussichtsplattform befindet sich eine Weltkarte.

Weiter geht die Fahrt durch eine grüne Flora zu weiteren spektakulären Küstenwegen oberhalb des Meeres. Die Australier haben tolle Wege gebaut, um am Meer durch die Natur entlang zu spazieren. Einmal kann ich den Blue Wren Bird (Prachtstaffelschwanz) entdecken. Er sieht aus wie unser Spatz, nur mit tiefblauen Federn. Aber hier ist es ja bereits beginnender Herbst, so dass es etwas stiller in der bunten Vogelwelt zugeht. Es gibt noch einen Aussichtspunkt auf Albany, der Weg dahin ist ganz nett mit Mosaiken, ich denke zu Tierkreiszeichen gespickt. Pünktlich um 12.00 Uhr erreichen wir wieder unsere Artania und verlassen den Hafen um 13.00 Uhr gen Perth.

Den Nachmittag können wir gemütlich auf See ausklingen lassen und uns ausgiebig dem Sport, dem Essen oder dem Nichtstun widmen. Den Abend rundet eine tolle Ozeano Show ab.

Perth
Am nächsten Tag erreichen wir um 11.00 Uhr Fremantle, den Hafen von Perth. Dort liegt bereits die Costa Luminosa im Hafen. Die Einfahrt in die Bucht, am Maritimen Museum vorbei, ist sehr sehenswert. Ein paar Schritte vom Hafen entfernt ist die Bahnstation nach Perth. Wir kaufen uns einen Tagespass für 12 AUD und erreichen nach 30 min Fahrt mit dem Zug Perth, die Hauptstadt Westaustraliens. Zuerst ist das Wetter suboptimal, aber vom Bahnhof in das Einkaufsviertel ist erstmal alles überdacht. Charakteristisch am Bahnhof sind grüne Plastiksäulen in Form von Kakteen. Zwischen den neuen Hochhäusern stehen immer wieder kleine schnuckelige Häuser. Eine Straße, die Einkaufspassage London Court, ist mit ihren historischen Arkaden absolut sehenswert.

Wir gehen danach Richtung Swan River und schauen uns zunächst den Bell Tower an. Eine Art moderner Glockenturm. Mit dem blauen CAT-Bus fahren wir eine Runde durch die Stadt, um uns einen Überblick zu verschaffen. Es gibt einige Häuserfassaden, die nett besprüht sind. Manchmal auch skuril mit einer großen Ratte an der Hausfassade, wer's mag ... Die Sonne kommt raus und wir fahren von der Georg Street mit Bus Nr. 935 gen Kings Park. Von dort oben hat man einen fantastischen Ausblick auf die Skyline von Perth und den Swan River. Der Kings Park ist wie ein botanischer Garten und absolut gratis. Es gibt ein tolles Wegenetz und wir laufen gefühlte 10 km durch den Park. Immer wieder hören wir Rainbow Lorikeets, also Allfarbloris, in den Bäumen. Es gibt eine tolle Glasbrücke, über die wir schreiten, und dahinter ist ein etwas natürlicherer Weg mit zahlreichen Banksien, die momentan orangefarben blühen. Dazwischen flattern immer wieder Vögel auf Nektarsuche. Der Park ist ein echtes Highlight.

Mit dem Bus fahren wir in 10 min wieder hinunter ins Zentrum, schlendern noch etwas durch die Gassen, aber in Perth werden die Gehsteige um 18.00 Uhr hochgeklappt. Die meisten Läden schließen bereits um 17.00 Uhr (außer donnerstags und/oder freitags) und um 18.15 Uhr wird es im Augenblick dunkel. Also nichts wie zurück mit dem Zug. Wir liegen über Nacht im Hafen, also stürzen wir uns abends nochmals in die Kneipenszene von Fremantle. Es wirkt hier etwas wie in New Orleans. Tolle alte Häuschen mit ganz netten Balkonen. Allerdings kostet ein kleines Bier 10,00 AUD. Egal die Stimmung ist gut.

Fremantle
Am nächsten Tag radeln wir mit den Rädern vom Schiff durch Fremantle. Es gibt eine nette Burg mit Aussicht. An der Strandpromenade stehen zahlreiche kunstvolle Skulpturen; u.a. auch eine Bronzefigur von Bon Scott, dem verstorbenen 1. Sänger von AC/DC. Wir radeln auch am Golfplatz vorbei, mit sensationellen Eukalyptusbäumen, die wildromantisch quietschegelb blühen und zahlreiche Allfarbloris anlocken. Hier stehen auch ganz tolle Wohnhäuser. Mein Traumhaus hat die Nummer 175 mit Blick auf den Golfplatz.

Am Friedhof fragen wir den Pfarrer nach ... wir brauchen gar nichs zu sagen. Sofort zeigt er uns den Weg zu Bon Scotts Grab. Eine kleine Bronzeplakette am Boden weist auf einen der stärksten Rocksänger aller Zeiten hin. Fans haben eine Spielkarte und Verschlüsse von Whiskeyflaschen dazugelegt. Es gibt sogar einen eigenen Eingang von der Straße zum Grab hin. Früher wurden am Todes- und Geburtstag richtige Sauf- und Musikgelage durchgeführt. Doch die Zeiten sind vorbei. Australien hat jetzt eines der restriktivsten Gesetze gegen Alkoholkonsum in der Welt: Überall in der Öffentlichkeit, selbst (theoretisch) im Outback, ist es verboten Alkohol zu konsumieren. Das geht legal nur noch in lizensierten Kneipen oder daheim. 200 AUD Srtafe für den der dagegen verstößt. Also bestaunen wir das Grab von Bon Scott. In der Rock´n Roll Hall of Fame wird er von den 100 aufgeführten Frontman als Nr. 1, noch vor Freddy Mercury, geführt. Er hat die Musik selbst komponiert, gesungen und performt. Ride on Bon! Der Friedhof selbst ist riesig, sehr gepflegt, wie eine Parkanlage. Sonne und Regen wechseln sich heute ab. Von einem Aussichtspunkt genießen wir noch den Blick auf die Stadt. Zu meiner großen Freude können wir auch endlich mal eine größere Schar Nacktaugenkakadus und Rabenkakadus beobachten.

Fremantle ist absolut lohnenswert. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Statt mit dem Rad könnte man auch mit der alten Tram die Sehenswürdigkeiten abgrasen. Nach dem Besuch eines Bottle Shops geht es zurück auf die Artania, und um 14.00 Uhr nehmen wir Kurs auf Exmouth.

Exmouth
Mit einem Mietwagen fahren wir an der Küste entlang. In dem kleinen Ort Exmouth sehen wir zunächst Emuverkehrsschilder, um dann kurz darauf die Emus persönlich anzutreffen. Von einem Leuchturm aus haben wir einen schönen Blick aufs Meer. Die Strände sind sehr schön, aber es schwimmen einige rote Quallen herum. An dem Strand, an dem wir uns fürs Baden entschieden haben war es aber o.k, nur wenige Quallen. Außerdem haben wir noch das große Glück einen Dingo in freier Wildbahn und ein paar Kangurus zu sehen. Im Hafen liegen viele, tolle Yachten. Gigantischer Sonnenuntergang. Es folgt ein Seetag auf dem Weg nach Broome.

Broome
Tolle Hafeneinfahrt nach Broome. Man sieht lange die Küste mit den tollen roten Sandstränden. Am Flughafen holen wir den Mietwagen ab, nachdem ein Shuttlebus den 1. km überbrückt hat. Wir fahren zum Gantheaume Point zu den Dinosaur Footprints. Wir sehen nur die in Zement gegossene Nachbildung, da die originalen Footprints nur bei extremster Ebbe zu sehen sind. Aber was für eine Küstenlinie, was für Farben, einmalig. Wir können uns nicht satt sehen an den unterschiedlichen Sandfarben. Heute 30 Grad, gefühlte 35. Zum Glück schiebt sich ab und an ein Wölkchen vor die Sonne. Fotografenpostkartenwetter!

Dann genießen wir am Cable Beach, einem unendlichen Sandstrand, ein Bad im Meer mit schönen Wellen. Allfarbloris kreischen in den Palmen. Zum Glück gibt es hier ein Cafe. Um 14.00 Uhr sind wir bei der Krokodilfarm von Malcolm Douglas. Die Crocs sehen echt heiß aus mit der grünen Patina auf der Haut. Auch einen Kasuar gibt es hier im Park und 3 seltene Inka-Kakadus! Sie zeigen stolz ihre bunten Federn am Kopf. Kakadus sind deswegen Kakadus, weil sie ihre Federn am Kopf aufstellen können. Grundsätzlich sind es aber auch Papageien.

Wieder zurück düsen wir noch etwas durch die City, aber es ist Sonntag und sehr heiß. Alle sind an der Beach. Dort fahren wir auch noch einmal hin und bestaunen aus der Ferne die Dromedare bei ihrer Strandwanderung zum Sonnenuntergang.

Komodo
Spektakuläre Einfahrt durch die Inselwelt, optisch wie in der Südsee. Grüne bizarre Inseln mit Palmen auf der Kuppe. Ein Landgang auf Komodo ist nur mit geführter Wanderung möglich. Der Grund sind natürlich die zahlreichen Warane, die hier leben.

Bei blauem Himmel und gefühlten 35 Grad tendern wir in 10 min aufs Festland. In kleinen Gruppen unternehmen wir eine Wanderumg mit Führer durch den Regenwald. Wir haben unter Mittag eine der letzten Gruppen erwischt. Der Weg ist etwas matschig, da es abends tags zuvor geschüttet hat. Aber zum Glück ist heute alles gut. Die ersten Warane sehen wir an einem Wasserloch am Ende der Wanderung. Dort werden sie extra angefüttert. Jeder will ja schließlich diese verbliebenen Saurier live erleben. Im Hintergrund bewegt sich einer. Die Führer behalten mit ihrer Stöcken alles im Auge.

Wie schnell die Warane sind merken wir erst auf dem Rückweg zum Boot. Nach etlichen Souvenirständen, schließlich wollen die Insulaner auch was verdienen, kommt ein Waran aus dem Gebüsch im Hintergrund. Ein Naturführer ist sofort zur Stelle. Wir können das große Tier aus nächster Nähe beobachten wie er durch die Furt schwimmt und dann hinter den Souvenirständen verschwindet. Auch ein paar junge Exemplare tummeln sich in Strandnähe. Ist schon beeindruckend. Gegen 14.00 Uhr wagen sich dann auch noch Wildschweine und Hirsche aus dem Dickicht.

Abgekämpft und durchgeschwitzt tendern wir wieder zurück in unsere heile Welt. Einen Geburtstag gibt es am Abend auch noch zu feiern. Nach dem Ablegen fährt der Kapitän 3 h durch die Inselwelt. Nach einer kurzen Dusche genießen wir die eindrucksvollen Blicke nach links und rechts. Für unser Geburtstagskind ist abends der Kapitänstisch, ohne Kapitän, zum 60. Gedeckt. Es gibt leckere Steaks. Bei der Crew-Show dürfen wir ausgiebig lachen. Danach lassen wir den Abend im Freien an der Phoenix Bar mit DJ Christian ausklingen. Was für ein Tag, der Wahnsinn!

to be continued.......