Am frühen Morgen landen wir in Sydney. Wir decken uns mit Informationsmaterial ein und fahren mit dem Airport Express zu unserem vorgebuchten Hotel, dem Premier Menzies, in der City. Da das Zimmer um 9.00 Uhr noch nicht bezugsfertig ist, laden wir erstmal die Koffer ab und tigern in die Stadt.

Dies ist schon unser 3. Besuch in Sydney und dementsprechend kennen wir uns aus. Nach 7 Jahren wieder australische Luft, atemberaubend. Bei herrlichstem Sonnenschein sind wir in 10 Minuten bei den Rocks, durchqueren dieses wunderschöne Viertel und genießen den einzigartigen Blick auf die Hafenbrücke und die Oper. Da wir zum erstenmal in Sydney schönes Wetter haben, wollen wir uns diesmal erst den Botanischen Garten anschauen. Vor der Oper stehend befindet er sich gleich rechterhand und ist aus heutiger Sicht ein absolutes highlight in dieser meiner Lieblingsstadt.

Wir dösen etwas ab unter gigantisch großen Bäumen und werden alsbald von vertrautem Gekreische geweckt. Ein paar Papageien streiten ums Futter, sogenannte Rainbowlorikeets. Gelbhaubenkakadus grasen friedlich auf dem Rasen und lassen sich bestens aus nächster Nähe beobachten. Für einen Papageienfreund wie mich das Allergrösste. Es herrscht jede Menge Leben. Ibisse tümmeln sich auf dem Rasen, Honigfresser jagen sich durch die Bäume und wir liegen unter einem lila blühenden Jacarandabaum und atmen zum erstenmal wieder würzige Eukalyptusluft. Unübertroffen!

Wir begeben uns weiter zum berühmten Aussichtspunkt im Park an der Macquarie Street und sehen nun den berühmten Hafen und Oper von der anderen Seite. Eifrig baut sich eine Gruppe Japaner hier auf, wird bewaffnet mit Stoffkoalas und dem obligatorischen Schild mit der Schrift Sydney darauf und abertausendmal fotografiert. Immer wieder lustig. Unterhalb des Aussichtspunktes lohnt ein Spaziergang an den ausgehöhlten Felsen entlang. Vor allem bei Sonnenuntergang sehr romantisch.

Wir genießen dieses Szenario eben deswegen auch noch mal am Abend und neben den vielen Kakadus, die sich um die Schlafplätze in den Bäumen streiten erleben wir nun auch wie unzählige Draculas ausschwärmen.
Hundertschaften von Fledermäusen, die tagsüber träge in den Bäumen gehangen haben, begeben sich nun auf Blutsuche. Wildlife mitten in der Stadt faszinierend.
Auch ein nächtlicher Blick vom Observatorium auf die city lohnt die Mühen des Aufstieges.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf nach Darling Harbour. Hier befinden sich viele interessante Geschäfte, Restaurants, ganz nette Springbrunnen und Wasserläufe. In einem Geschäft des Northern Territory findet eine Vorführung von Aboriginis statt. Wir können uns wie immer nicht unter den unzähligen Bumerangs und Didgeridoos entscheiden. Ein toller Tip um günstige Souvenirs einzukaufen ist auch Paddys Market. Geöffnet nur zu bestimmten Zeiten finden wir hier Känguruhschilder, Stoffkoalas, australisches Briefpapier und alles was das Herz begehrt für ein bißchen Australienfeeling später zuhause. Nobler kann man es natürlich im Queen Victoria Building haben. Hier herrscht Anfang November schon richtig Christmas Fieber. Werner kriegt fast einen Lachanfall über die unzähligen blauen! Rentiere, die in einem Kaufhaus aufgebaut sind und dann zu all dem Weihnachtsdekor noch jingle bells, bei wohlgemerkt 30° im Schatten. Ist halt alles etwas anders hier in Down under… Im Hafen liegt heute noch zur Freude aller Fotografen ein dickes Kreuzfahrtschiff. Werner lässt sich Spare Ribbs schmecken in einem Restaurant in den Rocks. Empfehlen würde ich eine Fahrt mit dem Schiff vom Circular Quai aus raus nach Manly oder Bondi Beach. Hier kann man herrlich Fisch essen und das Ambiente genießen. Bootfahren ist in Sydney sowieso wie bei uns Taxi fahren.

Insgesamt gefällt uns an Sydney so gut, dass du zwar mitten in der Stadt bist, aber dennoch überall herrliche Grünflächen hast, und natürlich dieser gigantische botanische Garten. Hier kannst du Papageien gucken ohne Eintritt, ohne Stress und so toll relaxen. Nach 2 Nächten brechen wir schon wieder auf zu neuen Zielen. Schließlich wollen wir jetzt endlich zu den Kiwis…