Ein Reisebericht von:

Barbara

 

 

 

Neuschwanstein und ein bisschen mehr ...

 

 

27. Februar

Februar 2020 … Neuschwanstein steht schon lange auf unserem Programm, aber irgendwie konnten wir uns die letzten Jahre nicht dazu aufraffen. Aber da coronabedingt derzeit die Einreise nach Deutschland etwas erschwert ist, denken wir uns, dass die Touristenmassen derzeit nicht so groß sind.

Gedacht … getan. Kurzerhand entschließen wir uns die Fahrt gen Süden anzutreten. Am Abend vor unserer Abreise schneit es ungewöhnlicherweise mal in Schweinfurt, aber am nächsten Morgen erwartet uns bestes Wetter für unsere Fahrt nach Süden.

Da es mehr oder weniger auf dem Weg liegt, legen wir, als Gartenfreaks, einen Zwischenstopp beim Dehner Blumenpark in Rain ein.

Hier gibt es u.a. einen Schaugarten mit Bachlauf, Rhododendronhain, Bambusgarten, Blumenuhr, Japanisches Garten u.v.m, und einen Naturlehrgarten zu bestaunen.

Ende Februar blüht hier zwar nicht sehr viel, aber die Anlage ist ganz toll angelegt. Wir machen erst einmal Brotzeit und spazieren dann eine Weile, vorbei an Flamingos durch die verschiedenen Themenbereiche. Selbstverständlich ist auch noch ein rießiger Verkaufsraum angeschlossen, in dem es alles gibt, was das Gärtner- und Grillherz begehrt. Vom Vogelhäuschen, Dekogegenständen, Grills und Grillzubehör und natürlich Pflanzen bekommt man hier alles.

Danach geht es weiter zum Festspielhaus Neuschwanstein. Es liegt am Ufer des Forggensees. Von der Terrasse bzw. der Rückseite des Theaters kann man das am gegenüberliegenden Ufer gelegene Schloss Neuschwanstein sehen. Leider wird das König Ludwig Musical erst im April gespielt, sonst hätten wir uns das angeschaut. Auch wenn wir den Theaterraum nicht anschauen können, so bestaunen wir allerlei Kostüme, die in dem Gebäudekomplex ausgestellt sind. Alleine diese Kostüme sind schon einen kurzen Stopp hier wert.

Am Abend beziehen wir unser Zimmer in der Nähe der Altstadt in einem alten renovierten Gebäude. Fast gegenüber haben wir einen Stellplatz in einer Tiefgarage. Ein reservierter Parkplatz ist in Füssen das A und O, da man im Innenstadtbereich keine kostenlosen Parkplatz über Nacht findet, oder nur sehr schwierig und recht weit weg.

 

 

28. Februar 2020

Am nächsten Morgen machen wir uns auf Richtung Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Beide Schlösser sind ca. 4 km von Füssen entfernt. Man kann nicht direkt bis zum Schloss fahren und muss schon weit unterhalb parken. Wir entscheiden uns für den 1. Parkplatz links (P1). Von dort sind es ca. 10 min Fußweg zum Ticketschalter. Auch wenn wir zur Sicherheit online Tickets reserviert haben, müssen wir diese am Ticketschalter noch in "echte" Tickets umtauschen. Etwas umständlich, aber nun gut, so ist das halt.

Wir schauen uns zuerst das Schloss Hohenschwangau an.

Zu Fuß geht es einen einfachen, aber steilen Weg hoch zum Schloss. Das Ticket inklusive deutscher Führung und Onlinegebühr kostet 20,50 Euro. Bis unsere Führung beginnt vertreiben wir uns die Zeit im Souvenirshop und bestaunen das Schloss schon einmal von außen. Die gelbe Farbe und die an die Ritterzeit erinnernde Außenform steht im extremen Kontrast zu dem weißen "Disneyschloss" Neuschwanstein.

Durch ein Drehkreuz wird man kurz vor Beginn der Führung mit dem Barcode auf dem Ticket eingelassen, wenn die Führungsnummer auf einem Bildschirm erscheint. Der Rundgang ist eine Mischung aus Erzählungen eines Herren und Audioguide. Wir laufen von Raum zu Raum, bekommen verschiedene Geschichten, Anektoden und Besonderheiten erklärt, und bekommen eine Nummer genannt, die wir am Audioguide aufrufen müssen. Mit dem Audioguide am Ohr können wir den Raum dann eigenständig noch etwas erkunden.

Das Schloss ist innen der Wahnsinn. Jeder Raum ist anders. Es ist unbeschreiblich was einen innen erwartet. Von außen sieht das Schloss sehr einfach aus, aber innen ist es gut ausgestattet und gut erhalten bzw. restauriert.

Einfach nur toll!

Nach der ersten Begeisterung freuen wir uns jetzt noch mehr auf morgen auf die Besichtigung des Schloss Neuschwanstein.

Für heute machen wir eine Schlosspause und gehen in die Königliche Kristalltherme Schwangau, die ca. 3 km von den Schlössern entfernt liegt.

Hier können wir so richtig die Seele baumeln lassen. In der Therme befinden sich mehrere Innen- und Außensaunen, Solebecken, ein Natronbecken, 1 Salz-Dampfbad Venusgrotte u.v.m.. Die Sonne an diesem Tag lockt uns nach draußen, leider jedoch können wir aufgrund extrem starken Windes nicht draußen liegen, da alle Liegen weggeräumt wurden. Je weiter der Tag voran schreitet umso mehr ist los, aber wir können trotzdem einige Stunden schön entspannen.

Am späten Nachmittag machen wir noch einen Spaziergang durch die wunderschöne Altstadt und laufen bis zum Lechfall, der zwar recht klein ist, aber das Wasser hat eine wunderschöne Farbe und es fließt vom Lechfall in eine schöne schmale Schlucht. Genau das Richtige für uns Felsengucker.

 

 

29. Februar

Nach einer erholsamen Nacht laufen wir frühmorgens vom P1 den gesamten Weg zum Schloss Neuschwanstein hoch. Je nach Saison gäbe es hier einen kostenpflichtigen Bus (bei uns ist er nicht gefahren), oder man kann auch mit einer Kutsche hoch fahren.

Langsam zeigt sich die Sonne und bei dem extrem steilen Aufstieg wird uns richtig warm.

Die Marienbrücke, von der man "den" Ausblick auf das Schloss hat, ist heute leider gesperrt. Wir hatten das schon Tage vorher im Internet gelesen, hatten aber gehofft, dass sie vielleicht aufgrund des schönen Wetters doch geöffnet ist. Falsch gehofft!

Bis der 30-minütige Rundgang beginnt machen wir bei Sonnenschein erst mal ein paar Aufnahmen von außen.

Auch hier darf innen wieder nicht fotografiert werden. Der Ablauf des Rundgangs ist wieder genauso wie in Hohenschwangau - Erzählungen und Audioguide gemischt.

Das Schloss ist innen mehr als imposant. Die Phantasie unseres Kinis kannte keine Grenzen. Auch hier ist wieder jeder Raum anders eingerichtet. Wir sehen den Thronsaal (der gerade renoviert wird), Speisezimmer, Schlafzimmer, Grotte und Wintergarten, Arbeitszimmer und und und. In jedem Zimmer gibt es irgendwelche speziellen Wandgemälde, Schnitzereien u. ä.. Eine Führung, ohne die eine Besichtigung sowieso nicht möglich wäre, ist auf jeden Fall von Nöten, da man so einfach auf Details aufmerksam gemacht wird, die einem sonst bestimmt entgehen würden.

Wir sind froh, dass wir die Schlösser endlich einmal besichtigt haben. Die Organistion des Ticketsverkaufs und der Rundgänge lief absolut reibungslos. Wir können eine solche Tour nur empfehlen.

Nach der Besichtigung heißt es für uns nun Abschied nehmen von Füssen. Auch wenn man im Ort noch das eine oder andere besichtigen könnte machen wir uns auf den Heimweg.

Da das Wetter super ist machen wir aber noch einen Abstecher nach Österreich (Mautfreie Strecke) zur HIGHLINE 179, die mit einer Spannweite von 406 m zum Zeitpunkt der Fertigstellung eine der längsten Fußgängerhängebrücken der Welt war. Sie verbindet die Ruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia.

Der Weg nach oben ist steil ... sehr steil, aber wir wollen uns bewegen und nehmen nicht den Aufzug nach oben. Hier haben wir nur eines im Sinn ... auf die Brücke zu gehen. in 114 m Höhe hat man einen sagenhaften Rundumblick. Es ist zwar ein komisches Gefühl von oben auf die die Fernpasstraße (B 179) zu schauen, aber auch irgendwie ein tolles Gefühl.

Wir laufen vor und zurück, schießen Fotos und genießen es bei bestem Wetter diese sagenhafte Brücke begehen zu können.

Als wir von der Brücke genug haben machen wir uns endgültig auf in Richtung Heimat.

 

Fazit: Die Schlösser, die Brücke, die Altstadt von Füssen, den Lechfall, all das sollte man wirklich einmal gesehen haben. Eine Reise in dieses Gebiet stellt eine tolle Verbindung zwischen Sehenswürdigkeiten, Kultur, Erholung und Natur dar.

 

Tipps für Unterkünfte

Ferienwohnung: Feriendorf Weißensee

Hotel: Aktivhotel Schweiger und Hotel Hartungs Hof