Ein Reisebericht von:

Sabine

 

>>> Nach der Kiellegung der AIDAdiva ...

 

Sabine im Glück

Freitag, 20. April, Hamburg, Taufe von AIDAdiva
Endlich ... der große Tag ist gekommen und AIDAdiva wird getauft. Und wir sind als Namensgeber an Bord eingeladen und dürfen unsere DIVA auch von innen in Augenschein nehmen. Für 50 interessierte Kunden haben wir noch zusätzlich einen Bus gechartert.

Die größte Schiffstaufe aller Zeiten steht an. Über 200.000 Neugierige werden zwischen Landungsbrücken und Fischmartkhallen erwartet. Um 13.00 Uhr dürfen wir endlich an Bord und das Staunen kann beginnen. Unsere Balkonkabine bietet reichlich Platz. Und Sabine prüft gleich mal die Hängematte. Wieder ist ein Quantensprung gelungen. Sprachlos stehen wir im Theatrium, in das von oben und beiden Seiten Tageslicht fällt. S.U.P.E.R . . .

Dann in die Restaurants Marktrestaurant, Weite Welt, Buena Vista, das Steakhouse, Rossini, die Sushi Bar und die Pizza-Theke. Oh! Oh! Hier werden die Kilos noch schneller wachsen. Der neue Wellnessbereich mit aufschiebbarem Glasdach. Sauna und Dampfbad mit Aussicht. Riesiger FKK-Bereich mit Whirlpools. 3 Außenpools mit verschiedenen Temperaturen und wahlweise Meer- oder Süßwasser.

Ein komplettes open Air Amphitheater mit Bühne und und und. Wir sind platt. Allerdings kommt man heute im Außenbereich kaum an die Reling. Hunderte Scheinwerfer und Tausende von Leuchtstofflampen sind an Deck aufgebaut und warten auf die große Show.

Nach dem Abendessen werden alle Gäste auf Barkassen (Hafenbesichtigungsboote) ausgetendert.
Wir sind auf einem echten Raddampfer und fahren den Taufweg voraus. Die Anzahl der Menschen an den Landungsbrücken ist umwerfend. Leider hat es nur 3 Grad und somit stehen einige schon seit Stunden zitternd am Ufer. Auch wir dürfen die Tauffahrt nicht stören und beziehen genau auf Höhe der Fischmarkthalle Position mitten in der Elbe.

Ein pulsierender Rhythmus verkündet den Beginn der Tauf-Licht-Show. Super-Scheinwerfer verwandeln Hamburg in ein Kunstwerk. Langsam, von beleuchteten Barkassen umkreist, kommt die DIVA ihrer Taufposition näher. Die Taufpatin, eine durch einen Wettbewerb ermittelte Hamburgerin, wird an Bord einer Barkasse in die Nähe des Schiffkiels gefahren.

Mit einem beherzten Schwung wird die Champagnerflasche gegen den Schiffsrumpf zerschlagen. Jetzt hat AIDAdiva auch ganz offiziell unseren Namen ... wow ...Feuerwerkskörper schießen bis zu 500 m in die Höhe ... Atemberaubend.

Wieder an Bord der DIVA machen wir noch die ANYTIME-Disco unsicher, heute ist alles frei ... auweia. Das Bett sieht uns nur 2 Stunden ... Wir freuen uns schon auf die Jungfernfahrt.

Montag, 30. April, Hamburg, START der Jungfernfahrt mit AIDAdiva
Nun sitzen wir also im Zug auf dem Weg nach Hamburg in Begleitung von 9 supernetten Mitreisenden, die sich dieses Ereignis auch nicht entgehen lassen wollen. Mit Sekt und Kuchen stoßen wir auf die Sonne an. Gut ein Jahr nach dem ich die Münze unter dieses Schiff legen durfte, sollten wir heute mit der AIDAdiva in See stechen. Nach 4 Stunden erreichen wir Hamburg und erhaschen einen ersten Blick auf Sie. Neidvolle Blicke um uns herum, lassen die Vorfreude steigen. Am Hauptbahnhof nimmt man unser Gepäck entgegen und mit dem Bus fahren wir rüber zum Kreuzfahrtterminal.

Und da steht sie, unsere diva ... Ich gebe gerne zu, ich habe Tränen in den Augen. Im März 2006 erfuhr ich, dass wir den Namenswettbewerb gewonnen hatten und dass auf jenem Schiff vor uns nun, der von uns ausgewählte Name diva prangte.

Nach der schon sehr beindruckenden Kiellegung, der Emsüberführung und natürlich der genialen Taufe, freue ich mich das Baby nun endlich auf großer Fahrt genießen zu dürfen. Wir beziehen unsere schmucke Kabine die 4121 und lugen kurz aus dem Fenster. Dann gehen wir erstmal zur Stärkung zu Kaffee und Kuchen und sitzen bei gefühlten 25° und blauem Himmel im Freien, und das Ende April in Hamburg. Es passt einfach alles. Ich bin sofort begeistert von all diesen schönen Farben und den bunten Mustern. Das Theater ist einfach überwältigend. Der Wellnessbereich ist großzügig und sehr hell. Die Saunen laden zum Schwitzen ein, mit wunderschönem Blick ins Freie. Es gibt viel neues zu entdecken. Wir kennen ja alle AIDEN. Es gibt altbewährtes und aufregende Neuigkeiten bunt gemischt. Wir haben uns zum Abendessen im arabischen Zentrum des Weite Welt Restaurants verabredet. Ein großer runder Tisch vom feinsten gehört uns. Beim Abendessen gibt es nichts was es nicht gibt. Allerdings muss der AIDA-Stammfahrer umdenken. Es gibt eine Fischtheke, einen Fleischbereich, asiatisch, mexikanisch, was für die Süßen etc. Da ich zur Fischfraktion gehöre und meine bessere Hälfte zur Steakabteilung hat einer halt immer ein Stückchen zu laufen. Aber die Mühe lohnt. Das Essen ist ausgezeichnet. Bier wird selbst gezapft und Softdrinks, Wein und Wasser stehen auf dem Tisch, wie gehabt. Das Dessert ist eine wahre Sünde. Eiscreme, Schlagsahne, Schokosauce, Schokoraspeln, Früchte, alles was das Herz begehrt. Die Stadt Hamburg spendiert zur Feier des Tages ein Feuerwerk, welches ich auf dem Titanicbalkon vorne auf der Schiffsspitze erleben darf. An den Landungsbrücken stehen etliche winkende Schaulustige. An Blankenese vorbei geht es aufs offene Meer hinaus. Einige Barkassen begleiten uns. Wir erleben die erste Poolparty und sind einfach gut drauf.

Dienstag, 01. Mai, auf See
So lässt es sich leben! Ausschlafen, schlemmen, faulenzen. Ich gönne mir eine Massage mit fruchtig duftendem Öl, döse im FKK-Bereich (im Freien wohlgemerkt) und genieße den ersten Aufguss in der Sauna. Wir passieren den Ärmelkanal zwischen Dover und Calais. Das Marktrestaurant bietet heute eine unglaubliche Vielfalt an frischen Genüssen. Das müssen sie einfach selbst erlebt haben. Da liegen Früchte deren Namen ich nicht kenne, da gibt es eine Schinkentheke, da wird jeder Spanier blass vor Neid und natürlich zig Fischvarianten ...

Der Höhepunkt des heutigen Tages ist allerdings die Kaleidoshow im Theater. Eine fantastische Komposition von farbenfrohen Kostümen, aufregenden LED-Bildern und gelungenem Gesang. Von der Akrobatikeinlage ganz zu schweigen. Zum Glück kann man sich die Shows nun öfters ansehen und bei Gefallen ein zweites Mal genießen.

Mittwoch, 02. Mai, Le Havre, Frankreich
Wir haben immer noch wolkenlosen Himmel und angenehme Temperaturen für die Jahreszeit. Ein sehr guter Freund von uns wohnt hier in der Nähe und feiert ausgerechnet heute auch noch Geburtstag. Passend fahren wir mit unserem Schiff vor und erleben einen tollen Tag mit unseren französischen Freunden. Am Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang am Strand entlang und bewundern, die kleinen Behausungen, die man sich dort mieten kann. Wir schauen auf die Stadt vom Pain du sucre aus und ich neige schon wieder dazu am Strand Steine zu sammeln ...

Bei der Ausfahrt werden wir von wasserspeienden Feuerschiffen begleitet. Heute Abend essen wir im Freien, bewundern den Sonnenuntergang und ich gönne mir noch ein paar Shows. Magic of colour, ganz toll für klassische Musik- und Ballettfans. Abba, auf jeden Fall was zum Mitsingen und Tanzen. Als besonderen Gaststar durften wir dann noch Jane Comerford von Texas Lightning erleben. Und spätestens bei NO NO Never sind alle ausgeflippt.

Donnerstag, 03. Mai, auf See
Schön, dass wir diese Reise langsam angehen und heute dieses Schiff den ganzen Tag genießen dürfen. Ich gönne mir eine weitere Massage und für mich das schönste, die Aufgüsse in der Sauna. Über das Schlemmen an Bord schweige ich lieber, ich habe auf jeden Fall wieder ein paar Pfunde Weiblichkeit gesammelt ...
Von Wegen eine Kreuzfahrt ist langweilig, man muss sich ständig entscheiden, gehe ich tanzen lernen, zum Cocktailworkshop, zum Spinning, Volleyball oder doch lieber Bingo. Eines sollten Sie nicht versäumen, einmal jede Show zu sehen. Die heute finde ich genial. Rocken mit Billy Idol und Joan Jett und natürlich we will rock you. Nun ja einigen älteren Herrschaften ist das zuviel, aber die können ja zum Ballett morgen wiederkommen. Schade nur, dass im Theater noch geraucht werden darf und einige finden es obercool, das auch auszunutzen. Aber dies soll abgeschafft werden ... Es folgt noch ein Zauberer, aber Marco Brüser durfte ich schon auf der cara in Dubai erleben ...

Freitag, 04. Mai, Vigo, Spanien
Um 12.00 Uhr legen wir in Vigo an. Wir haben den Bustransfer nach Santiago de Compostela gebucht. Eine Bildungslücke für Reisebüromitarbeiter, sagte man mir, na denn, werden wir diese Lücke mal mit ein paar Eindrücken füllen. Wir fahren ca. 1 Stunde. Vom Parkplatz aus gehen wir 5 min zur Kathedrale. Wir sehen auch schon einige Pilger. Die Kathedrale ist beeindruckend und natürlich voller Menschen. Nichts für mich ... Wir bummeln noch etwas durch die Altstadt und werfen vom Albema Park einen tollen Blick von oben auf das beschauliche Örtchen. Auf der Rückfahrt werden wir darauf hingewiesen, dass das was wie Gräber im Vorgarten aussieht, Kornspeicher sind. Typisch für Galicien. Zurück in Vigo spazieren wir noch etwas an der Promenade entlang. Ich lausche ein zweites Mal der Kaleidoshow und erinnere mich gerne an die Kiellegung, an der das Schlusslied auch gespielt wurde in der Halle der Meyer Werft. Wieder hat sich die Crew was nettes einfallen lassen. Wir begegnen am späten Abend dem Schwesterschiff AIDAvita. Heute vor 5 Jahren wurde sie getauft. Es werden Leuchtstäbe verteilt, damit wir auch ordentlich winken können. Wir hängen alle an der Reling und fahren ein Stückchen paralell mit viel hallo und hupen...

Samstag, 05. Mai, Lissabon, Portugal
Wieder Kaiserwetter, unglaublich. Gegen 13.30 Uhr fahren wir auf dem Tejo entlang Richtung Lissabon. Eine einzigartige Einfahrt. Wir sehen zuerst den Torre de Belem, dann folgt das Denkmal der Seefahrer und als highlight gleitet die diva unter der Brücke des Tejo durch. Sieht ein bisschen wie die Golden Gate in San Francisco aus.
Sehr beeindruckend. Dann wenden wir und parken mit Blick zur Brücke. In die Stadt kommen wir leicht mit der Straßenbahn, die 300 m vor dem Schiff hält. Wir aber haben es etwas eiliger und fahren mit dem Taxi zur Burg Sao Jorge hinauf, um die Wahnsinnsaussicht zu genießen. Auch die Burg ist gut in Schuss und vor allem lohnt die 15 minütige Vorführung der Camera Obscura. Hier kann man die Stadt projeziert auf eine weiße Scheibe sehen. Etwas versteckt im Torre Ulysses oben auf der Mauer. Wir steigen zu Fuß hinab in die Alfama, die verwinkelte Altstadt. Nichts für Fußkranke, aber es geht schon. Irgendwie gelangen wir zum Aufzug von Eiffel. Es ist viel halligalli in der Stadt, so eine Art Karnevalszug zieht mit viel Rambazampa durch die Straßen. Mit einer Zahnradbahn fahren wir nach unserem Rundgang wieder zum Fluss hinunter und bilden uns ein zum Schiff zurückzulaufen. Ist aber nicht empfehlenswert, da es hier nichts zu sehen gibt. Mit platten Füßen schmeckt dafür das Essen umso besser ...
Heute steht Disney am Abend auf dem Programm und der beste aus dem Showensemble gibt Diva Las Vegas zum Besten.

Sonntag, 06. Mai, noch Lissabon
Mit der Straßenbahn, einer alten, fahren wir zum Torre de Belem für 1,30 Euro. Das Wahrzeichen Lissabons leuchtet im Sonnenlicht und Werner schießt wie immer unzählige Bilder. Wir laufen 1 geschätzten km zum Denkmal der Entdecker. Erst wenn man davorsteht, werden einem die Dimensionen bewusst. Die Größe ist gewaltig. Davor befindet sich auf dem Boden die Weltkarte aus Mosaik. Nach weiteren 500 m gelangen wir zum Hieronymuskloster. Mir war vorher nicht bewusst, wie beeindruckend dies ist, aber aus heutiger Sicht ein Must see in Lissabon. Der Kreuzgang ist phänomenal, eine Kirche mit arabischen Elemeten würde ich als Kunstbanause sagen. Absolut sehenswert. Wir fahren mit der Straßenbahn zurück und weiter zum Placa Commercial. Von dort gehen wir die Fußgängerzone entlang und ca. an der 3. Querstraße fährt die berühmte Linie 28, die Electrico, los. Wir ergattern einen Platz. Auf ihrer Runde kann man die touristischen highlights bequem anschauen. An der Endstation am Berg oben steigen wir aus, anstatt umzusteigen und wieder hinunterzufahren. Laut GPS meines Göttergatten sind es von hier aus nur 1,5 km Luftlinie zum Schiff. Wir spazieren durch engste Gässchen an lauschigen Plätzen vorbei und freuen uns über das Lächeln der diva, als wir sie endlich wiedersehen.

Die Ausfahrt natürlich am Denkmal Heinrich des Seefahrers vorbei ein 2. Mal unter der Brücke durch, natürlich immer noch blauester Himmel, was müssen wir artig gewesen sein ... Lissabon, sicherlich genial von Seeseite aus zu bereisen.

Montag, 07. Mai, Cadiz, Spanien
Nun geht es Schlag auf Schlag weiter. Wir haben einen Mietwagen vorbestellt. Auriga hat hier im Hafengebäude eine Station. Der Vermieter war natürlich nicht pünktlich und meine bessere Hälfte schon etwas hektisch. Aber wir sind ja in Spanien ... Wir wollen eine weitere Bildungslücke schließen und fahren nach Sevilla. Direkt an der Placa de Espana finden wir auch gleich einen Parkplatz. Ein sehr sehenswerter Platz mit unzähligen Mosaiken. Hier werden alle Regionen Spaniens in Mosaikform dargestellt und das ganze Gebäude ist schon absolut beeindruckend in halbrunder Form. Wir bummeln in die Innenstadt durch verwinkelte romantische Gässchen an grünen Parkanlagen vorbei. Wieder eine Kathedrale denke ich und dann 7,50 Euro Eintritt. Zum Glück haben wir unseren inneren Schweinehund überwunden und sind rein. Aber wer geht schon gerne indoor, wenn es draußen so schön ist? Wir haben schon viel gesehen, aber diese Kathedrale hat gigantische Ausmaße. Hier noch ein Anbau, dort noch eine güldene Kammer, da noch ein schmucker Innenhof und ein genialer Turm. Auf die Giralda, einen Aussichtsturm, kann man ganz bequem hinaufgehen. 35 Etagen stetig aufsteigend, keine Stufen, aber geräumig und mit vielen Lichtblicken. Oben unter den Glocken dann ein super Blick auf die Stadt in alle Richtungen. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass das Wetter wieder perfekt war. Wieder unten gab es noch viel zu bestaunen. Die Alcazar Festung ist leider montags geschlossen, aber wir wollen nicht klagen. Da wir noch Zeit haben, fahren wir über wildromantische Landstraßen zurück. Es grünt und blüht in der Flur eine wahre Freude.

Wir fahren in das weiße Dorf Arcos de la Frontera. Links und rechts neben dem Auto nur Zentimeter Luft. Die Straßen werden immer enger. Aber Werner juckt das nicht. Die Mühe lohnt. Ich schieße mein persönliches best of Urlaubsfoto. Auf dem Marktplatz des Örtchens eine schnuckelige bemalte Kirche, darauf ein Kreuz. Im Kreuz ein gigantisches Nest und mittendrin ein Storch mit Nachwuchs, einfach göttlich. Wir passieren typische andalusische Landschaft und werfen noch einen Blick, auf Arcos, wie es schmuck auf dem Felsen thront. Zurück in Cadiz reicht die Zeit noch, um einen Blick auf die tolle Kuppel der Kathedrale zu werfen. Es gibt auch einen tollen Park mit super in Form geschnittenen Büschen. Wer es in Lissabon versäumt hat, hier gibt es auch einen torre obscura (torre tavira).

Auch hier hat man sich zur Ausfahrt ein Abschiedskomitee mit Wasserwerfern ausgedacht, zum Schock der Gäste diesmal etwas zu nah, hoffentlich hat da niemand seine Kamera geopfert ...

Heute Abend dann endlich meine heißgeliebte Poolparty mit mitreißender Schlagermusik. Das Showensemble hat hier richtig für Stimmung gesorgt. Warum man dann aber gleichzeitig im Theater auch Schlagerparty macht, muss ich nicht verstehen.

Dienstag, 08. Mai, auf See
Erfreulicherweise wieder mal ein Tag zum Erholen. Ich verstehe immer noch nicht was das für Leute sind, die eine Seereise als langweilig bezeichnen. Aber es gibt ja auch hier ein paar wenige, die übers Essen meckern, typisch deutsch halt.

Heute heißt es früh aufstehen. Kapitän Kurc steuert die diva ganz langsam am Felsen von Gibraltar vorbei. Natürlich bei einem wildromantischem Sonnenaufgang. Die Felsen leuchten und es werden auch immer wieder Delfine und Wale gesichtet.

Wieder ein sehr beeindruckendes Erlebnis! Wenn Engel reisen lacht der Himmel sage ich immer, soviele Engel sehe ich hier gar nicht, und wieder werden wir mit Traumwetter am Seetag verwöhnt. Nur die Liegenreservierer sind sauer. Es gibt soviele Liegen trotz Sonne, dass sie gar nicht wissen wohin mit Ihrem Handtuch, die Armen ... Auch beim Essen ist soviel Platz, dass jeder sein Eckchen findet. Inzwischen hat sich auch rumgesprochen wo es Fleisch, Fisch oder Pizza gibt. Am Abend dann wieder eine neue Show: Goldfinger, alles zum Thema James Bond. Heute bin ich auch mal in der Disco versackt. Ich sag ja immer zu meinen Kunden: Schlafen können Sie wieder daheim...

Mittwoch, 09. Mai, Valencia
Wer abends absackt, kann auch gleich wieder früh auf die Piste ... kein Pardon, kennt mein Mann da. Der Shuttlebus bringt uns zum Hafengelände heraus. Hier wird gerade etwas gebaut, deswegen die Umstände. Wir nehmen den Bus Nr. 19 in die city. An der Stierkampfarena vorbei gelangen wir so mitten in die Altstadt. Wir bestaunen Obst und Gemüse in der Markthalle. Um das Fleisch und den Fisch mache ich besser einen großen Bogen. Bei der Kathedrale streike ich, die kenne ich schon. Zu viel Kultur ist nichts, ich mache mich auf die Suche nach einem Stofftorro, den ich in Madrid im März dummerweise nicht gekauft hatte. Hier werde ich gleich fündig und nenne ab jetzt einen 40 cm großen dicken schwarzen Stier mein eigen. Ob der wohl durch die Handgepäckkontrolle geht? Vom Plaza de la Reina gehen wir zum Mercado de Colon mit einer tollen offenen Halle. Das besondere an Valencia ist aber der trockene Flusslauf um den Altstadtkern herum. Man wandert quasi in einem Fluss an phantastischen Pflanzen vorbei, den Turiagärten zur Ciudad de las artes y las ciencias. Dann kommt man sich ein wenig vor wie in Dubai. Vor einem abgespaceten modernen Bauwerk. Hier ist unter anderem ein Aquarium drin und momentan findet hier eine Titanicausstellung statt. Das ganze ist sehr futuristisch, aber gelungen. Valencia im 3. Millenium. Außerdem haben wir noch Gelegenheit das Gelände, vom gerade stattfindenden Americas Cup zu erkunden. Wir sehen die beeindruckenden Schiffe und den ganzen Wahnsinn. Heute schaffen wir es sogar zum Kaffee zurück zu sein und schlemmen am Kuchenbuffet oder doch lieber in der Pizzaecke...

Auch für zweimal Aufguss reicht es noch. Den grossartigen Tag rundet die all you need is love Show ab.

Donnerstag, 10. Mai, Barcelona
Wenn das gestern schon großartig war, dann ist das heute perfekt. 07.30 Uhr Einlaufen in Barcelona. Wir parken diskret am Nebenpier ein. Vor uns liegen die NAVIGATOR OF THE SEAS und ihre Schwester die VOYAGER. Hinter uns noch so ein Amipott. Der Kapitän parkt die diva dazwischen, so wie unsereiner das Auto in die Parklücke. Optisch sind wir sowieso die schönsten und auch mit der Höhe kann die diva mithalten. Zur Krönung kommt noch die Königin des Meeres, Queen Mary 2 legt auch noch hinter uns an und dahinter folgt noch ein Japaner. Im Hafen vorne lächelt die cara und daneben die Chrystal Serenity. Was für ein Wahnsinn. Gibt es was umsonst heute?

Wir verlassen die Szenerie und laufen erstmal Richtung Queen Mary 2. Wann kommt man ihr schließlich schon mal so nahe? Der schwarze Kiel ist schon beeindruckend. Wir verzichten auf den shuttlebus und begeben uns mit dem Taxi auf schnellstem Weg in die Stadt, bevor die ganzen Wahnsinnigen die city belagern. Die shuttlebusse fahren die Gäste bis zur Plaza de Colon, von hier aus ist man in 5 min in den Ramblas. Für 17 Euro werden wir mit kurzem Stop an Gaudis Hospital zum Parc Guell gebracht. Auch ein Meisterwerk Gaudis. Die berühmte Mosaikechse begrüßt uns. Am schönsten sind die geschwungenen mosaikverzierten Bänke mit Aussicht auf Barcelona. Wir sind diesmal ganz außen herum marschiert, aber das lohnt meiner Meinung nach nicht. Wieder mit dem Taxi (ein Wunder, dass man überhaupt eins erwischt) zur Sagrada Familia, der unfertigen Kirche Gaudis. Seit wir das letzte Mal mit der aura hier waren gibt es doch ein paar Baufortschritte. Mit der Metro fahren wir dann zur Plaza Catalunya. Ein guter Ausgangspunkt für die Ramblas.

Ein fetter Boulevard mit den irrsten Straßenkünstlern und Cafes, Souvenirläden etc. Das Bummeln hier macht Laune. Die anderen tollen Gaudihäuser haben wir schon gesehen und fahren deshalb weiter zur Plaza Espana. Dort wird eine Messe aufgebaut, daher kein Durchkommen. Mit dem Taxi geht es nun auf den Berg Montjuic hinauf. Ein toller Ausblick auf den Hafen mit all den Schiffen. Aber auch hier wird feste gebaut. Unser Taxifahrer bringt uns zurück für 13 Euro. Wieder an Bord, dürfen wir uns am Auslaufen der beiden Amischiffe erfreuen. Dann gönnen wir uns den letzten Aufguss, leider mit Blick zum Meer heute nicht zum Hafen. Umziehen und dann ein absolutes highlight.

Wir legen ab mit der Kultmusik Sail away an der Queen Mary 2 vorbei. Sensationell! So viel kleiner ist ja die diva nun nicht mehr. Mit der cara musste man doch wesentlich mehr nach oben aufschauen zur Königin. Natürlich genießen wir unser Mahl auch heute wieder im Freien bei klarem Himmel. Der letzte Abend, nochmal Poolparty, gute Stimmung, aber auf keinen Fall Karibikniveau. Das Showensemble war großartig und hat live gesungen und für Stimmung gesorgt. Auch die Lasershow folgte noch, es war zwar windig, aber lustig. Der Altersdurchschnitt bei dieser Jungfernfahrt ist auch etwas gediegener und wir dürfen auch eins nicht vergessen, wir sind auch vor 10 Jahren das erste Mal mit AIDA gefahren und nun entsprechend älter, aber nicht unlustiger ...

Freitag, 11. Mai, Mallorca
Der letzte Tag auf der diva und noch dazu unser Hochzeitstag. Ich hasse Abschiede ... Freundlicherweise hat man uns Andrea Bocelli erspart mit its time to say goodbye. Weil da muss ich grundsätzlich heulen zum Schluss. Wir frühstücken in aller Ruhe. Werner holt den Mietwagen und wir genießen noch weitere 3 Tage Sonne im Riu Festival. Am Abend winken wir AIDAdiva ein letztes Mal zu, wie sie gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester den Hafen verlässt ...

Fazit: AIDA kann stolz sein auf seine diva. Sie ist einzigartig, exotisch, aufregend, launisch.
Eine echte diva eben. Wir kommen wieder, keine Frage ...

   

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