Ein Reisebericht von:

Sabine

 

Sabine mal wieder auf der Diva, dem Schiff, dem sie den Namen gegeben hat ...

02. September - Abfahrt

Mitten in der Nacht Busfahrt zum Flughafen mit der ganzen 60 Mann starken Gruppe. Flug ab Frankfurt mit Condor nach Antalya. Dort am Zoll früh am Morgen elende Schlangen bei der Einreise, aber irgendwann saßen auch wir im Bus gen Schiff.
Seit langem war ich wieder mal auf "meiner geliebten DIVA". Laut AIDA heute Club Direktor Peter Werth, super gut, den kenne ich auch schon lange, und Kapitän Claas Cramer, den sollte ich noch kennenlernen ...
Nachdem der Himmel strahlend blau leuchtete und die Sonne mit ihrer ganzen Kraft scheinte, war nach einem Imbiss der Ärger der Einreise schnell vergessen. Wir beziehen unsere Rettungsbootkabine. Abends stimmen wir uns bei der Poolparty mit unserer Truppe auf den Urlaub ein und genießen in den späten Abendstunden die Ausfahrt aus Antalya.

03. September - Seetag

Faulenzen, Schiff kennenlernen und genießen. Nach dem Abendessen läuft mir im Restaurant ein Offizier über den Weg, der mich aufs herzlichste begrüßt. Ich kann ihn aber erst nach kurzem Nachdenken als Kapitän identifizieren. Also geh ich in die Offensive über und spreche ihn an, "woher wir uns denn kennen?" Er grinst und sagt, er war bei der berühmten Kiellegung von AIDAdiva in der Meyer Werft dabei und hätte mich sofort erkannt. Woran natürlich?! An meiner Zebrabrille .... Na denn, aber wer rechnet damit, ein junger Mann optische 30, aus meiner Perspektive gefühlte 2,05 m, ist der Kapitän dieses Schiffes. Bei der folgenden Kaleidoshow im Theater musste ich mich dann, neugierig wie ich bin, in die erste Reihe setzen, um alles genau mitzukriegen. Hier hat mich dann Peter Werth, den ich am Abend vorher schon herzlich begrüßt habe, enttarnt. Er stellt mich dem Publikum hoheitsvoll als Namensgeberin der AIDAdiva vor. Na denn... Es folgte die Kaleido Show, natürlich meine Lieblingsshow auf AIDA, diese wird nur auf der diva gespielt. Meines Erachtens das Beste was AIDA an Shows zu bieten hat. Wahnsinnige Kostüme, tolle Musik und natürlich mit dem Lied, dass sie bei der Kiellegung in der Werft auch gespielt haben.
Ich hatte Mühe, die Tränen zu unterdrücken ...

04. September - Zypern
08.00 - 18.00 Uhr - North Quai

Aber jetzt geht's endlich los mit den Inseln und der Kultur ...

Limassol, der Hafen taugt nix. Zu Fuß gute 40 min in die Stadt. AIDA bietet Shuttlebusse an, die sind zu teuer. Vor dem Hafengebäude fährt der Bus Linie 30 in die Stadt (1,00 Euro), auch am Sonntag! Zielpunkt z.B. Le Meridien Hotel. Es ist auch möglich mit einem weiteren Bus zur antiken Stadt Kourion (leider nur Mo-Fr), in der Bucht von Episkopi, zu fahren. Werner war dort, sehr sehenswert. Es sind ca. 20 km. Fürs Taxi hat er 75,00 Euro bezahlt (inkl. 2 h Warten). Eintritt 1,70 Euro.

Ich kann den AIDA-Ausflug LIM 05 Osten Zyperns empfehlen: Zuerst mit dem Bus in den denkmalgeschützten Ort Lefkara oben auf den Berg. Umtrunk auf einem typischen Landgut. Spaziergang durch das Örtchen; zum Teil sehr schöne Vorgärten, man beachte Pomeranzenbäume, Weinreben mit Beeren und oftmals Bougainvillea. Der Ort ist berühmt für sein Kunsthandwerk und seine Spitzendeckchen. Weiterfahrt nach Kiti mit der beeindruckenden Angeloktisti Kirche. Boxenstop (WC) hier gut möglich. Weiter an Weiden mit Ziegenherden und Oliven vorbei zum Salzsee. Dort steht die Hala-Sultan-Tekke-Moschee, Innenbesichtigung möglich (Schulter und kniebedeckt, ohne Schuhe, Socken mitnehmen). Die Lage ist sehenswert. Im Winter sind auf dem Salzsee Flamingos. Kurze Fahrt weiter nach Larnaca, Stop an der Lazaruskirche, Besichtigung; bei uns war Taufe, sehr schön. Dort 1 h Aufenthalt zum Bummeln, die Straße geradeaus vor zum Strand, Wahnsinn, nix als Menschen, klar es war Sonntag. Eine Liege an der anderen und hässlicher Sand, ein paar Andenkenläden, eine kleine Festung. Nix beonderes, für 1 h Bummeln oK. Von Larnaca eine knappe Stunde zurück mit dem Bus. Preis-Leistung ok. Sitzplatz links im Bus besser, da der Salzsee zur Linken liegt.

Abends im Theater Magic of Colours, eine sehr beeindruckende Show, der Tänzer des Showensembles ...

05. September - Seetag

Wieder so ein netter Tag ... umgeben von blauem Meer, herrlich zum Entspannen oder um in die Kunstauktion zu gehen, oder zum Aufguss, oder zum Tanzkurs, oder zur großen Schlagernacht am Pooldeck oder einfach nixtun ...

06. September - Kreta, Heraklion
08.00 -18.00 Uhr

Wieder lockt der blaue wolkenlose Himmel bei angenehmen 30 Grad ...
Shuttlebusse fahren die Gäste umsonst aus dem Hafen raus. Ab da kein Problem zu Fuß durch Heraklion oder zum Busterminal (500 m zum Hafenausgang, dann nach rechts). Mit dem Bus Line 2 zum Knossos Palast kein Problem (Fahrt retour 3,00 Euro, Eintritt 6,00 Euro).

Für jemanden, der Kreta nicht kennt, ist der AIDA-Ausflug "Perlen der Küste" ganz nett, Ganztagesausflug mit über 300km. Sitzplatz im Bus auf der rechten Seite besser. Hier sieht man oft das Meer. Ca. 1,5 h Fahrt zum Kloster Arkadi. Festungsähnliches Kloster mit einer Fassade von 1587. Sehenswert! Weiter nach Chania. Ca. 60 km. Vorbei am 10 km langen Sandstrand von Georgioupolis. Sehr nett und ruhig. Stop an der kreuzförmigen Markthalle von Chania. 2 h Aufenthalt. Spaziergang durch die Markthalle mit Oliven, Fisch und Käse hindurch auf die andere Seite, dort linkerhand geradeaus zur Ledergasse, an deren Ende rechts gehen. Geradeaus Richtung venezianischen Hafen mit zahlreichen Restaurants mit Leuchtturmblick. Hier Mittagessen mit griechischem Salat und griechischen Spezialitäten. Es empfiehlt sich am Hafen unbedingt zum Nautischen Museum vorzulaufen, am Ende der linken Seite. Die Läden in den hinteren Gassen sind individueller und die Gässchen blumiger und wildromatisch. Vorne am Hafen im Mittelpunkt die Janitsharen Moschee mit einer Kuppel aus dem Jahr 1645. Weiterfahrt nach Rethimnon. Dort ähnliches Bild: Auch ein Leuchtturm mit zahlreichen Restaurants vor der Altstadt, alles etwas kompakter. Rethimnon ist mit 200.00 Einwohnerndie die drittgrößte Stadt Kretas hinter Heraklion und Chania. Sehenswerte Altstadt mit teilweise hölzernen Erkern und Balkonen. Im Mittelpunkt Platia Petihaki mit dem venezianischen Rimondi Brunnen. Ca. 1 h Rückfahrt bis zum Hafen. Anstrengend und lang, aber man erhält einen guten Überblick über die Insel.

Abends ein Muss: Die Haifischbar. Die Offiziere von AIDA, inklusive Kapitän, der alle überragt, singen Shantylieder in der umgestalteten AIDA Bar.

07. September - Athen
08.00 bis 18.00 Uhr - Hafen von Piräus

Kurze Fahrt mit dem Shuttlebus zum Hafenterminal je nach Liegeplatz).
Werner jagt die Gruppe gleich nach dem Anlegen von Bord Richtung Bushaltestelle. Kurze Fahrt zur Metro.

Athen individuell:
Vom Hafenterminal 200 m zum öfftlichen Bus. Abfahrt auf der rechten Seite zur U-Bahn, Bus Nr. 843 oder ca. 20 min zu Fuß, immer am Wasser entlang. Bei der Überführung mit Rolltreppe aussteigen, dann ist links die Metro, Busticket kostet 1,40 Euro. In Metrostation Tagesticket für 4,00 Euro; Rentner, Kinder alle gleich. Einmal entwerten gilt für alle Busse und Bahnen. Fahrt am Besten gleich früh zur Akropolis, Linie 1 bis Omonia, umsteigen in die 2 Richtung Aghios dimitros, aussteigen bei Acropolis. Hier der Herde nach, 200 m bis zum Eingang, Tickets 12,00 Euro, Rentner ab 65 Jahre 6,00 Euro, Kinder bis 17 Jahre frei. An den beiden Amphitheatern entlang hoch zur Akropolis laufen, einmal außenrum. Dann diesen Ausgang nehmen und dort noch durch den Park und die Wandelhalle zur U-Bahn Monastiraki Richtung Piräus. Linie 1 würde direkt zurückgehen. Am Ausgang sind nette Geschäfte zu finden und die Altstadt Plaka. Am Syntagma Platz ist Wachablösung (13.00 Uhr); auch ganz nett.

Tipp: Fahrt auf den Lycabettus Hill mit der U-Bahn hin und der Zahnradbahnbahn rauf oder hinauflaufen. Von dort super Blick über die Akropolis und Athen.

Wir waren natürlich schon um 09.00 Uhr an der U-Bahn Station Acropolis, um festzustellen, dass die Griechen uns ab 13.00 Uhr mal wieder mit Streiks beglücken wollten ... Also nix wie rein, rauf, drumherum und zum anderen Ausgang wieder raus, bevor die ganzen Heerscharen ankommen. Schön für die Männer, wir hatten keine Zeit zum Bummeln und Geld ausgeben in der Altstadt, da wir mit der letztmöglichen U-Bahn wieder zurückgerauscht sind ...

Piräus selbst gibt nichts her. Noch nicht mal der Yachthafen ...

Dafür haben wir am Nachmittag Zeit die Sonne zu genießen und lauschen der Dancing Queen Show am Abend, auch ein Highlight ...

08. September - Volos
08.00 - 18.00 Uhr

Entweder AIDA-Ausflug zu den Meteoraklöstern, sehr beeindruckend durch die Lage oben auf dem Berg. Fahrtzeit einfach ca. 2,5 h.

Oder Spaziergang durch Volos. Shuttlebus fährt kleines Stück zum Hafen raus. Dann immer am Meer entlang, spazieren rechts rum Richtung Segelschiffe und Fischerboote. Eine knappe Stunde bis zum Strand am Ende der Bucht. Eine sehr schöne Kirche kann man linkerhand besichtigen. Dort wo das Grün beginnt fängt der Sandstrand an. Direkt hinter dieser Lounge Bar, nicht das kleine Stück vor der Bar, das ist nicht toll ... Dann vom Strand Parallelstraße wieder rein in die City, nach dem halben Rückweg fängt an einer tollen Moschee die Fußgängerzone an. Bitte ohne Männer, jeder zweite Laden ist ein Schuhgeschäft. Siesta ab 14.00 Uhr, ca. 3 km einfache Strecke, aber kurzweilig.

Werner war mit einem Teil der Gruppe bei den Meteora Klöstern, lange aber sehr lohnenswerte Fahrt ...

09. September - Izmir
08.00 - 18.00 Uhr

Empfehlenswert:
AIDA-Ausflug nach Ephesos: Abfahrt 09.00 Uhr, ca. 1 h Fahrt, vorher Boxenstop an einem Laden, ca.2 h geführter Aufenthalt in Ephesos. Der Spaziergang fängt oben an und endet unten. Also alle müssen bis zum Ende gehen und werden da wieder eingesammelt. Festes Schuhwerk! Da Ephesos, eine der bedeutensten Ausgrabungsstätten in der Türkei ist, ist es entsprechend überlaufen. Sehenswert dort das gewaltige Amphitheater und die berühmte Celsiusbibliothek.
Alternativ, wer das schon kennt, und weniger überlaufen Pergamon. Ca. 13.30 Uhr am Schiff zurück.

Vom Schiff aus Spaziergang durch die Stadt gut möglich. Immer rechts halten die komplette Hafenpromenade am Meer entlang. Ca. 1 h zu Fuß erreicht man den Uhrturm und einen schönen Platz. Immer noch geradeaus über eine Art Brücke gelangt man mitten in die Altstadt mit zahlreichen Geschäften. Man könnte parallel zur Hafenpromenade zurückgehen, ist nicht so prickelnd, aber ziemlich gen Ende hin erreicht man die Fußgängerzone, welche gerade komplett umgebaut wurde. Vom Schiff kommend entdeckt man den Eingang zur Fußgängerzone nur schwer. Vom Schiff rechts abbiegen, bei einem glänzenden verglasten Gebäude, neben so einer Art Brückenpfeilern gehts links rein, ca. 300 m dann ab hier Fußgängerzone.
Taxi kostet ca. 10,00 Euro zum Basar vor in die Altstadt und dann eventuell zurücklaufen...

10. September - Thira, Santorin
10.00 - 19.00 Uhr genial, Tenderhafen

Die Einfahrt ein Muss und der absolute Höhepunkt dieser Reise.

Bedingt durch die lange Liegezeit, genial, die Einfahrt unbedingt erleben vom Sonnenaufgang bis zum Halten, sehr spektakulär. Zuerst fährt das Schiff an Oia vorbei, die weiße Stadt hoch auf dem Hügel, die immer näher kommt, dann nähert man sich Thira. Tenderhafen, d.h. die Passagiere werden mit Booten an Land gebracht. Sind wenig Schiffe da ist das kein Problem. Tendern und am besten früh gleich mit der Seilbahn den Berg hochfahren, 4,00 Euro für Erwachsene bzw. 2,00 je Kind, 2 min Fahrt den Berg hoch oder 30 min zu Fuß einen Zickzackweg mit Eseln hochlaufen oder mit einem Esel reiten ... Die Seilbahn hat Platz für 6 mal 6 Gäste alle 3 min. Oben dann Straße nach rechts viele Läden und immer wieder gute Ausblicke. Oben links von der Seilbahn ca. 1 - 1,5 h zu Fuß Richtung Firostefani, immer oben am Kamm den Weg entlang, ein Muss für alle, die gut zu Fuß sind! Es gibt immer mal ein kurzes Stück mit phänomenaler Aussich. Richtung Oia wird es immer ruhiger und spektakulärer. Spaziergang an vielen Häusern und einzigartigen Hotels entlang. Boxenstop mit Aussicht oft möglich. Natürlich kostet das Bier mit diesem Blick etwas mehr, aber es lohnt sich, oder Getränke am Kiosk holen (Tipp: 1,5 l Coke 2,30 €). An den berühmten Kirchen mit den blauen Kuppeln weiter. Solange gehen (ca. 1,5 h gemütlich, aber teilweise steinig) bis man Blick nach Oia kriegt. Am Ende werden die Hotels immer spektakulärer, fast alle haben Pools Richtung Meer. Gemütlich zurück gehen oder Taxi nehmen. Je nach Schiffsaufkommen Stau an der Seilbahn einkalkulieren. Gegebenenfalls zu Fuß den Berg runter, ca. 25 min. Achtung Esel und deren Hinterlassenschaften.

Alternativ, falls viele Schiffe angekündigt, der vielleicht sicherere Weg, AIDA-Ausflug Oia und Thira. Der Tender bringt die Gäste zum Busanleger. Von dort ca. 20 min Fahrt nach Oia an der nordwestlichen Spitze Santorins, noch knuffiger und die Gassen noch enger, unbedingt an der typischen weiß-blauen Kirche nach unten durchgehen für den Hammerausblick. Eine enge Gasse voller Menschen und Touris windet sich am Bergkamm entlang bis zur venezianischen Festung, 1/2 h geführt, Rest dann 1 h Freizeit, sehr spektakulär. Noch individuellere Läden als in Thira ... Auf jeden Fall einen Ausflug wert, oder spontaner Versuch per Taxi ca. 20 Euro. Unsere Leute schwebten allesamt fasziniert durch die engen Gassen ... Gen späten Nachmittag lichtet sich auch der Andrang der Gäste.
Auch bei der Abfahrt konnten wir gleich ohne Wartezeit in die Seilbahn einsteigen.

Ein perfekter Tag, was soll ich sagen, selbstverständlich bei Sonne, blauem Himmel und angenehmen 30 Grad.

11. September - Marmaris, Türkei
09.00 - 17.00 Uhr

Super schöner Hafen mit zahlreichen Yachten am Schiff. Ca. 20 min zu Fuß um die tollen Yachten herum in das quirlige Zentrum mit zahlreichen Restaurants und netten Geschäften. Am anderen Ende der Bucht besteht die Möglichkeit einen Bootsausflug zu unternehmen oder sich an einen Strand bringen zu lassen.
Schmucker Ort mit nicht so aufdringlichen Verkäufern, wie sonst üblich ...

Wir haben ein Boot mit Dach gemietet und hatten einen Ganztagesausflug mit zahlreichen Stops zum Baden und Schnorcheln. Das war ein idealer Ausklang für einen perfekten Urlaub. Groß und klein hatte viel Spaß.

Bei der letzten Poolparty dieser Reise lassen wir es dann noch mal richtig krachen, schließlich geht unser Flieger erst am Abend nach Hause ...

Fazit:

Wetter perfekt, wolkenlos, endlich mal ein junger dynamischer Kapitän, der sich nicht versteckt, spannende Ziele mit dem absoluten Höhepunkt Santorin. Da sind sich auch alle einig

Das einzige was schlechter wird ist nicht AIDA, sondern das Publikum, was zum Teil mit diesen Just Angeboten angelockt wird und die gute Stimmung an Bord mit krankhaftem Meckern aufmischt. "Früher war alles besser" ja dem stimme ich zu was das neue Billig und Geiz Publikum betrifft.