Ein Reisebericht von:

Sabine

 

Für die kommenden 3,5 Wochen ist die MS Amadea unser zuhause.

Montag, 23.11.

Mit 41 Gästen wollen wir mit der MS Amadea den Indischen Ozean erkunden und manch anderes mehr. Wir treffen uns um 14.15 Uhr im Reisebüro. Ein Bus von Borst Reisen bringt uns zum Flughafen nach Frankfurt. Den 1. Grund zum Feiern gibt's schon im Bus. Margot wird 70. Es gibt Sekt und Plätzchen. Um 20.30 Uhr starten wir mit Emirates gen Dubai. Dort haben wir 4 h Aufenthalt. Wir lösen unseren Verzehrgutschein ein und vertreten uns die Beine. Der A380 von Emirates fliegt uns dann in weiteren 6 h gen Mauritius.

Dienstag, 24.11.

Hurra alle Koffer sind da und wir fahren quer durch die Insel vom Flughafen zum Hafen noch Port Louis. Es gibt zum Sonnenuntergang viel Zuckerrohr und die bizarren Bergketten der Insel zu sehen. Nach dem Check-in auf der MS Amadea gibt es ein Abendessen und dann sind alle platt. Die Kabinen sind üblicherweise nicht der Brüller, aber wir wollen ja was sehen und nicht auf der Kabine sitzen.

Mittwoch,25.11.
2. Tag Mauritius, Port Louis

Wir haben Kabine 733, eine lustige Balkonkabine, auf dem Promenadendeck gebucht. Für Werner ideal, da er gleich zur Tür raus kann und im Freien ist zum Essen oder Sterne gucken. Wir treffen uns um 9.45 Uhr alle in Pink. Jeder unserer Gruppe hat ein brombeerpink farbenes Poloshirt mit Namenseindruck und "Traumschiff" Aufdruck erhalten. So bepinkt starten wir mit mehreren Taxen unseren Land und Leute Ausflug über die Insel. Die Hauptstadt Port Louis wartet mit ein paar hypermodernen Hochhäusern auf. Eine Bank schaut aus wie ein überdimensionales Ufo. Wir fahren durch die Stadt gen Süden. Die Natur ist sehr tropisch auf dieser Seite der Insel. Wir haben mehrere Fotostopps an Vulkankratern und Wasserfällen. Für die Coloured Earths langt die Zeit leider nicht. Wir fahren an der Küste entlang zurück. Von oben können wir den berühmten Felsen "Morne" sehen. Dort hat sich die bei deutschen bekannte Hotelkette RIU Hotels gekauft. Wir stecken die Zehen am Tamarinstrand ins Wasser und sind um 15.45 Uhr zurück am Schiff. Jetzt müssen wir nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen alle zur Seenotrettungsübung. Danach laufen wir bei Sonne und Sekt aus und hören zum 1. Mal die "Traumschiff-Melodie" beim Auslaufen.

Die Kulisse von Mauritius ist mit den bizarren Bergspitzen sehr schön. Der Hafen selbst gibt nichts her. Man könnte mit dem Wassertaxi für 2,00 Euro zur Uferpromenade der Stadt fahren oder für 10,00 Euro mit dem Taxi. Der Sonnenuntergang ist spektakulär.

Donnerstag, 26.11.
Reunion 07.00-17.00 Uhr

Hurra, wir sind wieder in Europa. Hier herrscht der Euro. Und im Gegensatz zu Mauritius wird hier wieder rechts gefahren. Wir haben heute den Ausflug Salazie und Hellbourg gebucht. Um 7.20 Uhr treffen wir uns und fahren mit einem luxuriösen Bus gen St. Denis. Hier ist natürlich Berufsverkehr und es gibt nur eine Straße die Küste entlang. Also stauen wir mit bis zur Stadt. Im Meer gibt's ein paar Delfine. Die die rechts im Bus sitzen sehen am Anfang leider nur eine Mauer mit Steinen. Nach der Stadt wird es besser. In St. Andre besichtigen wir eine Vanilleplantage. Die Vanille gehört zu den Orchideen, also lässt man sie im Schutz von Palmen unten an den Palmen entlangwachsen, oder konstruiert so eine Art Klettervorrichtung mit Netz darüber. Die Blüten werden von Hand! befruchtet (bestäubt). Sie werden auch per Hand geschnitten, wenn sie reif sind. Sie werden mehrfach gekocht, getrocknet etc.. Deswegen kosten sie was sie kosten. Wir trinken einen leckeren Vanillelikör bestehend aus Kokosnussmilch, Rum und Vanille!

Im Anschluss geht's in die berühmten Berge von Reunion. Wir schlängeln uns serpentinenartig mit dem Bus gen Hellbourg durch. Es ist wunderschön tropisch grün. Palmen, Litschibäume, Mangos, Chouchau(Ein einheimisches Gemüse). Zwischendurch sehen wir immer mal ein Wasserfall den Berg hinunter stürzen. Letztendlich sieht es aus wie in den Bergen bei uns, aber komplett andere Pflanzen. Wie genießen mehrere Fotostopps und spazieren durch das wirklich sehenswerte Örtchen Hellbourg. Hier stehen tolle bunte Häuschen mit weißen Holzvertäfelungen ums Dach herum. Es gibt nette Lädchen und auch auf dieser Höhe üppige Pflanzenpracht. Wir sind hier in den Tropen, im Durchschnitt hats hier 30 Grad. Die vielen Vulkane sorgen für ein bizarres Bild. Wir befinden uns nun im sogenannten Cirque de Salazie, einem Vulkangürtel. Es werden außerdem Nelken, Kaffee, und Vanille angebaut.

Wir genießen ein typisch kreolisches Mittagessen bei Eva mit viel Gemüse und Fisch, bevor wir leider wieder die Rückkehr antreten müssen. Als Höhepunkt der Fahrt halten wir noch an den Brautschleier Wasserfällen. Da es im Moment nicht so viel geregnet hat, ist es nicht ganz so spektakulär. Mir gelingt es sogar für Sekunden den Wappenvogel von Reunion, berühmt durch seine 2 weißen langen Federn, zu erhaschen. Wir passieren wieder St. Denis, diesmal ist der Verkehr etwas akzeptabler. Aber so richtig sehenswert scheint mir der Ort nicht. Um 16.00 Uhr sind wir wieder zurück.

Nach dem Duschen gibt's lecker Kaffee und Kuchen. Wir feiern mit einer grandiosen Torte und Sekt mit Curacao den 42. Geburtstag von Phönix Reisen. Mit Blick auf die eindrucksvolle Insel Reunion nehmen wir Kurs auf unser nächstes Ziel auf.

Freitag, 27.11.
Seetag

Faulenzen. Abends Galadinner. Handshake mit Kapitän Flohr und die Welcomeshow locken die Gäste aus ihren Kabinen. Das Essen ist vorzüglich. Das Showensemble ist mit 10 Mann auch sehenswert. Über die Gastkünstler lässt sich wie immer streiten.

Samstag, 28.11.
Madagaskar - Antisiranana 9.00-18.00

"Wir lagen vor Madagaskar und hatten die Pest an Bord"

Pünktlich legt unser Kapitän in Diego Suarez oder auch Antisiranana an. Die Einfahrt in den Naturhafen ist ganz nett. Diego Suarez ist im Norden die größte Stadt und liegt an einer traumhaft schönen Bucht. Sie ist die fünftgrößte Stadt Madagaskars und die "modernste". Wenn man überhaupt von modern sprechen darf.

Wir haben eine Jeeptour gebucht und verteilen uns à 4 Personen auf die Fahrzeuge. Allein schon bei der Fahrt durch die Stadt erkennt man den morbiden Charme von Antisiranana. Das koloniale Stadtviertel befindet sich auf einer Halbinsel. Die Einkaufsstraße ist die Rue Colbert, im Herzen der Stadt. Wir fahren 32 km gen Joffeville in 800 m Höhe. Dort befindet sich der Ausgangspunkt in das Schutzgebiet Montagne d'Aribe. Der Nationalpark umfasst 18.200 ha. Auf der Fahrt dorthin ist deutlich spürbar, dass Madagaskar ein armes Land ist. Reich an Flora und Fauna, aber die meisten Einwohner leben in Blechhütten. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Die meisten Madagassen ernähren sich von dem, was die Natur hergibt und halten sich ein paar Zebu-Rinder. Heute ist Samstag und wir passieren einen Markt und viele Kinder winken am Straßenrand. Die Straßen sind gesäumt von Blechhütten. Mangobäume, Litschibäume und Jackfrucht bestimmen das Bild. Bis Joffreville ist die Straße ganz ok, bis uaf ein paar Schlaglöcher. Im Park wird es dann wilder! Wir spazieren ca. 90 min von einem Punkt zum anderen durch den Wald. Der Weg ist gut und trocken. Es gibt unendlich viele Wurzeln am Boden. Aber der Primärwald ist toll. Ganz viele spekakuläre Pflanzen und Bäume. Was Chamäleons betrifft haben wir viel Glück, ich konnte selbst eines entdecken auf einem Strauch. Wir sehen das kleinste Chamäleon der Welt mit Zoom! Körpergröße und mindistens 10 weitere größere und kleinere. Aber die Lemuren bleiben leider in den Bäumen sitzen und rühren sich nicht. Ich hätte es andersrum erwartet. Egal, der Spaziergang war sehr spannend. Es gab Schnecken, eine Gottesanbeeterin, diverse Früchte etc.. Nach einem kuzen Immbiss geht's wieder zurück.

Wir stoppen noch kurz in der Stadt um ein paar Souvenirs zu erstehen. Gefolgt von 1.000 neugierigen Blicken verlassen wir pünktlich um 18.00 Uhr den Hafen von Madagaskar. Meiner Meinung nach ein wichtiger Stopp, um den Gästen zu verdeutlichen, dass Madagaskar zwar auch im Indischen Ozean liegt, aber ganz anders tickt als Mauritius oder die Seychellen. Abends dürfen wir das Abendessen im Freien genießen und trinken noch einen Absacker unterm Sternenhimmel.

Sonntag, 29.11.
Seetag

Nach dem aufregendem Tag in Madagaskar schlafen wir heute mal aus. Im Theater werden alle Ausflüge der Reise vorgestellt und heute gibt es ein Novum, die Uhrzeit wird Mittags auf 13.00 Uhr vorgestellt. Wir spielen unsere 1. Runde Schafkopf nach dem Essen. Ein paar gehen zur Modenschau. Außerdem genießen wir die ersten Plätzchen zur Teestunde, können uns im Anschluss den Seychellenvortrag anhören, tanzen lernen, Bingo spielen oder der Happy Hour frönen. Wir dürfen im Freien zu Abend speisen. Am Abend folgt im Programm die Celtic Dream Show. Wer in grün oder etwas grünem in der Kopernikus oder Jupiterbar erscheint erhält einen grünen Drink. Nach einem lustigen Abend unterm Sternenhimmel geht's ins Bett. Die Seychellen rufen!

Montag, 30.11.
Seychellen 9.30-5.00 Uhr - Mahe

Die Sonne geht um 6.00 Uhr auf und wir nähern uns der Inselwelt der Seychellen. Um 9.30 Uhr machen wir in Viktoria, der kleinsten Hauptstadt der Welt, fest. Wir treffen uns alle in pink am Pooldeck mit unserem Traumschiffshirt und fahren mit dem Bus über die Insel. Von Viktoria geht es am berühmten Clock Tower (Eine Nachbildung aus London) vorbei, über eine der spektakulärsten Straßen der Welt, durch die Berghänge gen Port Glaud. Bei Bel Air genießen wir einen schönen Blick auf die Stadt und den Hafen. Die Natur ist tropisch, sehr grün, riesige Bäume und Palmen und herausragende Blüten. Wir stoppen an einem Schildkrötengehege und füttern die 100 Jahre alten Tiere mit frischen grünen Blättern. Links und rechts der Straße stehen immer mal tolle Häuser. Hier könnte man es aushalten stellen wir fest. Bei einem weiteren Aussichtspunkt an einer verwitterten Missionsstätte laufen wir ein paar Schritte durch den Tropenwald, sehen einen Zimtbaum, wir erschnüffeln es an der Rinde des Baumes! Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick über das üppige Grün aufs Meer mit seinem türkisfarbenen Meerwasser. Außerdem sieht man von oben schon die großen Granitfelsen, die die Strände umrahmen, und für die die Seychellen berühmt sind. Wir sehen Flughunde in den Bäumen und Paradise Flycatcher vorbeifliegen. Die sehen aus wie weiße Seeschwalben mit 2 langen Federn.

An einem Souvenirstand gibt's Zimt, Kokonussöl und ein paar Schmucksachen. Wir erreichen die Südwestküste der Insel. An der Grande Anse halten wir für einen Fotostopp. Weißester Sand, kilometerlang (Daher ja Grande) umrahmt von ein paar Granitfelsen. Traumhaft! Ein paar Kilometer weiter am Barbarons Strand legen wir einen Badestopp ein. Das Meer ist warm. Leider ist mittags Ebbe. Die Sonne strahlt vom Himmel, ebenso wie wir. Wir fahren an der Küste entlang, magisch. Immer wieder üppiges Grün und Palmen und auch Tropenhölzer mit rotem Stamm. An der Ostküste entlang, die nicht ganz so spektakulär ist, geht es am kleinen Flughafen vorbei. Wir passieren die neuen Häuser der Scheichs. An dieser Küstenseite wurde viel Land aufgeschüttet und Villen gebaut, es heißt , das viele Scheichs hier sind.

Wir stärken uns an Bord und laufen im Anschluss noch einmal zu Fuß in die Stadt. Ca. 20 min geht man bis zum Clocktower. Fast alle Läden schließen bereits um 17.00 Uhr. Wir schauen kurz in die Kirche und schlendern etwas durch die Straßen, welche schon weihnachtlich geschmückt sind. Im Theater gibt's noch eine Folkloreshow von Seychellois. Wir liegen bis um 5.00 Uhr im Hafen.

Dienstag, 01.12.
Silhouette

Wir fahren ca. 2 h durch die Inselwelt und erreichen früh am Morgen Silhouette. Die Tenderboote werden ins Wasser gelassen. Wir nehmen gleich das erste Boot. Die Insel Silhouette ist 20 qkm groß, somit die drittgrößte Insel der Seychellen, nordwestlich von Mahe. Es gibt dort noch 2 Dörfer. Die Tenderbootanlegestelle ist in La Passe. Am nördlichen Ende von La Passe befindet sich das Hilton Labriz. Die Insel steht zum Glück unter dem Schutz der Vereinigung Nature Protection Trust. Wir spazieren zunächst links herum durch üppige Primärvegetation. Es gibt riesige Spinnennetze nebst Spinnen, traumhafte, rauhe Sandbuchten. Der Weg geht ca. 2 km über Stock und Stein durch schöne Palmen und Pflanzen. Rechts herum vom Tenderboot gibt es den Traumstrand, ewig lang und umrahmt von Palmen. Dort befindet sich auch das Hilton Hotel. Wir genießen Sonne, Strand und Meer. Am Ende des Strandes des Hilton ist das Fotomotiv schlechthin ... Riesige Granitfelsen mit Palmen an weißem Strand. Gen Abend, also vor Sonnenuntergang können wir Flughunde beim "Abhängen" in den Bäumen aus nächster Nähe betrachten. Wir tendern um 19.00 Uhr zurück. Um 22.00 Uhr verlassen wir Silhouette.

Mittwoch, 02.12.
Praslin - La Digue

Die MS Amadea liegt auf Reede zwischen den Inseln Praslin und La Digue. So können alle Gäste frei wählen wohin sie tendern wollen. Wir entscheiden uns für La Digue. Wir nehmen ein Tenderboot um 10.00 Uhr.
Nach ca. 25 Minuten erreichen wir die nächste Trauminsel. Etwa 3.000 Einwohner leben hier auf der viertgrößten Insel der Seychellen. Es gibt Fahrräder und Ochsenkarren, mittlerweile leider auch ein paar Autos. Mit dem Fahrrad, heutiger Tagespreis 25,00 $ für 2 Räder, Angebot und Nachfrage, fahren wir zum wohl eindrucksvollsten Strand der Welt ... dem Anse Source d' Argent, rechts vom Anleger gelegen. Zunächst fahren wir durch den Ort, dann entrichten wir 10,00 Euro Eintritt, allerdings in Rupien. Wir parken die Räder, füttern die Schildkröten, schauen uns Vanille an und laufen dann durch bizarre Felsen am Strand entlang. Ein Ausblick ist besser als der andere. Leider ist mittags wieder Ebbe. Nach ein paar geruhsamen Stunden düsen wir auf unseren Drahteseln weiter durchs Hinterland gen Patatran. Dort befindet sich meiner Meinung nach eines der schönsten Hotels der Seychellen ... das Patatran am gleichnamigen Strand, mit weißem Sand und Palme und die grandiosen Granitfelsen. Magisch!!! Wir lassen die Szene auf uns wirken und brausen noch etwas durch La Digue.

Um 16.45 Uhr brechen wir mit dem Tender gen MS Amadea auf. Die Dünung ist angestiegen, so dass es einige Zeit in Anspruch nimmt wieder an Bord zu gelangen. Auf dieser Reise durften wir 3 Inseln der Seychellen kennenlernen. Praslin haben wir schon gekannt und uns somit für La Digue entschieden, welches uns am besten gefällt. Der perfekte Tag wird noch abgerundet mit einer Dschungelparty an Bord. Wir sehen Ausschnitte aus dem Musical König der Löwen, perfekt vorgetragen vom Amadea Showensemble. Die Kostüme sind absolut super und alle haben viel Spaß. Es wird getanzt und gelacht am Pooldeck. Für den kleinen Hunger gibt es noch das leckere afrikanische Gericht "Bunny Chow" serviert in Brotschalen.

Donnerstag, 03.12.
Seetag

Hurra, endlich mal ausschlafen und die Seele baumeln lassen. Gegen 10.00 Uhr überqueren wir den Äquator. Es ist heute heiß und sonnig. Am Pooldeck gibt es ausgezeichnete Gambas a la Plancha: Riesengarnelen in herrlicher Soße mit Knoblauchbrot. Am Nachmittag spielen wir in der kühlen Vista Lounge Karten. Wir werden mit einer tropischen Teezeit weiter verwöhnt und am Ende zelebrieren wir die Äquatortaufe. Danach wird getanzt und der grandiose Sternenhimmel bewundert.

Freitag, 04.12.
Seetag

Heute nochmal ausruhen und nix tun. Wir haben einen kleinen Empfang für unsere Gruppe mit Cocktails und ein paar Anekdoten der Kreuzfahrtdirektorin Manuela Bzdega. Abends folgt nochmals ein Auftritt vom südafrikanischem Sänger Joe Curtis. Danach versucht man die Gäste mit Rockmusik an den Pool zu locken.

Samstag 05.12.
Seetag

Alles ganz im Zeichen des Relaxens, gammeln, gut essen und abhängen. Zum Abendessen gibt es einen Cocktailempfang und alle dürfen sich aufbreezeln zum Galaessen. Toll ist dann der Abend am Pooldeck. Der DJ hat eine Leinwand aufgebaut und spielt alte Musikvideos. Wir sehen und hören gute Musik und chillen bei Cocktail und Bier sowie angenehmen Temperaturen im Freien. Ein gelungener Abend im Freien zum Tanzen, lauschen und chillen. Gute Unterhaltung ist doch so einfach.

Sonntag, 06.12.
Salalah 9.30-17.30

3 h früher als erwartet legen wir in Salalah an. Leider haben wir erst für nachmittags einen Ausflug gebucht, da wir von 5 h Aufenthalt ausgegangen sind. Die Einfahrt war super und die Sicht auf die Stadt mit ihren vielen Palmen auch. Es hat mindestens 25 Grad und es ist sonnig. Der Hafen ist leider ätzend. Wir liegen abseits vom Schuss und von hier aus fährt ein Shuttle Bus nur zum Hafengelände raus. Von dort gäbe es Taxen die für ca. 30 $ in die Stadt fahren. Um 13.00 Uhr starten wir zu unserer Salalah Erkundung. Zuerst geht es zum Hafen raus. Am Ausgang stehen tatsächlich jede Menge Taxen. Unser Bus fährt mit unserer kompletten Truppe erst einmal zum Grab des Propheten Hiob. Die Fahrt auf die Berge hinauf ist großartig. Wir sehen links und rechts freilaufende Kamele im Gelände. Eine Herde trabt sogar entlang der Straße. Die Gegend ist trocken. Durch die Monsunzeit hier von Juni-August wächst doch einiges an Gebüsch. Auch Kühe sind im Gelände unterwegs. Das Grab ist eher unspektakulär und man darf nur verhüllt hinein. Die Aussicht allerdings lohnt die Fahrt in die Berge.

Dann fahren wir durch eine bizarre Berggegend an der Küste entlang zu den sogenannten Blowholes. Am Nachmittag kommt die Flut, also können wir gut sehen wie das Meerwasser durch ein paar große Löcher am Boden fontänenartig nach oben spritzt. Die Felsformationen sind auch gigantisch dort. Die Wege sind gut angelegt und wir haben von hier auch einen tollen Blick auf den Strand. Unser Guide zeigt uns noch einen Weihrauchbaum. Für die Ernte des Harzes des Weihrauchbaums ist der Oman berühmt. Die Felsen links und rechts der Straße sind absolut bizarr. Immer wieder tauchen Kamele auf. Willkommen im Orient! Zum Abschluss fahren wir noch durch Salalah. Hier gibt's auch Strand und Palmen. Die Stadt ist durchzogen von Gärten mit Palmen, Bananen und vielen Früchten. Wir haben auch noch einen kurzen Shoppingstopp am Souk gemacht. Die Händler sind freundlich, es wirkt sauber und ordentlich, und es duftet an allen Ecken nach Weihrauch. Es gibt unzählige Tücher, Schals, Weihrauch und Weihrauchbrenner, Kamele und Souvenirs. Auf einer Stromleitung entdecken wir freilebende Papageien. Alexandersittiche! Laut krächzend sitzen sie auf den Leitungen und beobachten das Geschehen. Leider ist unser Aufenthalt zu kurz und wir müssen schleunigst zurück.

Die Sonne versinkt im Meer. Ein Hauch von Orient umgibt uns. Alle waren begeistert über Land und Leute. Und das am 2. Advent. Voller neuer Eindrücke genießen wir die milde Luft auch noch am Abend und schauen uns das glitzernde Meer an. Hier im Meer sorgen Rotalgen dafür, dass es in den Wellen wie Diamanten glitzert. Der Sternenhimmel ist nach wie vor fantastisch. Unser Schiff fährt unbeleuchtet in der Nacht. Deck 7 ist fast dunkel und oben am Sonnendeck sowieso. Für Sternengucker ideal!

Montag, 07.12.
Seetag

Die Uhr wurde 1 h zurückgestellt, so dass ich mich auch mal dem Frühsport hingebe. Erst ein paar Runden ums Schiff laufen, dann um 8.00 Uhr zum Frühsport bei Uli, noch ein paar Runden, dann duschen und entspannen in der Sauna. Die Sauna hat einen tollen Meerblick und ist früh kaum besucht. Dann gibt's noch eine Biosauna daneben, ebenfalls ein toller Blick aufs Meer und eine Dampfsauna ist auch noch da. Der Ruheraum ist hinten raus und auch von hier hat man eine gute Sicht aufs Meer. Heute gibt's Plätzchen zum Kaffee und ein tolles Hexenhaus zum Anschauen. Der Abend endet beschaulich mit Anne Welk, die uns Musicals darbietet und etliches von Catarina Valente.

Dienstag, 08.12.
Seetag

Gegen Mittag passieren wir die Meerenge und haben Blick auf Dschibuti. Ab und zu werden Delfine gesichtet. Am Nachmittag spielen wir wieder Schafkopf. Außerdem Tanzunterricht, Chinesisch lernen, bilden uns am Computer weiter oder lassen einfach die Seele baumeln. Am Abend sitzen wir im Freien, lauschen Wunschmusik und chillen das letze mal im Dunkeln.

Mittwoch, 09.12.
Seetag

Frühsport, Qi Gong, Vorträge, Golfsport, Kaltschale, Sprachkurs ... das sind die Zauberworte des Seetags. Zur Kaffeestunde werden wir verwöhnt, nach dem Motto alles Schokolade. Ein Traum aus Schokolade in weiß oder in dunkel. Von Mousse au chocolat bis Sachertorte, ein wirklicher Genuss. Heute Abend lockt die Gästeshow. Otto tritt als Nikolaus auf und sorgt für Stimmung. Im Anschluss gibt's einen Absacker.

Donnerstag, 10.12.
Seetag

Heute dürfen wir hinter die Kulissen der Atlantik Lounge blicken. Wir sehen die Umkleidekabine, die Kostüme und die verschiedenen Hüte und Perücken. Vor dem Abendessen werden die Gäste mit Silber und Gold Service zum Cocktail auf dem Pooldeck eingeladen. Am Abend hören wir The Rat Pack am Pooldeck, also Frank Sinatra, Sammy Davis jr. und Dean Martin.

Freitag, 11.12.
Jordanien - Aqaba
Sonnenaufgang: 6.24 Uhr
Sonnenuntergang 16.42 Uhr
9.00-3.00 am 12.12.

Die Einfahrt nach Aqaba ist ganz spannend, zumal auf der anderen Seite der Meerenge gleich unser nächster Hafen Eilat ist. Dies war mir auch nicht so bewusst. Das Örtchen macht einen netten Eindruck aus der Ferne. Im Hafengelände ist es nicht gestattet sich zu Fuß zu bewegen, deswegen haben die Gäste die Möglichkeit mit einem kostenlosen Shuttlebus ins Zentrum von Aqaba zu fahren. Wir starten mit unserer Gruppe um 9.30 Uhr gen Petra. Auf meiner to do Liste ganz weit oben, die Felsstadt Petra. Mit dem Bus geht es durch Aqaba durch. 145 km sind es von Aqaba zum UNESCO Welterbe (seit 1985) Petra. Die Fahrt dahin ist schon absolut sehenswert, denn das Morgenlicht ist perfekt. Wir sitzen links im Bus und die Felsen neben uns wirken fast magisch beleuchtet. Wir passieren auch die Abzweigung nach Wadi Run. Dort sehen wir die Sanddünen zwischen den Felsen. Die Felsen links und rechts der Straße geben gute Einblicke ins Land. Die Autobahn ist gut ausgebaut, so dass wir gut vorwärts kommen. Es gibt einen Boxenstopp mit gigantischem Verkaufsladen dabei. Dann biegen wir von der Autobahn ab und es wird abenteuerlicher bis zur Felsenstadt. Wir sehen kleine nette Ortschaften, Ziegen und allerlei Getier.

Dann können wir einen ersten Blick auf Petra von oben erhaschen. Unser Bus hält am Besucherzentrum, der Eintritt muss entrichtet werden 65,00 Euro pro Person! als Gruppe. Nur Gäste, die in Petra übernachten, erhalten den Zugang günstiger. Der erste Wegabschnitt ist gut den Berg hinab zu laufen. Für Wagemutige, oder auch lebensmüde, wird auch ein Ritt hoch zu Ross angeboten, oder eine Pferdekutsche. An den Felshängen angekommen wird es enger und ein 1,5 km langer Weg führt durch die enge bizarre Schlucht Bab-as-Siq (Tor zur Schlucht). Eingerahmt von Felsen, mal enger mal breiter, mal sonnig, mal mit Schatten spazieren wir gen Schatzhaus, dem wohl berühmtesten Denkmal Jordaniens. Die gigantische Fassade ist mit Skulpturen und Säulen geschmückt. Wahrscheinlich war es ein Grabmal der Nabatäer. Unser Reiseleiter erklärt uns die Wasserversorgung und verschiedene Reliefs in den Felsen.

Immer wieder kriegen wir Souvenirs von Kindern unter die Nase gehalten. Sonst ist der Weg einfach nur spannend. Nach dem Schatzhaus gibt es zur rechten Hand weiter unten noch ein Theater. Es gab dort Platz für mehrere tausend Besucher. Außerdem gibt es zahlreiche Gräber zu entdecken. Wir sehen ganz toll im Sandstein die verschieden farbigen Schichten. Dieser Ort hat wirklich etwas magisches. Kaum vorstellbar, dadd hier Menschen gelebt haben. Hier im Bereich am Theater werden noch Kamelritte angeboten, dann wirkt es noch orientalischer. Allein die verschiedenen Sandfarben am Boden faszinieren mich schon. Das Gebiet ist riesig. Unsere Zeit reicht leider nur für das Notwendigste. Um 15.30 Uhr müssen wir wieder am Bus sein. Also wieder gute 2,5 km zurück. Verlaufen kann man sich zum Glück nicht. Vom Schatzhaus aus gibt es nur eine Straße zurück durch die Schlucht, irgendwie beruhigend. Natürlich brauche ich für meine Sandsammlung ein Fläschchen kunstvoll gestaltet mit den verschiedenfarbigen Sandarten. Tief beeindruckt stapfen wir zurück. Hier hätte man Tage verbringen können und hätte noch nicht alles gesehen.

Außerhalb der Schlucht hat es momentan gut 20 Grad. Man sollte aber unbedingt beachten, dass man drinnen im Schatten um diese Jahreszeit durchaus ein Jäckchen braucht! Der Felsentempel Ad Deir muss bis zum nächsten Mal warten. Für einen Aufstieg nach oben hat die Zeit leider nicht gereicht. Unser Bus wartet am Besucherzentrum. Dort gibt's natürlich zahlreiche Souvenirstände und Toiletten. Was Toiletten betrifft gibt es in Richtung Theater WCs in Petra in der Schlucht. Bis zum Sonnenuntergang genießen wir noch das tolle Licht auf die Berge. Ein kurzer Spaziergang durch Aqaba rundet den Tag ab. Wir sehen noch den gigantischen Fahnenmast und erhaschen einen Blick aufs Fort bevor es zurück zur MS Amadea geht. Ca. 10 min benötigt der Bus von der Stadt zum Hafen. Der Shuttlebus hält im Zentrum bei Mc Donalds. Am Abend präsentieren dann jordanische Gastkünstler landestypische Folklore.

Samstag, 12.12. Israel - Eilat
6.00 - 22.00 Uhr

Die MS Amadea muss in der Nacht quasi nur ums Eck fahren. Dann bekommen wir nach Jordanien einen weiteren Länderstempel für Israel. Da wir heute keinen gemeinsamen Ausflug gebucht haben und individuell von Bord gehen, müssen wir nach den Ausflügen zur Passkontrolle. Also Reisepass abholen und kurz bei den Behörden im Hafengelände vorstellig werden. Der Stempel kommt dann auf einen bereits vom Schiff ausgefüllten Zettel. Nicht alle Länder akzeptieren nämlich einen israelischen Stempel im Reisepass. Wir treffen uns um 9.45 Uhr, also die, die nicht verräumt sind, und fahren mit dem kostenlosen Shuttlebus 5 min in die City von Eilat. Der Bus hält am Mall Hayan Shopping Center. Von dort sieht man schon den Strand und die Palmenalle. Der 1. Strandabschnitt ist nicht so prickelnd. Dann wird's besser, ein paar Läden, ein paar Gedenksteine, immer teurere Hotels. Am besten sind die Palmen, riesengroß mit Stämmen, da reichen 2 Hände nicht rum. Wir stehen jetzt in Israel und können nach Jordanien rüber schauen. Die Preise sind heftig. Einige von uns fahren mit dem Taxi zum Unterwasseraquarium. Hier leben Fische in einem Originalriff und können bestaunt werden ohne selbst nass zu werden. 25,00 Euro Eintritt. Das Delfinarium, das 1 km vom Aquarium entfernt liegt, wird auch gelobt. Hier leben Delfine im Meer und schwimmen freiwillig zu den Menschen, die mit ihnen schnorcheln und schwimmen wollen. Ein paar fahren gen Timna Park

Sonntag, 13.12.
9.00-12.00 Sharm El Sheikh

Absage!!!
Wegen zu viel Wind kommt früh um 6.45 Uhr die Durchsage "Wir können wegen zu viel Wind nicht anlegen". Für uns nicht so tragisch, wir wären sowieso nur in den Souk gegangen. Die Überlandfahrer nach Kairo waren da schon mehr enttäuscht, dass sie nicht an Land gebracht werden konnten. Dafür dürfen wir den Orient an Bord erleben. Das Showtanzensemble hat Harry's Bar in einen orientalischen Basar verwandelt. Es darf Minztee getrunken werden, um Geschenke gefeilscht werden oder Wasserpfeife geraucht werden. Im Theater gibt es noch eine kleine Showeinlage. Viele Gäste sind tatsächlich auch in orientalischem Gewand gekleidet. Wir gehen am Eingang des Suezkanals vor Anker.

Montag, 14.12.
Passage Suezkanal

Um ca. 4.00 Uhr beginnen wir mit der Einfahrt in den Suezkanal. Um 6.37 Uhr geht die Sonne imposant auf als rote Kugel. Es ist früh noch etwas bedeckt, aber mit zunehmender Tageszeit wird es klarer. Wir können links und rechts des Schiffes gut Land sehen und befahren zum 1. Mal die neue erst seit 08.08.2015 eröffnete Passage des Suezkanals. Die neue Fahrrinne wurde in nur einem Jahr fertiggestellt. Zunächst gibt es nur Sand und Wüste links und rechts. Dann gibt es eine neue Art Denkmal, das wir gut ablichten können. Hinter uns sind 18 Containerschiffe. Die Passage wird im alten Teil abwechslungsreicher. Dann ist in Fahrtrichtung rechts Wüste und links ist es grüner. Hier werden auch Früchte angebaut. Wir durchqueren eine große Brücke und sehen am Horizont schon Port Said und dann sind wir im Mittelmeer. Wir dürfen raten was die Passage kostet und es verschlägt manchem tatsächlich den Atem: Für 10 h Durchfahrt muss Phönix Reisen sage und schreibe 237.000 Euro berappen!! Das macht fast 500,00 Euro pro Gast! Ein Wahnsinn! Am Nachmittag wurde es etwas frischer, so dass wir gepflegt Karten spielen oder nix tun konnten. Am Abend gibt es eine Tanzshow im Theater und unser DJ stellt wieder seine Videoleinwand auf und spielt Musik. Wir trinken noch einen Absacker in Harry's Bar und feiern in Dieters Geburtstag hinein.

Dienstag, 15.12.
Seetag

Öfter mal was Neues ... "Pferderennen am Pooldeck": 6 Pferde müssen 10 Felder überwinden, darunter auf Platz 5 ein Hindernis und auf Platz 7 der Wassergraben. Es wird jeweils gewürfelt welches Pferd gehen darf, und mit einem zweiten Würfel wie weit es gehen darf. Natürlich können die Gäste wetten, auf welches Pferd sie setzen. Eine nette Unterhaltung mit viel Spaß am Seetag bei angenehmen Temperaturen. Abends wie immer nett gegessen. Heute 2 Geburtstage! Abends auch noch Show mit Anne Welte. Sie hat unsere Geburtstagskinder in die Show mit eingebaut und Karin und Dieter auf die Bühne geholt. Im Anschluss darauf in Harry's Bar leicht abgetanzt.

Mittwoch, 16.12.
Seetag

Noch einmal kreatives Nichts tun. Wir haben seit gestern wieder TV-Empfang. Heute wurden wir zur Kaffeestunde mit ganz lecker "Wiener Spezialitäten" verwöhnt. Abends ist mal wieder Gala angesagt und endlich mal wieder das Showensemble ... Wirklich eine tolle Musicalshow ... Auszüge aus Hairspray, Les Miserables, Phantom der Oper, Mary Poppins, Chicago und Dirty Dancing. Richtig toll! Am Late Night Snack gab es dann Pizza.

Donnerstag, 17.12.
Catania - Sizilien
08.00 - 18.00 Uhr

Mit dem Taxi nach Taormina gefahren. Kaiserwetter! 15 Grad, blauer Himmel, Ätna in Sicht. 45 km von Catania bis Taormina. Erst mit dem Shuttlebus zum Hafen rausgefahren, gratis, 5 min. Dann Taxi angeheuert und auf nach Taormina. Um 09.35 Uhr nach ca. 35 min Fahrt waren wir bereits dort. Zur Linken war immer der Ätna in Sicht. Schon bei der Hafeneinfahrt trohnte er über Catania. Toller Sonnenaufgang. Auch über die Autobahn nach Taormina war die Landschaft und die Hügel gut zu sehen. Viel Grün, viele Zitronen und Orangen, abgeblühte Agaven. Wir haben unseren Rundgang bei Porta Messina, einem Torbogen, begonnen. An der Abzweigung nach 150 m zum Teatro Grecc gab es eine Touriinfo (Nicht ganz offensichtlich). Mit Stadtplan bewaffnet sind wir zuerst zum Amphitheater durch eine malerische Gasse gelaufen. 10,00 Euro Eintritt entrichtet und dann waren wir nahezu allein im Theater. Berühmt ist der Blick über das Theater auf den Ätna. Und dann kann man natürlich die Küste und den Strand von Taormina Giardini Naxos sehen. Hier könnte man mit der Seilbahn runter fahren. Wir haben die einzigartige Atmosphäre und Stille genossen und zig Fotos von der wildzerklüfteten, bergigen, grünen Landschaft geschossen.

Man geht den Weg wieder zurück zum Theater und wir sind dann nicht rechts abgebogen, zurück zur Porta Messina, sondern links auf die Corso Umberto. Ab 10.00 - 11.00 Uhr öffnen dann auch mal die kleinen Läden und es kehrt Leben ein. Die Straße war bereits weihnachtlich geschmückt. Viele tolle individuelle Läden und ganz spannende Balkone mit den tollen, für die Region typischen, Blumenkübeln aus Porzellan. Viele haben in modellierte Menschenköpfe ihre Weihnachtssterne gepflanzt oder Grünzeug auf den Balkonen. Wildromantisch! Unbedingt bis zur Piazza 9 Aprile vorlaufen. Von dort hat man noch einen überragenden Blick. Gerne wäre ich noch länger geblieben, aber da hätten wir Zug fahren müssen. Letztendlich lohnt der Weg bis zur Porta Catania, aber wir mussten zurück zum Ausgangspunkt. Dann haben wir noch einen Stopp am Castell oben auf dem Berg ausgehandelt. Eine kurze, kurvige, lohnenswerte Fahrt, mit vielen Serpentinen und ganz eng, mit nochmals gigantischer Sicht auf den Ätna und Taormina. Also ... Volltreffer!

Vom Hafenterminal in Catania ist rechterhand 800 m entfernt die Eisenbahnstation. Hier hätte man für wenig Geld nach Taormina fahren können, aktuell z.B. 09.20 Uhr oder 10.00 Uhr. Fahrtdauer 45 min. Dann nimmt man den Bus von der Eisenbahnhaltestelle Taormina-Giardini und fährt den Berg hoch nach Taormina. Der Bus hält auf der Rückseite des Theaters. Es fahren auch etliche Kleinbusse durch die Stadt. Wir haben uns in Catania in der Stadt an der Piazza Stesi-Corro, nahe der Via Etnea, absetzen lassen. Dort haben wir uns eine Runde Limoncello gegönnt. Dann sind wir die Via Etnea entlang geschlendert, das ist die Champs-Elysee von Catania. In den Seitengassen waren ab und zu Buden, eine Art Weihnachtsmarkt. Keine Ahnung, ob die immer da sind. Hier gibt es eine Art altes Theater! Von Weitem sieht man das Wahrzeichen von Catania: Einen Lavaelefanten mit einer Art Obelisk auf dem Rücken. Gleich nebenan steht der Dom (Er öffnet um 16.00 Uhr - Eintritt frei). Wir gehen noch die Vittorio Emanuele entlang. Jede Menge Barockgebäude, u.a. in der Via Crociferi. Die Piazza Dante mit dem gewaltigen Kloster muss man nicht unbedingt gesehen haben. Wir haben noch eine kleine Stadtrundfahrt für 5,00 Euro mit den Hop on-Hop off vereinbart - das Wetter ist ja sagenhaft. Bei der Rundfahrt fand ich den Park Villa Bellini sehr sehenswert. Etwas weiter weg davon ist der Orto Botanico, den haben wir leider nicht geschafft. Absolut sehenswert ist auch das Gebäude Teatro Massimo v. Bellini rechterhand vom Dom. Vom Hafengebäude aus empfiehlt es sich geradeaus in die Stadt zu laufen und dann zum Dom abzubiegen. Unten am Meer entlang sind die Gleise. Strand gibt's auch - links wie rechts.

Alternativ könnte man auch mit dem Zug 45 km gen Syrakus fahren. Werner war dort mit einem geführten Ausflug und auch ganz angetan. Dort befindet sich das Ohr des Dionysos - Ein riesen Steinbruch aus dem auch noch ein Amphitheater ausgemeiselt wurde. Der Altstadtkern und die Fußgängerzone sind auch super. Mitten in der Stadt steht noch der Rest eines Apollotempels.

Schöne Auslaufparty um 18.00 Uhr. Abends gab es dann die Crewshow und draußen wurde im Anschluss vom Showensemble noch eine Rockeinlage gegeben.

Freitag, 18.12.
Vorletzer Tag - Seetag

Noch einmal Ausschlafen, Kabinenfrühstück etc.. Am Pooldeck "Pfälzer Straße". Es gab Käsekrainer, Weißwürste, Debreziner, Waffeln, Krapfen. Dazu Gesangseinlagen und Musik, und das Ganze im Freien. Blauer Himmel und Sonne ganz angenehm. Zur Feier des Tages haben wir dann noch im Freien am Pooldeck gekartet. Zugegebenermaßen sitzen wir auf warmen Wolldecken. Für den 18.12. ein Traum! Meinen Koffer habe ich pflichtbewusst von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr gepackt und dabei "Sturm der Liebe" angeschaut, ganz entspannt. Zum Aufwärmen zum Sonnenuntergang noch in der Sauna gewesen. Dann gibt es erfreulicherweise zum Abschluss ein leckeres paniertes Schnitzel. Wir genießen noch das Panorama der korsischen Küste, trinken ein Savannah und gehen dann das letzte Mal in unsere Koje.

Samstag, 19.12.
Nizza - Finale

Gegen 08.30 Uhr machen wir in Nizza fest. Wir haben einen tollen Blick auf die Stadt und liegen direkt am Pier. Hier könnte man sofort los laufen. Ca. 1.000 m zu Fuß beginnt die Promenade d'Anglais, die berühmte Meile am Meer zum Flanieren und Schauen. Wir genießen unser Sektfrühstück und schauen dem Treiben draußen vom Pooldeck aus zu. Gegen 11.00 Uhr werden wir abgeholt und fahren in ca. 20 min zum Flughafen. Tolle Fahrt die ganze Promenade entlang und dahinter sehr zentral befindet sich der Flughafen. Wir checken ein und fliegen mit einer halben Stunde Verspätung gen München. Der Flughafen ist überschaubar, zum Glück passen alle Koffer ins Flugzeug, da wir ja alle 30 kg Freigepäck haben.

Fazit:
    Route spitzenmäßig.
    Besser 1 Tag Praslin und 1 Tag La Digue statt 1/2 Tag hier, 1/2 Tag dort.
    Wetter 300 %.
    Essen viel zu viel, besser wäre mehr Qualität statt Quantität.
    Showensemble sehr gut.
    Schiff o.k., aber nicht unbedingt ein Traumschiff.
    Kabine Schrott, auch mit renoviertem Bad. Besonders nerven die getrennt stehenden Betten.
    Auch nervt, dass jeden Morgen das siebener Umlaufdeck komplett nassgespritzt ist.
    Es wird viel zu viel Essen sinnlos zubereitet. Was wäre denn dabei, wenn mal was aus ist, anstatt tonnenweise Lebensmittel wegzuschmeißen?!
    Die Krönung des Schiffes, ist der hässliche Teppich, der aussieht wie Abgelaufen.
    Service sehr nett.
    Ausflüge mal so, mal so. Wir fahren lieber wieder ARTANIA!!!